Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1981
JPEG-Download
 

Valentin!.

im Bade; Bathseba im Bade; das Portrait desErbprinzen zur Lippe als einjähriges Kind in Le-bensgröße; das Portrait des hochsel. Fürsten zuPferde, etwa P hoch und 3 ^ breit. Diese beydenGemälde befinden sich ebenfalls im Schlosse. Seineübrigen Del - und viele Miniaturgemälde, die ertheils auf Reisen, theils zu Hause verfertigt hat,sind mehrentheils Portraite. Seit einigen Jah-ren hat er sich auch der Landschaflsmalerey be-flissen, wozu ihm die schönen Umgebungen Det-molds die malerischen Gegenstände darbieten. Vonihm, als Schriftsteller, s. das gelehrt. Deutsch­ land ." Wir geben diese (wahrscheinlich Selbst-)Biographie, wie wir sie empfangen haben. Va-lentins lebte noch 1809. Meusel III. Sein dortbemerktes Bildniß des H. von Pfeiffer hat Krügergestochen.

^Valentins (Peter). Dieser Maler lebte, wiewir irgendwo lesen, zu Anfang des XVIll. Jahr-hunderts zu Nom, und war ein Kapuziner. Nachihm gestochen hat B. Fariat das Bildniß einesungenannten Kardinals. Er selbst soll die Kutschedes Kardinals von Este auf sechs Blättern,nach Ciro Ferri (man traut dreymal seinenAugen kaum!) gectzr haben.

* von einem, oder nach ei-nem Künstler dieses Namens (kaum von dem Eben-genannten) kennt man auch 11. Blatt gcetzte Ver-zierungen.

( ). So heißt auch im .Almanach

öes 6esux-/Lrts 1805. ein damals lebender Stuk-katur-Arbeiter.

^ Valentins« (Sebastian de). Unter diesemNamen soll auch Sebastian du val irgendwoerscheinen.

* Valentins, von Orta. Ob von diesemKünstler des Lex. oder einem andern solchen Na-mens, will die Galerie zu pominersfelden einUrtheil Salomo's , Knieestuck ( 5 ^ 2" hoch, 6^ä" br.) besitzen.

So hieß auch ein Bildhauer, der un-ter den Künstlern erscheint, die 1406. an demDome zu Orvicto gearbeitet haben. Kwria delVuomo di Orvieto p. 2 g 5 -

Valentin»is (Jacob Franz Grimaldi Her-zog von). Von seinem Vater her, hieß er Ma-rignon und ererbte den Titel eines Grafen vonTborigny. Da er aber sich 1716. mit der Toch-ter des letzten Fürsten von Monaco und Herzogsvon valenrinois vermählte, so mußte er denNamen seines Schwiegervaters annehmen. Die5 u,ooo. Livr. jährlicher Renten, die er durch dieseHeirath erhielt, verwandte er größtentheils aufGemälde und andre Kunstsachcn. Man merkt an,baß er auf dem Todtbette (er starb 1751.2et.62.)von seinem Beichtvater beredet wurde, Gemäldefür mehr als 20,000 Livres am Werthe, zu ver-brennen, weil dieselben, wie solcher sagte, ärger-liche Bilder waren. Dem Könige von Frankreich hinterließ er zwey Brustbilder aus Marmor undMetall, von ausnehmender Schönheit. Heueshiftor. Handlep. 11 . Ulm 1786. 8°.

* valentinus s Valentin, valentini undValentins im Lex. sowohl als in gegenwärtigenZusätzen.

* valeriani (G-) s. gleich unten Joseph u.Dominicus valeriani.

* (Joseph) von Aquila, Jesuite, st.unter dem Pontificate Clemens Vlll. Sein Bildin St. Spirito di Sessia zu Rom , stellt die Ver-klärung dar. Besser aber sey seine Verkündigungin einer Kapelle al Giesu, mit sehr schönen Drap-perien von Scipio von Gaeta . Danrü Ld. rerr.1 I> 5 i 5 . Uebrigens bemerkt auch dieser valeria-

Valero. rtzgr

ni's frühere Nachahmung des PioMbo, nebst sei-ner etwas plumpen Zeichnung und finsterm Colo-rite. Seine Verkündigung hat I. Matham schöngestochen.

* valeriani (Joseph und Dominicus).Joseph ward 1742. als Theatermaler an denKaiser!. Hof nach St. Petersburg verschrieben,wo er auch große Plafonds für den Hof und be-sonders in die neuen Palläste ju Sarskoe-Selo undPeterhof , meist allegorische Vorstellungen malte.Er st. zu St. Petersburg 1761. Stabil,1, inMeusel's Miscell. 11 . 264. Richter'«Ruß. MisceU. III. 171. hier ohne Taufnamen.^5c. Nach ihnen gestochen, findet sich etwas indem Werke: 'stomdssux des Urilioes ere. czuiontkleuri dgns la Orande Lrela^ne. ^seinee^e Idee.So eben bemerkt uns ein Freund:In der ehe-maligen Birkenstockischen Sammlung zu Wien befanden sich von unsern beyden Künstlern gemein-schaftlich gemalt, vier aichicektonische Bilder ( 5 *7" hoch, 4 ' 8" br.) mit der Geschichte des Per-seus staffirt. Wohl iriig wird Dominicus, imArt. I. ZZ. Gran des Lex. Damianus genannt.Ein G. (Giuseppe?) valeriani (nicht unwahr-scheinlich der Unsrige) soll auch ein Blatt »achFra Joseph Pozzi (Kapelle und Altar des DomSzu Udine ) geetzt haben.

( ). Nicht unwahrscheinlich ein

Sohn eines der vorstehenden. Derselbe malteum 1800. in dem Michailowschen Schloße zuSt. Petersburg , und zwar in dem KaiserlichenThronsaal, die Decke mit zwey großen aber höchstmittelmäßigen Allegorien aus. Auch der Plafonddes Parade-Schlafzimmers der Kaiserin in diesemSchloße ist von ihm mit einem unverständlichen,mittelmäßigen allegorischen Gemälde verziert.Boy ebne das merkwürdigste Jahr meinesLebens 11 . 204. 212.

valerii s. unten valery.

valerio (Octavius), ein Spanischer Glas-maler aus der zweyten Hälfte des XVI. Jahr-hunderts, der um,57g. die Fenster der Cathedralezu Malaga mit geschmackvoller Arbeit zielte. Flo-rist» IV. 1888g.

( ). Ein Italiener, der i8iä. eine

Sammlung Wachsfiguren zu Dresden sehen ließ,machte in seiner Ankündigung vorzüglich auf eineGruppe aufmerksam, welche die Geburt Christi im Stalle zu Bethlehem darstellte, »und die(heißt esl" von einem Originale des berühmtenHrn. valerio abkopirt worden ist." Dresd-ner-Anzeiger auf 1812. S. l) 3 . Es ist dochwohl hierunter ein neuerer Künstler zu verstehen.

* valerins von Gstia. Lebte 100. I. vorChristo. Derselbe war einer der ersten Architekt«und Ingenieure seiner Zeit, der es erfand, dieAmphitheater zu decken, in welchen der AedilisLibo dem Römischen Volke Schauspiele gab.X/rUra (Kdi2. ter?.) I. 68. Dieser Schriftstel-ler bemerkt dabey, wie wenig uns von der Bau-kunst der Römer zur Zeit der Republik bekannt sey.

Valero (Don Christobal), ein SpanischerMaler aus Alboroye im Königreich Valenzia ge-bürtig, widmete sich anfänglich der Philosophie;allein ein unwiderstehlicher Hang zog ihn stetszur Kunst, daher er nach Rom reiste, und dortden Unterricht des Sebastian Conca genoß. Nachseiner Rückkehr nahm er zwar den geistlichen Standan, und lebte zu Valenzia, trieb aber die Male/rey unermüdet fort, und machte sich so berühmt,daß man ihn zum Direckor der Akademie von St.Barbara (nachwerts zum höher« Rang Der Aka-demie von St. Carlo erhoben) wählte. Alle seineGeschäfte und Pflichten erfüllte er mit gewissen-hafter Treu bis an seinen 1789. erfolgten Tod.Fiorillo IV. 4 v 9 -