Troostwyck.
geschöpft: Einen Tartüff, eine Stiefmutter, dieAmsterdamer- Marktsbelustigung , das Klaus-fest, das Holländische Corps de Garde, Alleswieder von Houbraken ; die Holländische Kinder-stube, die verliebte Brigitta, den verliebten Ma-ler, und den Gerichtshof, wo ein Advokat dieSache eines jammernden betrogenen Liebhabersführt; diese viere von Tanje. Endlich auch ei-nige Prospekte, wie z. B. das Landhaus Snys-pestyn, von Pelletier. Noch dürften drey, ineinem Verzeichniße meines sei. Vaters angezeigteBlatter nach unserm Troost: tke pgrent cüemsund: s.ove llecla'li, von Wilson, und wiedereine Wachtstube von Pether schöne Arbeiten seyn.Sechs Handzeichnungen von ihm besaß noch 1810.der Erbe des Kunstdilektanten Paignon-Dijonvalzu Paris , darunter fünf Landschaften und Pro-spekte, und ein Conversationsstück in einem Gar-ten, in verschiedenen Manieren, mit der Federausgetuscht, in schwarzer Kreide, und ein Paarsehr schön in Gouache ausgemalt.
Troost (Sara), deren im Lex. unter ihrem Va-ter gedacht wird. Nach ihr gestochen kennt man dasBildniß des Theologen von Stahringh, von N.Vinkeles.
Troostwyck (W. I. von), ein geschickterjunger Künstler aus Amsterdam , erhielt in 1807.von dem Zeichendepartement der dortigen Gesell-schaft kelix meritis, den Preis für ein Akade-miebild; er st. (gleich Pottcrn) 28. I. alt, 1810.Bry der Preißaustheilung der Zeichenakademie zuAmsterdam (20. Jan. 1811.) las H. Jeronimode vries eine Biographie desselben.
* Trophonius und Agamedes, (wel-che im Lex. unter Agamedes erscheinen) die er,sten griechischen Baumeister, deren die GeschichteErwähnung thut, wie man glaubt Brüder, und,Söhne des Königes Erginus von Theben (nichtOrchomenes, wie das Lex. sagt); sicher warensie unzertrennliche Freunde, und lebten 1400. (g.
k. 1600.) I. vor Christo. Der Almanach aus)>om 1810. ( 5 . Jan.) nennt ihren Tempel zuDelphi: »Den ersten Prachttempel des Apollo".Einen solchen errichteten sie auch zu Lebadia inDoeotien (jetzt Levadia); dann einen andern desNeptuns in der Nähe von Mantinea . Die Fa-bel wegen eines dritten von ihnen, ebenfalls zuLebadia errichteten Tempels, zu Aufbewahrungeines Schatzes (nicht des Tempels zu DelphoS),den sie nachwerts sollen bestohlen haben, erzähltMilizia (Lü. terr.) I. 9 — 10. lustig genug. Alssie nämlich ertappt wurden, konnte Agamedeseben noch entfliehen, hieb aber noch vorher seinemFreunde, als langsamem Nachzügler — den Kopf
ab, um ihn von der verdienten Strafe zu retten.Allein auf der Stelle öffnete sich die Erde, und(Bravo !) verschlang auch diesen lebendig.
* Troppa (Hieronymus und Franz). Dererste, welcher auch irgendwo Mich. Angeln«genannt wird, war Ritter, und blühete gegendie Mitte des XVlll. Jahrh. Man hielt ihnfür einen Schüler des C. Maratti; wenigstenswar er ein glücklicher Nachahmer desselben. Der-selbe starb in jungen Jahren. Er arbeitete inOel und Fresco, zu Rom . Dort in St. Gia-como degli Penitenti wetteiferte er mit Roma-nelli. Ein ziemlich gutes Altarblatt von ihm fin-det sich auch zu St. Severino. Lanzi Lä. terr:.1 l. 201. Dann in der Königl. Kuiistkammer zuKopenhagen ein Merkur , der den Argus tödtet,und Apoll der den Marsyas schindet; beyde nenntman schon. Dann die Maria Magdalena , einBruststück, wunderschön; und endlich Johannesden Läufer, einen Petrus , und zwey gekrönte Poe-ten über Lebensgröße, denen man das Pradicat»unvergleichlich" giebt. Hander'« Beschreib.vonLopenbagen 1777. S. 9g. 101. Nach ihmhat P. Fariat das Bildniß des Kardinals Joh.Jac. Cavallerini gestochen, und V.D. Preißler, nachder Zeichnung von I. M. Preißler den oben er-
Troschel.., 1949
wähnten (weinenden) Petrus , und die beydenPoeten (deren einer singt, und der andere schreibt)in Schwarzkunst geschabt. ü^r'»L/er. Lra-rstn. S.auch den gleich ff. Art.
Troppa (Jacob). Tiri nennt, ohne Weite-res, einen Frescomaler dieses Namens, der aberwohl kein Anderer, als Einer der Obigen seynwird. Eben so heißt der Katalog von Paignon-Dijonval einen Maler, geb. zu Rom 1696., undführt nach ihm einen von D. D. Preißlergeschabt belorbeerten Mann an, der in dereinen Hand eine Feder, in der andern ein Buchhalt, was uns (s. den vorhergehnden Art.) aufsNeue beweist, daß unser Jacob mit dem Hie-ronymns Eine Person, und vielleicht jene beydenPoeten ebenfalls nur Einer sind.
* — — (Johann), wahrscheinlich aber kein
Anderer als Obiger, wird so genannt im Regi-ster zu Regnaulr de la Lande'« OatsloAue etc.kill Csbinet cis ch /Z. lls 8ilvsstrs (st. 1809 ),in dessen Kabinet sich Zeichnungen von einem sol«chen gefunden hätten.
* — — (Michael Angelus), s. oben die
Art. Hk'eron. und ^ranz Troppa.
* — — (Wilhelm). Nach ihm hat A. Bloo-
teling das Brustbild eines Lachenden, und R.Williams einen Knaben gestochen oder geschabt.
Trosby oder Throsby ( ). So heißt
bey Florist» V. 8 Zv. ein Englischer Maler zuAnfang des XIX. Jahrh., dessen Prospekte vonSchlößern, Klöstern, Landsitzen, kleinen Städtenund Dörfern in der Grafschaft Leicester (selüctVlsvvg ok k.elcsst«rs!iirc 4°-) sehr gefällig aus-geführt sind.
Troschel (Achatius), ein Schreib- und Re-chenmeister zu Nürnberg . Man kennt sei» Bild-niß (ohne Namen der Künstler) in zwey verschie-denen Drücken; mit: Xac. 27. und dann mit AI1687.
* — — (Jacob), der Sohn eines Com«
paßmachers. Panzer'« Aürnb. portr. l.24b. führen zwey Bildniße in 8 °. von ihm an.Das eine mit: 6 ebc>rn in Nürnberg ih 83 . 8 tsrbin Cracan 1624. Wird Mit und ohne: />./rorcüc/feclt gefunden ; das andere mit: / 4 .etat.82. (?) 1624. In einem derselben nennt er
sich: llictor. poll. Desjenigen von 1874. (?)welches das Diidnißverzeichniß am Schluße desLex. bemerkt, gedenkt man dort nicht.
* — — (Johann oder Hans). Malps
setzt seine Geburt zu Nürnberg um ihgs. an. Erwar der Bruder des obigen Johann. Eine schöneDarstellung des zu seiner Zeit neu erbauten be-rühmten Rathhauses zu Nürnberg , und, als The-sis, ein Bildniß Ferdinand ll. mit andern der-gleichen von Oestreichischen Fürsten umgeben (letz-teres nach A. Pomerancio), soll er schon vor sei-ner Reise nach Rom gestochen haben. Dannkennt man von ihm, nach Ebendemselben, dreyandere solche Thesen: Die eine dem KardinalMori; von Savoyen zugeeignet, mit den Bild-nißen der Päpste, Kaiser und Könige aus diesemHause; eine zweyte (schöne), dem Herzoge vonSavojen geweihet, mit dem abtrünnigen KaiserJulian , dem man ein — Sticrenherz zeigt,worinn sich ein — gekröntes Kreuz befindet; diedritte, an einem Prinzen Pignatelli gerichtet:Amorine in den Lüften, unten Figuren, derenEinige einem Jünglinge Königliche Kronen an-bieten, mit der artigen Jnnschrift: Liylvss sinkcc»n8lllo llixnsc. Dann von andern Blattern:Eine unbefleckte Empfängniß, nach B. C. Castelli;eine Minerva, welche einen Krieger gegen einenDrachen mit drey Köpfen anführt, nachM. Greurther; Verschiedenes nach S. Vouet, z. B- «inenGarten, wo man mehrere Sakyren um einen Lisch