Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1796
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-warne.

1796 Suyderhoef.

bleibe. Dann: Er habe das Talent besessen , diemännliche Toccirung von Rubens , das schöneNatürliche von van Dyck, und Rembrandts Geistund Feuer in seinen Blattern zu vereinen. Viel-leicht am Beßten aber heißt es bey Basan ganzkurz, ungefähr wie im Lexikon: »Er befliß sichmehr, seinen Blättern eine malersche und pikanteWirkung zu geben , als seine Nadelzüge regelmä-ßig zu reihen, und damit sanfte und harmonischeTone zu erzielen". Von ihm kennt man vörderstfeine Bildnisse. Ein Verzeichnis; meines sel. Va-ters führt derselben über r«o., und auch der Ka-talog von winkler an die 60. nach ff. Meisternan: D. Bailly, Baudrigaen, von Bergh, P.du Bordieu, Prasser, Dubordivy (wohl obiger duBordicu), van Oyck, C. u. W. Eversdyck, I. van Eyck , W. van Geest, H. Golzius, F. Hals ,G. Honchorft, H. und T. Keyser, L. van Leyden,I. Livens, C. van Mander, Marck, Merck oderMeret(?), M- I. Mireveldt, A. Moro, I.Mytene, N. van Negre, I. T. Paas, I. C.Pfeffer, H. Pot, P. Rembrandt , P. P. Ru­ bens , L. Sailiar, A.Santvoort, G van Schoo-ten, P. Soukmann, I. ver Sproeck, Troyen,T. Vecelli , H. van Vliet. I. de Vos; einigeauch ohne Namen der Maler. Seine Gegenständesind: Fürsten und Standcspersonen des XVI.und XVII. Jahrhunderts, wie z. B. Carl I. vonEngland, und seine Gemahlin, nach van Dyck;dann Gelehrte (der Theologen mehr als genug)seines Landes und seiner Zeit. Für sein Kapital-blatt unter den Bildnissen hält man wohl nichtohne Grund das historirkc seiner vier Bürgermei-ster von Amsterdam , die sich über die Aufnahmeder Königin Maria von Medicis berathen, nachLh- Keyser. Dann nennt der Katalog von N)ink-ler noch als besonders schön diejenigen des Ritt-meisters I. I. van Waaffenaer nach Honthorst,und der übrigens dunkelen Theologen I. Schadeund I. Veenius, beyde nach van Vliet, und Ca-spar Füßli eines von Swalmius, nach Rem­ brandt . Hochgeachtet werden sonst gewöhnlichbald alle seine Bilder nach Hals, meist von unbe-deutenden Männern, den großen R. Descarrcsausgenommen. Mehr zum eigentlich Geschichtli-chen dann gehört das große seltene Blatt seinesFriedensschlusses zu Breda (nicht Münster , wiees im Lex. heißt), auf welchem die 60. zu Schlies-sung desselben bevollmächtigte Minister nach demLeben vorgestellt sind, nach G. Terburg, dessenCharakter er ganz zu liefern wußte. Schon oftwurde dasselbe in guten Drücken mit 10» Fl. be-zahlt, in denjenigen mit N°. mit dem Driktheil;die geringern dann gelten wenig *). Als Blätterdann andrer, ganz vcrschicdcntlicher Art, nennenwir noch: Eine Grablegung, nach einem Altar-blatte M. A. Merigi's in der Chiesa nuova zuRom ; den Sturz der Verdammten in zwey Blät-tern (vor dem Ausstiche derselben vortrefflich); eineMadonna von dem Kind umhalst (das nämliche,was auch Bolswerth mit einiger Aenderung gab);ein Bacchanal (wieder trefflich), den trunkenenBacchus, eine Löwen- und Tigerjagd, alle sechsenach Rubens ; die Wildniß, wo Satyrcn mit Ti-gern spielen, nach P. van Laer ; die Rückkehr vomFelde (->. K. der Hirten vom Berge), nach N.Derghem; die Monate April, May, Junius undAugust, nach I. Sandra«; die drey Bauern, wo-von einer die Geige spielt, unter dem NamenJan de Moff, und die zornigen Trinker, gewöhn-lich der Messerstich genannt,^ beyde nach A. vanOstade, andrer ähnlicher Blätter nach Ebendem-selben, dann nach Brouwer, Terburg (die Spie-ler) ». s. f. nicht zu gedenken. Dons. den Catalogvon Paignon-Dfionval. Don ihm besaß dieserDilcrtanke zu Paris noch 1810. eine Handzeich-nung in rother, schwarzer und weißer Kreide,welche ein Fraucnzimmerbildniß im Perlenschmuckdarstellte.

v) Was von den Blättern dieses Meisters überhauptDrücke im Umlauf sind, wobt aber von den Kunsth«erden.

S»>'s (Tilmann Franz), ein Baumeister vonOstende gebürtig, Schüler von Percier, erhielt1812. (damals 28 I. alt) den ersten großen Preisdes Nationalinstituts zu Paris für den Entwurfeines Centralhospitals für mehrere Departemente.Schon früher muß er einen ähnlichen gewonnenhaben, da sich in dem Werke: dranäs Prix ci'^r-cliitscture Lco. l.ivr. 26. bereits von ihm derEntwurf eines Land- und eines Stadthauses be-findet.

Suyrhoff (C.). So heißt, ohne Weiteres,ein Holländischer Maler, der in Balavia gearbei-tet, und nach welchem I. A. Boener das Bild-niß des Arztes I. Otto Hellwig's gestochen hat,das denn wirklich mit: pinx. öatavlee In Inäiaorlentali ih8i. bezeichnet ist.

S <rZZi ( ), ein Künstler zu Jmola; übte

um 1775. das nützliche Geheimniß, Frescomale-reyen von der Mauer, ohne dieselben zu beschä-digen, abzunehmen. Er legte davon eine Probemit dem glücklichsten Erfolge in der Domkirche zuJmola ab. Der Nercure <ls prsnce (^out1777.) giebt ihn für den Erfinder dieser Kunst aus.S. aber hierüber den Art. picaulr, des Gemälde-Restaurators, im Lex.

Srvab (Anton), Dergmeister und Mitgliedder Königl. Schwedischen Akademie der Wissen-schaften, gab mit N)alman 1795. eine Karte vonWester-Bottn und Schwedisch-Lappmarkcn, undmit Robsahin 1796. eine andre von Herjeadalen.Allgem. Geograph. Ephemerid Vlil. 1801.S. 627. bZo..

Gwaen (D- V. D ). Also benennt sich derStecher (der wohl den Namen L). van der Sroaentrug) eines Bildnisses des Königs von Großbit-tannien, Georg I. in kl. Fol. Dieses Bildniß istin einer Einfassung von Kriegsarmakuren u. s. f.eingedruckt, welche Einfassung I. de Leuw geetzthat. Der Verleger nennt sich Jsaac Houwenszu Rotterdam .

Srvagers (Madame), wahrscheinlich desFolgenden Gattin, erscheint in öffentlichen Blät-tern unter der Rubrik der Landschaft-, Marinen-und Archicekturmaler. JnLandons: 8alon 1808.(2.) 118. wird ohne Zweifel Ebendieselbe: MadameSrvagers von Ecouen genannt, welche auf ge-dachten Salon von ihrer Arbeit ausgestellt hatte.

( ). So heißt bey Fiorillo III.

5Z7. ein Mariuenmaler aus der zweyten Hälfte dcöXVIII. Jahrhunderts, der zu Paris , völlig imGeiste der Niederländer, gearbeitet habe. Auchder ^Imsnncli cles Leaux-^rts i 8 oZ. nennt ihnunter den damals sich dort befindlichen Künstlerndieser Gattung. Er lebte noch 1808. Landon(pa^nsZes Lcc. III. 6.) giebt die Nachbildungeines seiner Seestückc, rühmt die Festigkeit, Kraft,den feinen Ton und die leichte und sichere Tocci-rung desselben, wovon sich das Urbild im Besitzedes H. Bourdois de la Motte, Doktor -Regentsder alten Aerzte-Facultät zu Paris befinde; mitder beygefügten Bemerkung, daß er seit geraumerZeit in seiner Gattung lobwürdige Arbeit geliefert,und bald auf allen Salons dergleichen ausgestellthabe.

Srvahn (Nils), war um 1729. Tischler beydem Admiralitätskammergericht in Schweden .Henel, das 1729. fiorirende Schweden (Lübeck 40. S. 108.)

* s. auch Gchrvahn, Schvoan, Srvaen,und Srvan, theils im Lex , theils in den gegen-wärtigen Zusätzen.

* Grvaine (Franz). Ihn nennt Fiorillo V.74r. nach Cerres den vorzüglichsten Englischen

ganz besonders zu bemerke» ist, da nur selten noch guteindlern auch für die schlechte» ungeheuere Preise gefordert