Band 
Zweyter Theil [4].
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2075
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Veneziano.

renk/ i5öo. nach Rapbael oder Johann daUdme.

166. Das mit Akantblättern umgebene Geschirr,nach einer Antike in St. Agnes außer den Mauern.Ohne Zeichen.

16778. Zwölf antike Vasen von Erz oderMarmor, i 55 oZi.

179. Die Akantblätter, nach einer Antike in St. Sylvester . Ungewiß.

180. Eine Verzierung mit Laubwerk, nach einerAntike Ebendaselbst. Ungewiß.

181. Verzierungen, nach d. Antike. Ungewiß.

182. Ein anderes solches Blatt, nach Raphael.

i8ä. Ein drittes, nach einem Anonymus, 1621.

184. Ein viertes mit grottesken Verzierungen,wieder nach Raphael.

185 86. Zwey andere, wahrscheinlich nach An-tiken. Ungewiß.

187206. Zwanzig dergleichen, nachRaphaeloder wenigstens nach Johann da Udine. Zweyedarunter von einem I. ss. Sie sind nummerirt*).

207. Noch befinden sich unter M. Anrons Ko-pien nach Dürer ein Blatt (Grablegung), wel-ches von Einigen dem Unsrigen zugeschrieben wird.

Unter diesen 207 Nummern sind an die70 theils sicher, theils wahrscheinlich nach Ra-phael**), die mehrern übrigen nach B. Bandi-nelli, M. A Vnonaron , I»I. s)lpl, und F.Francia. Eines nach A- del Sareo, und einesnach Tizian . Manche bloße Kopien nach Blat-tern seines Meisters, manch andere nach Antiken,«i»ige wohl auch nach eigener Erfindung. Wenndas Lexik, von i 5 o Blattern spricht, welche dasWerk des Unsrigen ausmachen, so sind dort dievielen wohl nicht gezahlt, die oben von dem äu-ßerst sorgfältigen Barrsch als unsicher angegebensind. Lonk. übrigens mit obigem Verzeichnisse,die ebenfalls reichhaltigen, und mehr und mindersorgfältigen bey Heinecke viction. ä'^rtisr. I.bo 5 . u. ff. ***) Rost III. loi 11Z. Der sonstoft so beachtenswerthe Gandellim, und vollendsBasan und Malpö s. V. ^»Austin kommen hierin keine Betrachtung. Ein Verzeichniß meines sel.Vaters will von Augustin auch einen Triumph desBacchus nach Polpdoro (vielleicht oben Nr. 45 .)kennen.

Veneziano. 2075

Rost I. c. 112 spricht von einer Sammlungvon 48 Blättern von Augustin die zuerst 1669 zuRom (also ein Posthumuin) erschienen seyen, undzum Titel trugen: lilustrium virorum ut ex-tsnt in urbe expressi vultus: ssormis ^ut,chakreri. Dann spater von Achilles Skatius mitvier Blättern vermehrt herausgegeben, und auchso zum drittenmal 1648 (pstavii »p, Nattiiwum'Lolsettsm cle La-loriniz). Der Titel dieser letz-ter» lautet ausdrücklich: Illustrium virorum innrbs vultus caelo Veneti. Die erste

Sammlung fängt mit dem Brustbild Heraklits ,die folgende mit demjenigen eines Ungenanntenan, und alle drey endigen mit dem Brustbildsdes Janus, Die Unwjchtigkeit eines solchen Mach-werks kann man schon hieraus ermessen.

Lieber bemerken wir ebenfalls nach Rost I. c.101. das Werk unsers Künstlers (zumal in gutenDrücken) sey eines der schwersten zu ergänzen.»Die Blätter dieser ersten Stecher" (wird dannsehr richtig hinzugesetzt) »waren fast alle in dieHände der Maler u. a. Künstler gelangt, da dieAnzahl der übrigen Dilettanten damals noch sehrgeringe war; daher wurden die guten Drücke, inden Händen der erster», meist schlecht erhalten.Hierzu kam noch die Gewinnsucht der Kupferstich-händler, welche, da diese Blätter Abgang fanden,die Platten mehrmals aufstechen ließe», so daßdie jüngern Abdrücke mit den ältern kaum mehrAehnlichkeit hatten. Schließlich bemerken wirnoch, daß sich auch eine Schaumünze auf PercrAretin , mit dem Monogramm (^. V ) bezeichnet,finde. S. Köhler XVI. 194. Ob aber diesMonogramm auf den Unsrigen zu beziehen sey,ist noch die Frage.

* veneziano (Bonifacius ) , welcher imLexik, unter Bembi erscheint. Allein FiorrlloII. 106. meint, jenes habe ihn mit dem Bonifa-cius Bembi von Eremona verwechselt, und Za-gste« und Morelli machen ihn zu einem Vero-neser, was denn auch Lanzi (Lst. terr.) III.117. annimmt. Nach Zanerri st. derselbe 62 I.alt, i 55 ö; und dieser Kunstrichter urtheilt vonihm, er müsse als einer der glücklichsten Geisterder venezianischen Schule betrachtet werden, der,von der Natur ausgezeichnet begabt, die Kunstder großen Meister erkannt, und bald den einen,bald den andern nachzuahmen gewußt habe, da-her man ihn auch bald zu einem Schüler von

k) Look. Heinecke II. Z4647.

"S) vasari bemerkt, daß von dem Unsrigen und Marc von Ravenna (freylich ihren großen Meister, M. Antonan die Spitze gestellt) so gut als Alles, was Raphael gemalt oder gezeichnet habe, in Kupfer gebrachtworden.

Ebenfalls Heinecke (Nachrichten I- und II.) in seiner Litteratur der Blätter nach Raphael führtnoch, neben dem Obigen, von unserm Augustin folgendes an:

1) Eine Gruppe aus der Schule von Athen, wo Ppthagvras in den Evangelisten Matthäus , und eine andereFigur in einen Engel verwandelt ist. 1524. Lonk. oben Nr. -zi.

2) Die Landung der Sarazenen zu Sstia.

3) Alexander und Rorane. (Auch nach vasari's Behauptung).

4) Die Versammlung der Götter wegen Psyche und Cupido. (Dies gemeinschaftlich mit Marc von Ra-venna). Nach vasari's Zeugniß.

5) Der erste Gedanke vom Hochzeitfeste der Psyche- Wieder von Augustin und Marco. Doch unsicher.

6) Apollo auf seinem Wage» mit vier Pferden.

7) Die Vorsehung: Laus-ruin coglliuo.

8) Die Messerschlacht.

9) Der antik gekleidete Mann, unter dem Lorbeerbaum zwischen zwey Weibern.

,0) Der Schäfer auf dem Boden sitzend, der seine Schäferin liebkost.

11) Die Frau ohne Kleider, die sich eine» Dorn aus dem Fuße zieht.

Indessen bescheiden wir uns gerne, daß überhaupt bey dieser ganzen Litteratur des Unsrigen der Genauig-keit von Sartsch der weit größte Glaube bepzumeffen sey, so wie daneben einige der so eben nach Heineckeangeführten sich leicht, nur unter verschiedenen Benennungen, auch unter den 207 Num. nach Sartschbefinden mögen.