Band 
Zweyter Theil [4].
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2019
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Vau oder Veau.

Katalog von Brandes die meisten schön nennt.Auch seine Gattungsblätter sind gewöhnlich nursolche/ deren Figuren bloß zur Staffage derLandschaft dienen. Alle dieses hier herzuzählen/wäre ein von uns vielleicht nur schon zu oftgebrauchter Ueberfluß. Ein Verzeichniß meinessei. Vaters zählt an die 5 n. N°. auf. Ein 20.(wie wir hoffen die Vorzüglichsten) nennt RostVIII, 263 5 ). 6onf. den Catalog von paig-non-Dijo»lvaI. Auch in l'Heririer's: drirpssnovse sut minus coMitso (Carls 78^- fol.)finden sich Blätter, mit A. A. /e bezeich-net. Zufolge eines Blattes, signirt: pemtet ^rsvö psr /e /^ar«, muß er sich auch mitMaterey beschäftigt haben.

*van oder leveau (Ludwig le). Von dennähern Umständen des Lebens dieses berühmtenBaumeisters weiß man so gut, wie nichts. Destomehr ist er durch (das Beßte!) seine Werke be-kannt. Eine seiner ersten öffentlichen Arbeitenwar (i 653 .) das Schloß de Vaux. Bald aber(i 655 .) wagte er sich an Größeres, die Erwei«terung der für die Einwohner von St. Germainzu enge gewordenen Kirche St. Sulpice, zu wel-cher die Königin Anna den Grundstein legte,wo er aber bloß die Kapelle der H. Jungfraubis an die Korniche zu Ende brachte, so daßKenner sehr bedauern, daß er nicht wenigstenseinen allgemeinen Entwurf für's Ganze fertigte,der seinen Nacyfolgern an dieser Baute zur Leitungdienen konnte. Hiernächst nennt d'Argensvtlle(II. 376. u. s. f.) von ihm, als eines seiner vor-nehmsten Werke, das Hotel Lamberl in der InselSr. Louis, u. a. deren zum Theil schon das Lex.Erwähnung thut. Dann (1660.) einige Verän-derungen an dem alten Schlosse von Vincennes ,und (166).) an den Tuilerien, welche letztembesonders von seinen großen Einsichten zeugten,aber immerhin etwas Gigantisches an sich tragen.Noch wird von d'ArgensviUe auch des SchlossesRincy und des College des Quatre Nativns(einer der schönsten unter Ludwig XIV. errich-teten Bauten) Erwähnung gethan, an welchenseine beyden vornehmsten Schüler Lamberr undd'Orbax bedeutenden Antheil nahmen. Auch beyMlllZia heißt es von dem Unirigen:Derselbebesaß die nöthigen Talente für seine Kunst imvollsten Grade, und übte sie mit solcher Beharrlich-keit aas, daß er die größten Dinge zustandbrin-gen konnte". Neben dem schon im Lex. bemerk,ren werden hier noch die Palläste Lionne und Fou<quet, und dann ebenfalls die neue Kirche St.Sulpice, als nach seiner Zeichnung erbauet,genannt, und in ihren Schönheiten und Fehlernbeurtheilt; wo dann namentlich die letztgedachteKirche im Verfolg allerley Veränderungen erlitt,und zumal einen Ueberfluß von Verzierungen er-hielt, die dem Werth des Ganzen nicht wenigNachtheil brachten. Bloß angefangene Arbeitenvon ihm vollendete, nach seinem Tod, sein vor-genannter Schüler, Fcaii; d'Orbay, der z. B.dem von seinem Meister erbauten, schon erwähn-ten College des quatre Nalions noch die Kirchedieses Namens hinzufügte. Gestochen nach ihmkennt man die mehrern seiner genannten Bauten,von I. Marot Vater und Sohn. Den Aufrißseines, auf Colbert's Befehl, gefertigten Ent-wurfes eines Hauptportals für die Kirche St.Eustache , hat der Zweybrücksche Baumeister Patteaus zwey Blättern geliefert.

* s. auch Devaux und vaux im Lex.und unken.

Vavasseur-Desperrieres ( ). So

hieß ein Architekt, der in -7/3. den ExpertsEntrepreneurs der zweyten Colonne einverleibtwurde. Ob es derselbe, oder etwa dessenSohn sey, der noch im ^lmsnscli lies Deoux-^rts 1805. als ein damals zu Paris lebenderBaumeister genannt wird?

Vauchelet. 2019

vauban (Sebastian de) oder Sebastian leprestre de vauban. Dieser weltberühmte Kriegs-baumeister, der 35 . ganz neue Festungen erbaute,5 oo. solcher ausbesserte und 55 . Belagerungenleitete, war nicht von allzu hoher Herkunft, undwurde in dem kändchen Nivernois gebohren. Ergab Einiges in Druck und st. 1707 , alt 76. I. alsRitter der Königlichen Orden, Gouverneur derCitadelle zu Ryssel und Marschal von Frankreich .Der bekannte Fontcnelle hielt seine Lobrede inder Akademie der Wissenschaften. Sein Bildnißhat S. Bernard nach F. de Troy geschabt.

vaucanson ( ), ein berühmter Mecha-

niker, st. 1785. Vorzüglich wurde er durch seineausnehmend künstlichen Automate bekannt. Da-hin gehören z. B. ein sitzender Flötenspieler; einstehenderFlageoletbläser, der mit der Rechten zu-gleich die Trommel schlägt; eine Ente vonMessing, die gleich einer lebendigen Ente dieFlügel bewegt, zsie ausbreitet, zusammenzieht,damit schlägt, den Hals auf verschiedene Artausstreckt, schnattert, schreyt, Wasser säuft,vorgehaltene Körner mit dem Schnabel aufnimmt,herunterschluckt und noch einiger Zeit (anschei-nend verdaut) als Koch von sich giebt. Erzeigte diese Automate zuerst 1708. in Paris ;dann kamen sie in die Hände einer Gesellschaftdie sie in der Mitte des XVIII. Jahrh, in Eu-ropa für Geld sehen ließen, welche darauf zu Nürn-berg in Versatz für 5 ooo. fi. und endlich 1780. für1800. fl. in die Hände des Hofrath Beireiö in Helm-städt Miethen, der sie durch die Mechaniker,Gebrüder Bischof in Nürnberg , mit bedeutendenKosten wieder herstellen ließ, und bey dessen Er-ben sie, zu Mühlhausen in Thüringen , noch 1816.zum Verkaufe standen. In einer Schrift: 1 -sMecanisms llu kluteur outomate etc. 4°.Carls 1738. hat vaucansön selbst jene drey An-komme beschrieben, und, nach H.Gravelots Zeich-nung, durch Divares siechen lassen. Eine deutsche Uebersetzung davon mit Kupfern, erschien 1748.7 >°. Weit nützlicher aber, ist seine Seidenmühledie er zu Aubenes und andern Orten einführte;dann sein Stuhl auf dem ein Kind die schönstensogenannten Lyoner-Zeuge fertigen kann, u. s. f.Llchrenberg Magazin für Obxirk und (Ja-rurgesch. B- II- St. 1 . S- 240. u. a. O. m.

( ). So hieß auch (viel-

leicht ein Nachkömmling des Obigen) um r8n).ein mechanischer (ob auch bildender?) Künstlerzu Paris , der für dos Gewebe der Dasselices inder Gobelin - Manufaktur zu Paris neue Verbes-serungen an den Stühlen anzubringen gewußt,welche dem damals dort anwesenden Papste vor-gewiesen wurden. äVouu. ci. ^,-ts IV. 121.

vaujchelejr (August), geb. 1792 , vielleichtein Sohn des unten folgenden Chefs einer Fab-ricke von Malerey auf Sammt. Derselbe zeigte vonfrüher Jugend a» eine» entschiedenen Geschmackfür die zeichnenden Künste, und besonders fürdie Baukunst. Sein Vater gab ihn den HH.Percier und Fontaine (0. k. Daudoycr) zum Un-terricht, und dieses mit solchem Erfolge, daß derfünfzehn und ein halb jährige Jüngling die Auf-munterungsmedaille und seither noch acht andereerhielt. Er war noch erst sechszchn ein halb Jahralt, als die Klasse der schönen Künste ihn zumConcurs für den großen Preis, der nach Rom führt, zuließ, und siebzehn ein halb Jahr, als sieihm eben so die Ehre des Concurses für einender großen Archikeclurprcise bewilligte, dessen Ge-genstand eine Börse für eine Seestadt vom erstenRange war, wo er einstimmig den zweytenPreis erhielt, was bisher in solcher Jugendunerhört war. Diese Ehre wiederfuhr ihm am0 . Oct. i8ic>. und den 6. Nov starb der hof-nungsvolle Künstler an einer zweytagigen Brust-entzündung, die er sich durch allzu anhaltendeArbeit zugezogen hakte. Von seinen Eltern an-