Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1967
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V.

* va (Ro). So kürzt sich der KupferstecherRobert vaugban, auf einem in groß Octavmittelmäßig gestochenen Bildnisse des Türkischen Kaisers Acomat I. an. Mrc.

v. (A.) Von einem Kupferstecher, mit -Vund V. (und zwischen diesen beyden Buchstabenein -s- auf einem Querbalken) bezeichnet, kenntman, ohne wettern Namen, als diese Anfangs-lettern, das Biidniß von Barkhol. Scappi.

(F.) Nach einem so bezeichneten Künst-ler hat E. Fessard die Bildnisse zweyer Königin-nen von Navarra , Margarerha von Valois undJohanna d'Albrcl, gestochen.

(G.) Von einem so signieren Kupfer-stecher kennt man ein, durch L- Pozzoferrato ge-zeichnetes Bildlich des Jakob Robusti (Tintoretk)nach einem Brustbilde von A. Vittoria.

(H-) Don einem andern, so unter-zeichneten: Die VII. Planeten, nach M. deVos; dann das Bildniß Georg Helds, Feirr(Feuer-) Schlossermachers (Büchsenschmiedes) zuNürnberg .

(I.) Ein solcher hat das Bildniß Lud­ wig XIV. nach I. Egmont, in D. Dankert'sVerlage gestochen-

(L.) Humor. Von einem so bezeichne-ten Kupferstecher kennt man 6. Blatter mit Schlach-ten, nach der Erfindung vcn I. Cortesi.

(8. c.) So signirt sich ein deutscherKupferstecher auf einem Bildnisse Gustav Adolphsvon Schweden , ohne wettern Namen als dieseAnfangslettern, mit dem Motto: ttectora ^ulsnasser, u. s. f.

(M.) Ein solcher hat die Marter ei-nes Heiligen, ohne weiter ausgeführten Namen,gestochen.

(T- F.) Einzig so signirt, kennt man8 Blätter Capricci.

* vaalens, s. Falens, oben und im Lex.

* v aarr (Johann van der). Dieser ursprüng-lich niederländische Künstler kam nach London 167^.und lernte dort bey Wyck dem altern. Dannließ er sich in England nieder, und malte Land-schaften , Bildnisse und Stillleben. wovon beson-ders todtes Wildpret, Wachteln u. drgl. sich vor-theilhaft ausnehmen. Als Schwarzkunststecherbildete er den berühmten John Smith. Nachihm theils gestochen, theils geschabt haben Bild-nisse: Basan, G Faithorne, B Lens P. Lely,P-Pelham, dann eben sein Schüler Smith, und einUngenannter in R. Lompsons Verlage; darunter

mehrere der Königin Maria in England; Lensdes Ritters C. Cäcil, als Knabe, der mit einemLamme spielt. Von Geschichtlichem hiernächst,ebenfalls Lens eine Landschaft, mit Acteon undDiana siaffirt; ferner Orlando und Angelika,und Rivaldo und Armida. Hinwieder kennt man,von ihm selbst geschabt, gleichfalls Bildnisse; wiez. B- des Königs Carls II. von England, nachWissing, und wieder der Königin Maria; danndes Grafen von Warwick und R Ficldingö, beydenach P. Lely. Fiorillo V. 52 1. L-a-rstes Lcole

liol. er

vabeele (P.) Ein irriger Nahme für einenMedailleur Namens Ö von Abeele oder Adele.Ihn nennt die Neu eröffnete Historie derL?7edaillen. Hamburg i^o). S- 71., dann auchA- Bale manns rffiun; - und MedalUen-Vabiner. Letzteres giebt auch zwey seiner Schau-münzen; nämlich einen Medaillon auf das derStadt Amsterdam , vom Graf Wilhelm , geschenkteneue Wappenschild (bezeichnet />. k.);

und eine» zweyten mit den Bildnissen der verwitt-welen Princeß Maria von England und Wilhelm1 I>. von Oranien, diesen in 1654. geschnitten(bezeichnet Z'. >küe/e 6 ): Man citirt wegen beydenv. /.oon Dom. 1 . ^n. 1378. p. 260. u. Dom.II. p. 375.

vaca (Franz Vera Cabeza de), SpanischerMaler, geb. zu Calatayud 1687. Derselbe wurde,weil er von adelichec Herkunft war, Page beyDon Juan d'Austria zu Zaragoza . In der Kunsthatte er schon einige Vorkcnntnisse, als er dieSchule des Joseph Martine; besuchte, und em-pfieng dann von gedachtem seinem Herrn Unter-terricht. der, wie man weiß, die Malcrey selbstmit größtem Eifer, trieb. Als indessen derselbenach Madrid zurückging, verließ vaca seineDienste und lebte vou da an vollends nur für dieKunst, bis an seinen in 1700. erfolgten Tod.Er war ein in jeder Rücksicht achtungswürdiger,und daher auch von Jedermann sehr hochgeschätz-ten Mann. Die wichtigste Arbeit von ihm, eineH. Familie, wird im Saale des Kapitels de laCasa del Sepulcro gewiesen. .fiorlUo IV.568 6 g. ,

vacca und Ma nete 0 ne, zwey wahrschein-lich Piemontesische Künstler, stellten in 1810. aufder Akademie zu Turin zwey Gemälde aus, dereneines einen Auftritt aus der in 1222. in der Ge-meinde Carmagnola gewütheten Pest, das andereden Dank der Einwohner, nach Aufhören derSeuche (der uni'nge glaublich letzteres) darstellten.Der Prinz Camillo Bvrghese, als Generalgou-verneur deS Departements jenseits der Alpen ,kam, diese Bilder in Augenschein zu nehmen,und öffentliche Nachrichten wollten wissen: Que

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