1984 Valk.
valk (H. de). In dem Katalog des Lank-bavelschen Kabinets zu Zerbst (von Sruy),Zerbst 8°. S. 8Z. N°. 58 . rubrizirt man
von einem solchen ein in 1701. gemaltes Bildnißauf Kupfer (hoch 12" br. 1»") was einen vanBashysen als Studenten darstellt. Wir kennenauch ein Bildniß des Franecker-GotkesgelehrtenArn. Landreben, was W Jongmann sehr mittel-mäßig in 4to nach ihm gestochen hat.
— — (I.). Ein solcher heißt bey HemeckeII. ein Kunstverleger, z. B. von einer St. Bar-bara, nach Raphael.
— — (Leonhard), s. oben Gerard v.
— — (Peter), ein uns sonst unbekannterKünstler dieses Namens soll, nach F. Zucchero,die Zeit, welche die Wahrheit davon führt, ge-stochen haben. S. auch unten Derer valks,der jüngere.
* — — (Simon de). Irgendwo wird der-selbe, oder dann ein Anderer dieses Namens, einGoldschmied und Maler zu Leyden geheißen.
— — ( ). Nach einem Maler dieses Na-
mens kennt man auch ein Bildniß Christian Wolfs,ohne Bemerkung des Stechers.
* — — s. auch unten valks.
* valkaert (Werner van den), geb. nichtwie der leidige Basan (Lä. sec.) sagt um 1690.sondern nur 100. Jahre früher. In 1619. u. 20.kommt er in Koppenhagen vor. Dort sieht manauf der Universitätsbibliothek ein Gemälde vonihm, was Christi Verspottung darstellt, mit sei-nem Namen und dem Datum 1620. Andere Schil-dereyen dann in dem Königl. Sitze der Schloß-kirche zu Friedrichsburg. Weinrvl'chs Lunst-hlstorie t. Danemark S. 47 - 48 . Die vonihm selbst radirten-Blätter rubrizirt ein, wie esscheint ziemlich vollständiges vor uns liegendesVerzeichniß, in 11. Nummern. Nach eigner Erfin-dung, von ihm selbst gestochen, und mit 1612.datirt, nennen wir hier: Eine von Satyren über-raschte Venus; dann aber auch ein Abendmal,und: Den Tod, der einem alten Mann die Handreicht, der ebenfalls — mit einer Alten an derTafel sitzt. Nach ihm aber kennen wir aus einervon I. F. Leonart kl. 4 w geschabten Folge derzwölf ersten Römischen Kaiser, das Blatt N°. IV.;die übrigen sind nach andern Niederländern, alsRubens , C. van Harlem , G. Segers, H. Brüg-ge», A. Jansen, Morelsen, G. Honthort, M.Mirevelt u. s. f., denen (als den beßten der da-mals in den Niederlanden lebenden Maler) dieseKöpfe zum Wettstreit aufgegeben waren. Diemeisten oder alle der Originalgemälde hiervon,finden sich in der Königl. Sammlung zu Berlin .
valkenberg (Lübbert von), wurde 1672.vom Erzbischof von Cammerich zum Münzmeisterangenommen. Hirsch teutsches Rerchsmünz-Archiv VII. 91.
— — (Marx von), kömmt 1672. als Münz-meister des Bischofs von Speier vor. DieserFürst beschwerte sich damals seines Münzenswegen beym teutschen Reiche. Spies 1 . c.II. 169.
* valkenburg (Dirich), s. unten Theo-dor v.
— (D. K>). So nennt man einen Hol-ländischen Maler, ungefehr zu Ende des XVII.Jahrhunderts, nach welchem P. von Gunst dasBildniß des Arztes Bernhard Nieuwentydt's ge-stochen habe- S. Theodor oder Dirk valken-durg am Schlüsse.
V a l k e n b u r g.
* valkenburg (Egid. van), der im Lex. unterdem Art. H. von Borchk, seines Schülers erscheint,wahrscheinlich ein Sohn von einem der nachfol-genden Lucas oder Martin. Von deutschen Ga-lerien finden wir von ihm einzig im Katalog der-jenigen zu Salzthalum: Troja im Brand 8 ^ g"br., 4, 4 " hoch, vielleicht Nachbildung desjeni-gen von Martin, und Sannheribs Heer vonEngeln geschlagen, ein ganz kleines Bild.
* — — (Friederich van), wie man nun sicherglaubt, des nachfolgenden Lucas Sohn. Vonihm besitzt die einzige Galerie zu Wien zwey Bil-der: Einen volkreichen Jahrmarkt in einem Dorfe(ihgg.) und eine Bauernhochzeit (i 5 g 5 .). DiesesFriedrich von v. Bildniß hat G. F. (d. i. Fen-nizer) geschabt.
— (Heinrich van). In der HagenschenKunstsammlung zu Nürnberg befindet sicy von ihmein Bild, welches eine wahrend ihrer Belagerungin Flammen lodernde Stadt darstellt. Sein Leh-rer, A. Vassilachi (st. 1629.) war Schüler vonP. Caliari. Liporvsky.
* — — (Lucas und Martin van, der ältere).Den Unruhen in den Niederlanden entrannen siein Gesellschaft von Johann de Vries. Von Lu-cas wissen wir nicht viel Mehreres, als was dasLex. uns schon belehret. In 1697. arbeitete er zuNürnberg in der Behausung des berühmten Kunst-liebhabers Paul Praun, für welchen er einenSturm und eine Schlacht Grau in Grau gefer-tigt. Dort wollte er sich niederlassen, als er vondem Erzherzoge Matthias den Ruf nach Linz er-hielt, von wo er 1626. wieder nach Nürnberg zurückkehren wollte, aber auf der Reise dahin starb.Liporvsky. Dieser nennt noch, neben jenemSturm, in dem hintersten Zimmer der obern Ga-lerie im dasigen Ralhhause, eine Amazonenschlachtund eine Landschaft; aber beydes undeutlich, obvon ihm, oder von dem Bruder Martin. Die-ser , geb. zu Mecheln 1542. kam, nach seiner Fluchtgen Aachen u. s. f. endlich nach Frankfurt , undmalte dort die Menge Bildnisse sowohl als Ge-schichtliches ins Große und in Miniatur, wasbesonders von Niederländischen Kaufleuten mit vie-lem Beyfall aufgenommen wurde. Von seinerschöpferischen Einbildungskraft zeugen, nebenAndern, zwey Bilder, die sich noch zu Frankfurt befinden, deren eines nächtliche Fastnachtlustbar-keiten in einer Stadt auf offener Straße, dasandere den Sturm und Brand von Troja, beydemit unzähligen Figuren, in größter Wahrheitdarstellen. Eben so die vier Iahrszeiten; «wasaber Alles" (sagt der schlichte Hüsgen N. A. S. 77.) »für einen empfindlichen Kenner wenigerangenehm ist, als seine einzelnen Figureustücke,wie z. B. eine halb lebensgroße liegende Wollust,daS schönste Bild so ich von ihm gesehen, wohlgezeichnet und kolorirt, ganz einfach behandelt,und von wohl ordinirtem historischen Nebenwesennicht überladen, welches diesem Bild eine gewisseGröße giebt.'' In die erwähnte Jahrszeiten halle Georg Flegel die Besässe, Früchte und Blumensehr schön gefertigt. In andern deutschen Gale-rien finden sich von ihm: In der KK. zu W»eneine Flamändische Dorfkirmeß, kleines Bild aufHolz; und der Prospekt einer bergigten Gegendbey Schwanstadt in Oberöstreich, mit dem Falledes Draunfluffes, im Vorgrund ein Reisenderder von Räubern angefallen wird; dieß (-^ 7" br.
6" hoch, auf Leinwand. Von Lucas dannebenfalls die vier Jahrszeiten, 6^ 2" br., 3 ' 7"hoch, mit zahllosen. Figuren und reichen Fernen(1585—87. gemalt) und mit des Künstlers Mo-nogramm versehen, auf Leinwand; dann eine kleineBauernrauferey auf Holz; endlich eine Gegendbey Linz mit einer Hirschjagd, im Vorgrund einevornehme Person welche fischet (der ErzherzogMatthias, des Künstlers bekannter Gönner) mit