Vicentino.
vicentino (Marinalis), ein Maler, wird gan;ohne Weiteres, in MEei's Verona illustrata111. 171. angeführt.
*— — (Niclaus), s. Boldrenc» oder Bol-den» oben und im Lcx. Dann gleich oben denArt. Joseph Aiclaus Vicentino, und die dazugehörige Anmerkung.
* — — s. überhaupt alle Art. da Vicenza jm Lex. und gleich folgend.
* vicenza (Giovannino da). Auch so heißtim Lex. (nach GandeUini) der ebenfalls im Lex.und oben erschienene Joh. Vliclaus )vossllianusoder Rofsigliano. Also ist er auch der Nämlichemit dem kurz vorgenannten Johanniculo vicen-rino. S. übrigens auch die Note zu dem vorste-henden Art. Joseph Vliclaus vicentino, nachwelchem der Unsrige vollends ein Nonens wäre.
* — — (de). Ein Baumeister dieses Namensist uns bloß durch sein von G. A. Kilian gesto-chenes Bildniß bekannt. Wohl ist aber darunterkein Anderer als Andreas palladio gemeint.
* — — s. auch oben und im Lex. alle Art.z. v. vicentino.
* vichem oder vi schern (Christoph). S.diesen Art. im Lcx. Dann aber, als bedeutendeErgänzung und Berichtigung, in den gegenwär-tigen Zusätzen, oben den Art. Sichein.
— — (N.). So nennt Moreri einen altendeutschen „berühmten (?)" Formschneider, wasaber nur ein neuer Beytrag zu der ebenerwähntenVerwirrung, und der ganz grundlosen Schöpfungeines Künstlergeschlechlö der viche», ist, die manursprünglich dem — gelehrten Marolles zu ver-danken hak.
vichot ( ). Nach einem dieses Namens
hat W. Vallet ein Bildniß der Pfälzischen Prin-zessin Anna von Gonzaga gestochen.
vichy (Cajetan), ein Baumeister zu Vicenza ,zeichnete und radirte mit David Rossi, Santini,Christoph del Aqua, Testoiini, M. SebastianGiainpiccoli, u. s. w. die Kupfertafeln für desAndreas Palladio Architektur-Werk, nach derprächtigen Ausgabe des Octav Bertotti-Scamozzi ,zu Vicenza in vier Folio-Bänden 1776. u. s. f.
* vici (Lion da), eine fehlerhafte Abkürzungvon Leonhard da vmce oder Vinci.
— — ( ). Ein solcher wurde 1810. un-
ter die vorzüglichen italienischen Baumeister ge-zählt. Oeffenrl zJachr.
* vicinelli (Eduard), bey den ItalienernDdoard. Derselbe st. alt 17H5. pascoliglaubt, daß in dessen Blüthezeit zu Rom nuretwa Peter Nelli ihm den Rang streitig machenkonnte. Er war Mitglied der Akademie von St.Lucas. Gestochen nach ihm kennt man z. B. dasBildniß des Jesuiten F. M. Galluzzi, von J. B.Jacoboni, und von I. Rossi eine Madonna mitdem Kinde, in ganzer Statur. /.Er Lci. tor?.!I. i'jo. ^c.
Vico. ZOtZ
* vicino (Joh. Baptist), Maler zu Genua.S. im Lex. den Art. Joh. Angelus und Joh.Michels vicino, feiner Söhne.
v ick (Georg Andr.) zu Verben, wo er 1785. alsChurhannöverischer Landbaunicister, und 1802. alsOberbaumeister vorkömmt, das heißt rücksichtlichder Herzogthümer Bremen und Derben. Cbur-hanöver. Aeaarskal. In 1780. wo er noch Bau-verwalter war, rühmt man seine Geschichlichkeitim Angeben von Maschinen.
— — (Sütfeld) erscheint in dem Eburhannö-
verischen Gtaatskal. ^auf 1760. als Landbau-meister. '
— — (Wilhelm Ludwig ). Ihn giebt derEhurhannöverische Staarskal. auf 1802. alsextraordinären Landbaukondukteur an.
*vico, vicusod. vighi (Eneas ). Stattden Art. dieses Künstlers im Lex. nach allerleyunzuverlaßigen Quellen zu verbessern, halten wiruns lieber an den einzigen Barrsch, der im XV.TH 1 . seines kointro Ornveur p. 270. und folgen-den, von demselben also spricht. „Ungeachtet dieserZeichner und Stecher schon bey seinen Lebzeiten Cele-brität erhalten, ist unS dennoch von seiner Ge-schichte nur sehr Weniges bekannt. Die Datenseiner mit der Jahrzahl bezeichneten Blätter rei-chen von t5)l—do. Daraus schließen wir, daß
seine Geburt um l 52 o. und sem Tod um ihxc». zusetzen sey. Sehr frühe, scheint es, verließ er seinVaterland, um nach Rom zu gehn, und man hatUrsache zu glauben, daß Thomas Barlachi, einmittelmäßiger Stecher, der aber einen sehr aus-gedehnten Handel führte, sein erster Lehrmeisterwar. Für ihn fertigte der Unsrige in 1541—42.eine Folge von 24 Bl. Grottesken, welche wohlzuverläßig seine ersten Versuche in der Kunst wa-ren, von denen indessen bloß l 5 . mit seiner Chif-fer bezeichnet find, die neun übrigen aber, allemAnschein nach, Bar>achi's Arbeit, und eines wirk-lich Mit IHmaso Lar/ac/rr ssciobnt i 542 . signjrkist. Was die erwähnte Vermuthung in Absichtauf vico's ersten Meister bestärkt, ist: Daß va-sari im Leben Marc Antons, sagt: Daß die Ku-pferstichverleger A. Lafreri und Barlachi sichjunge Leuthe hielten, die für sie aller GattnugBlätter, besonders aber Grottesken, alte Tempel-Cornischen u. drgl. fertigten. Wie lange übri-gens der Unsrige bey Barlachi gearbeitet habe, ober im Verfolg Unterricht von bessern Meisternerhalten, und wer allenfalls diese letzter» gewe-sen, ist unbekannt; dagegen aber sicher, daß erglückliche Fortschritte in dieser Kunst gemacht, undsich allmählig zum Rang eines der geschicktesten Ste-cher seiner Zeit erhoben habe. Nach vasari befand ersich i 545 . zu Florenz , wo Franz Floriö, Schüler vonSalviati, die Bekehrung Pauli von ihm stechenieß,uud er sich durch dies schöne Blatt großenRuhm erworben hakte. Gori dann erzählt, daßEneas in eigner Person, Kaiser Carl V. dessel-ben in i 55 o. gestochenes Bildniß (in einem mitArchitektur- und SculpturrVerzierungen umgebe-nen Oval) überreicht, und dafür 200 Thlr. Be-lohnung erhalten habe. Der Kaiser hätte befoh-len, davon sehr viele Abdrücke zu ziehen, wasaber, weil die Platte vergoldet wurde, nicht mög-lich war, u. s. f. Auf welcher der sieben Reisen,die der Kaiser nach Italien machte, diese (Über-reichung geschehen sey, erwähnt Gori nicht.
Was dagegen den Joseph Nick aus, nach seinem Zunamen Rossigliani, nach seinem Geburts-ort aber vicentino genannt anbelangt, so bezeichnete sich derselbe Jo. Nicol und Giusep Nic.Einige haben das Jo. irrig für Johann gelesen, und aus ihrp dann folgende Künstler eben so irrig gemacht:Giovannino da Vicenza, Niclaus ober Johann Niclaus Uossigliani Johann Niclaus vi-centino u. s. f. Die zehen Aussätzigen, nach Parmesan, Helldunkel, sind bezeichnet
Nach Raphael hat er einiges geschnitten, darunter: Raphael selbst in Unterhaltung mit seinerGeliebten. Alle seine Arbeiten sind ausnehmend selten. Uebrigens haben Qokdrint und Roffiglianieine Anzahl Blätter nach Parmesan, Raphael, Polydor, Franz Salviati, Titian,'Primaticcio und Porde-nine geschnitten, die noch einer besondern Sichtung nöthig haben, um sie dem einen oder dem andernzutheilen zu können.
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