Trier.
haften Mutter Gottes im Spitthale des Sonnen-Hofes zu Wien . Fuhrmann's Leschretb.von Wien Th. H. Bd. 2. S. 857.
Trier (Franz von), ein Gießer, s. den gleichff. Art.
— — (Johann von), Bürger und Gießer
zu Aachen . Derselbe goß i 525 . u. L. F. Glocke(an Gewicht 16,000. Pf.) und die Prcdigtglocl'e(4ovo. Pf.) für den dasigen Münster . Joh.r^oppius Aacher Chronik. Cölln i6/,Z. Fol.E. 27. Eben hier S. 104. wird auch eines Mei-ster Franz von Trier gedacht, der 1620. (inGesellschaft eines ungenannten Meisters) die ku-pferne Echaale ( 54 - Fuß weit, an Gewicht12,000. Pf.) der großen Fontaine des Markteszu Aachen goß. Die Statüe Carl des Großen,welche sich auf dem durch die Mitte dieser Schaalegehnden steinernen Fuße ^befindet, ist aber nichtvon ihm, sondern auswärts gegossen worden.
Triere (Philipp). So nenntBasan (L 6 .8S0.)einen in. 1756. geb. Kupferstecher, der verschie-dene Gegenstände nach neuern Meistern, Vignet-ten nach Marillier u. a. geliefert habe. Ander-wärts heißt es: »Er lebte noch zu Paris 1801.und war damals ein Mann von einigen 5 o. Jah-ren". Neben Andern arbeitete er auch zu St.Nons Vo/S§e plttoresgue il'ltaste; wie ;. B.Vue il'une petite mriison bätie sur les mnrs6s ls villo <le kompeji. Ferner, nebst Mar-tini und Helman (1777.) an den Blättern zu der:tkistoirs lies moäss kran^lrises saus ie XVIll.siöcle. Dann von einzelnen Blättern nach Frcu-denberger: leg ülnsiciens üll tismskiu und lesLüieux <les laboureur8 ; nach I. M. Moreauuns Unbekanntes; nach C. Rocsler das Bildnißdes Tonkünstlers Haydn , klein, artig, en Me-daillon; nach A. del Sarto Jupiter und Leda(Uorel kiel.); nach D. Velasquez uns Unbekann-tes. Endlich, ohne uns bewußten Namen desMalers: La Provision tarcjive und kerkereUv8 ^Ipe8. Ohne Zweifel ist unser Künstler dernämliche Triere, der auch noch in dem Hlma-nack äes Leaux-Hrts i8oZ. und dem ^lmanaekcle Oommsrco 1811. damals unter den in die-sen beyden Jahren zu Paris lebenden Kupferste-chern erscheint. In dieser Zwischenzeit sah manvon ihm für das VII. und. LVll. Heft des Mu-seums Napoleon gestochen: P. von Cortona Ja-kobs und Labans Versöhnung, nach Galliers,und A. Crayer's Herkul auf dem Scheideweg,nach Clerys Zeichnung. Dann für das Werkder lableaux 6n kaluls ftoy^l (Heft 27. u. 58 .)A. del Sarto Jupiter und Leda, und D- Velas-guez Loth und seine Tochter, beyde nach Borel'sZeichnung.
Trieft (August Ludwig Ferdinand, auch Au-gust Ferdinand und Ferdinand), Königlich Preu-ßischer Oberbaudirektor zu Berlin in »804. 26 .Jahr alt. Taschenb. für Freymaurer 1800.Cvthen S- 420. »Ein geistvoller Architekt" (heißtes irgendwo). Um 1808—180g., wo er Regie-rungsrath und Baudirektor der Churmark heißt,gab er: Grundsätze zur Anfertigung richti-ger Anschlage, welche die Landbaukunft insich begreift, mehrere Theile m. Kupfern 4 °.Auch eine Anleitung zu einer wohlfeilen C011-ftruction bey Scheunen. 8°. Berlin 808. Fürdas zuerst gedachte Werk, das gr. 8°. zu Berlin bey dem dortigen Kunst- und Industrie-Comptoirin mehr als wo. Bogen Text mit 2o. Kuvf. er-schien , war der Subscriptionspreiß auf 6. Th.18. Gr., mit illuminirtcn Kupfern auf 8. Th. 18.Gr. gesetzt. In dem Adreßkalender der StadtBerlin auf i 8 o 5 . und auf andre Jahre, wird einFriedrich Trieft als Ober-Bau-Deputations-Referendarius zu Berlin , gleich dem A- L. F., in einund derselben Behausung genannt. Es scheint uns,als ob hier in den Vornamen ein Irrthum obwalte.
Trippek. 194k
Auf der Berliner s Kunstausstellung von 1808. sahman von dem Unsrigen das Modell zu einer Holzersparenden und Raum gewinnenden Konstructioneiner Scheune, wohl dasselbe, dessen Anwendungin der oben angeführten Anleitung u. s. f. be-schrieben wird. In 1809. ließ dieser geschickteMann ein Modell zu einer Geschütz-Bohrmaschineverfertigen, deren Ausführung nicht über 4 ooo.Th. zu stehen kommen sollte, statt daß eine altere(im 'Krieg verloren gegangene) 20,000. Th. ko-stete, und letztere durchs Wasser, jene hingegennur durch Pferde getrieben werden konnte. T üb.Morgenbl. 1809. S. 4 oo.
Trieft (Friedrich), s. gleich oben Aug.Ludw. Ferd. Trieft.
Triervaldt (Martin), s. in künftigen Zu-sätzen Christoph pohlhem.
Trifon, s. unten Tripho.
Tristerer (Leopold), Hofgartner des Chur-fürsten von Trier , zu Ehrenbreitstein und Schön-dornslust 1784.
* Triga (Jacob). Eine akademische Figur(Satyr) von ihm in rother Kreide, besaß noch 1810.der Erde des Kunstdilettanten Paignon-Dijonvalzu Paris .
Trignard ( ) Ein solcher erscheint, un-
sers Wissens, zum erstenmal im -Umanscl, äsLommerce 18ri. unter den damals zu Paris lebenden Kunstmalern.
Trillitzsch (Gottlieb Benjamin), ein Glas-schneider , welcher 1798. zu Dresden vorkommt.Dresden z. Rennrn. s. Häuf.
Trimbol, s. unten Trumbuk.
Trincano ( ), ein Französischer Inge-nieur, gab 1768. ein Werk über die Kriegsbau-kunst zu Paris 8°. mit Kupfern, in welchem ereinige neue Systeme aufstellte.
Trinci (Heinrich), ein Englischer Maler; ar-beitete zu Neapel . Oomemcr "I. II. p. 288.,P. III. 691.
Triner ( ) aus Bürglen im Schweißer-
Kanton Uri gebürtig , als guter Landschaftsmalerschon gegen Ende des X VIII. Jahrhunderts be-kannt. Von ihm sieht man, neben Anderm, nied-liche Prospekte und Handzeichnungen des St.Gotthardsberges und dessen Umgebungen, indemKabinett des Herrn Nager in Luzern . (Bus, n-ger) die Stadt Luzern . 8°. Luzern 1811. S.75. Zu dem Neujahrsblatte der Zürcher sehenHülfsgeftllschafk von 1814., von H. Meyer ge-stochen, gab er die Zeichnung einer durch Schnee-lauinen im Dez. 1808. verwüsteten Schweitzer-gegend.
Tringham (W ) arbeitete um 1788. zu Ham burg Grundrisse, Vignetten u. dgl., mittelmäßiggenug, für Buchhändler; z. B. in des Hrn. vonHeß Beschreibung von Hamburg ; dann zu Hirsch-seld's Eartenkalender von i/ 85 . u. s. f.
Trinqueffe s ). So heißt ein Maler inder letzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts, nachwelchem I. A. Pierron ein Blatt: 1 'lrresolutloaon la Lonüäence gestochen hat.
Tripier ( ). Ein solcher erscheint im
^lmsnsck 6e Comlneroo 1811. unter den damalszu Paris lebenden Häuser- und — Kutschenmalern.
* Trippel (Alexander). Anstatt dieses Art.im Lex. setze: Geb. in der Schweizecschen StadtSchaffhausen, der zweyte Sohn eines Schreiners,der wenig oder kein Vermögen besaß, und mitseinem Handwerke sich und seiner Familie einendürftigen Unterhalt erwarb. Die Noth derselben