Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1863
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Thoma »in.

Oestreichische Dienste kam er als Proviankmeister,(Kricgscommißair) und st. zu Lindau (nicht Lan-dau, wie es im Lep. u. a. w. heißen Von ihmgemalt findet sich eine Auferstehung Christi, in derEvangcl. Et.- Ulrichs-Kirche zu Augsburg . Lt-porveky. Von ihm besaß (1809.) H- Hofs undLandgerichts-Advokat Schmidt zu Kiel ein sehrfleißig gemaltes Bild? Eine Dame speist untereinem Baum; in der Ferne eine Stadt, aus dereine.große Menge Menschen herausströmt.

* Tb0mann von Hagelstein (Philipp Er-nest). Eines seiner Bilder in der Kreuzkirche zuAugsburg, das ihm Ehre macht, stellt Jesus unterden Müttern und Kindern vor. Er wird für denzweyten Künstler gehalten, der zu Augsburg inDer Schwarzkunst gearbeitet hatte. Liporvsky.Dildniße nach ihm kennt man von E. C. Heiß(David's von Stetten); von L. Vogel geschabt(I. F- Herwart und Narcißus Rauner); letztereauch von ihm selbst.

* von Hagelstein (Tobias Heinrich),

war ein vierter Sohn vom Philipp Ernest desLcx. Der Winkiersche Gantkatalog führt von ihmzwey geetzte Quartblatter an, deren eines einenliegenden Leoparden vorstellt, der sich eben gegen einenstchnden aufbäumen will; das andere die Fabel vomBock und dem aus dem Sodbrunnen gerettete»Fuchs. Anderwärts nennt man 4 solcher Blatter.Hinwieder hat B. S. Sedletzky eine Folge vonso Vl. mit Thieren nach ihm in Kupfer gebracht.

( ) Oberstlieutenant, Ingenieur

und Baumeister im Dienste von Churmainz in 1754.Sem Herr schickte ihn damals nach Wetzlar , umein neues Gebäude für das Reichökammergerichtherzustellen. Er verfertigte dazu auch einen Riß,dessen Kostenanschlag er zu ,08,000 st. berechnete.Die Ausführung unterblieb jedoch. Ulme ei-st ein Beschr. von wetzlar 1l. 671.

XL. Das oben angeführte Magazin Sachs-Gösch. nennt einen der Bruder von Christ. Ray-mond Schlachtenmaler. Auf welchen derselbendieses Epithet am Beßren paße (etwa auf GeorgGorrlieb? oder dann auf Tobias Heinrich),ist uns unbekannt.

Thomas (Anton), ein junger Maler zu Pa-ris , Schüler von Vincent, erhielt 1809. damals,(> 1/2 I. alt, von der Lcole specialo eine Auf-inunlerungs-Medaille aus dem vom Grafen Cay-lus gestifteten Preiß für eine Tete «l'Lxpression.

(August Lebrecht) s. unten GottlobLebrecht Thomas.

(Augustin) eines reichen KaufmannsSohn zu London , verschwendete in wenigen Jah-ren das väterliche Vermögen von ,5o,ooo PfundSterling. Der damals in England anwesendeGenfer, I. I. Rousseau , gab ihm den Rath, eineKunst zu erlernen. Diesem zufolge legte er sichaufs Malen, worinn er in seinen Sludentenjah-ren zu Cambridge etwas gethan hatte. Von die-sem nährte er sich nachher kümmerlich zu Florenz ,wo er 1784. lebte. Murrs Journal Xlll.S. 1Z1.

(Carl Magnus). So nennt der ein-zige Basan Lll. sse. 1789. einen jungen Kupfer-stecher, Schüler von Beauvarlek, der diesem letz-ter,, lange Zeit zu seinen Arbeiten beholfen gewe-sen, und dann auch für sich, z.B- Vignetten nach

' Marillier geliefert habe.

Thomas (Christian Friedrich Adolph, ge-wöhnlich Adolph) der Sohn eines Kricgsgerichts-Aktuarius, geb. zu Dresden 1788. und dort nochals Graveur , 8 , 5 . lebend. Seine erste Bildungerhielt er von dem Graveur Bärenv, bey demer ein Jahr (idoZ.) lernte und sich von ihm imPoussiren nach dem Leben unterweisen ließ. In1805. zeigte er auch, als Probe seines Fleißes,ein Vjldniß von Bonaparte, in Wachs poussirt,

Thomas. »86z

auf der Dresdner -Ausstellung. Nachdem er sei-nen ersten Lehrherrn verlassen hatte, arbeitete erwieder ein Jahr unter dem Graveur Carl Aug.Dehr, bey dem er vorzüglich im Gravuren vonBlumen und Laubwerk Unterricht nahm. Nun-mehr dachte er mit Ernst an seine weitere Aus-bildung; er zeichnete nach Gyps und nach demLeben in der Akademie, und wählte sich zu seinenMustern Abdrücke der Wappen und Medaillenvon Hedlinger und von Döll in Suhl . Da erwirkliches Talent für die Kunst besitzt, so glücktees ihm auch darin; und seine Arbeiten in Stahlund Messing, erhaben und vertieft, sind (wie unSder eigene Augenschein belehrt) schön und geschmack-voll zu nennen. Als Medailleur hatte er öffent-lich bis , 8 , 5 . sich zwar noch nicht gezeigt; erstand aber im Begriffe, solches zu thun. Auchwar er damals gesonnen, sich mit dem Stein-schneiden vertraut zu machen. Der Dresd-ner Adreßkalender auf 1812. nennt ihn fälsch-lich Chr. H. Adolph Thomas.

(Christian Lebrecht), Töpfermeister,der bey Haymann S. 4 Z 6 . fälschlich FriedrichLebrecht benannt ist, Sohn des folgenden Gott-lob, wurde geb. in der Neustadt Dresden 17H9.und erlangte dort ,785. das Meisterrecht. Donihm kennt man feine und dauerhaft gefertigte Ur-nen, Grabmäler u. d. gl. Er lebte noch , 8 , 5 . zuDresden , arbeitete aber nicht mehr für seine Per-son als Töpfer.

(C- 8.). Ein solcher gab zu Frank-furt a.M. ,788., zufolge dem AUgem. Reperr.d- Lirrerat. auf 1785 90. den Plan der FestungChoczim, einen Grundriß der Stadt und FestungBelgrad , und eine Karte vom Schauplätze desTürkischen Krieges heraus Späterhin soll erauch einen topographischen Plan der Stadt Frank-furt a. M. (kolor. 1 Lhlr.) ans Licht gestellthaben.

(Friedrich Lebrecht) Töpfermeister inder Neustadt Dreöden, fertigte Urnen u. a. Grab-denkmäler fein und dauerhaft. Dresdn. pol.An;. 1798. St. 20.

(Gottlob), der Sohn eines Tage-löhners, geb. zu Elstra bey Camenz in der Lau-sitz . Er lernte bey dem Hofsteinmetz Petersill zuDresden und wurde ein geschickter Künstler. Dorthalf er an dem Baue des Thurms der katholi-schen Kirche , nach dessen Vollendung man ihnzum Hofsteinmetz ernannte. Man bemerkt, daß eru. a. die gedachte Kirche schön in Gyps model-lirt, dann ein Modell zu einer Treppe gefertigthabe; vielleicht findet sich noch einiges davon inder Kunstkammer zu Dresden . Er st. in dieserStadt 1760. ungefähr 57 Jahr alt.

(Gottlob Lebrecht) geb. zu Dresden 1787., lernte als Töpfer bey seinem Vater, demobigen Christian Lebrecht, arbeitete dann inBreslau, Wien rc. und versieht jetzt (,8,Z.) desVaters Werkstatt zu Dresden . Er ist ein geschick-ter, in den zeichnenden Künsten bewanderter Mann;so wie solches auch seine jungem Bruder zu wer-den versprechen. Diese sind Traugorr Lebrecht,geb. zu Dresden ,789., er stand , 8 , 5 . zu Bres-lau als Töpfer in Kost und Lohn; und AugustLebrecht, geb. zu Dresden ,790. der noch beyseinem ältesten Bruder arbeitet.

(Hans) ein Goldschmied zu Meinun-gen, der ,607. unweit gedachter Stadt verun-glückt war. I. S- Gkrhe Beschreib, vonMeinungen. Gotha ,676. 4 ". S. 347 .

* (Johann a. b. G.). Ehe er in Kai-

ser!. Dienste trat, war er Hofmaler des Chur-fürsten von Mainz . Von ihm besitzt, unsersWissens, in Deutschland , die einzige Galleriezu Wien einen Triumph des Silens, und einBacchanal, wo Bacchus die Venus und CereSlm Triumph aufführt, beydes Bilder mit kleinen