Verstier.
vestrer ( ). So heißt auch in beyden der
oben gedachten Almanachs ein zu Paris lebenderBildhauer, von welchem, schon in dem erste» der-selben, die Rüe des Colonnes, nahe beym TheaterFeydeau, als eine seiner Bauten angeführt wird.
* Veliner (Andreas), der im Lex. unterdem Art. seines Vaters, des nachfolgenden Ge-org Wilhelms erscheint, geb. zu Nürnberg 1707.(nicht 1712.) zu Nürnberg , und gest. 1764. Un-ter seinem Vater arbeitete er von 1720. bis 1726.als Schüler, und von da an, bis an dessen Tod,als »Compagnon" (Geselle, oder Mikgehülfe?)desselben, so daß er wohl die meisten Stücke,welche unter seines Vaters Namen erschienen wa-ren, mag gefertigt haben. Auch war er eben so, wiesein Vater, Churfürst!. Bayer'scher und BischöflichMrjburgischer Hof-und Kammerrath, auch derStadt Nürnberg angenommener Medailleur, und( was das Beßre ist) ein wirklich geschickter Mann.Samml. der. Medailleurs. S. 129. Dort steheausführlich die Citaten über den Vater und Sohn,und die Arbeiten derselben; und ein genaues Ver-zeichniß ihrer Schaupfenninge in der Vorrede zuB. IV. von Lochner's Sammlung merkwür-diger Medaillen.
* -(Georg Wilhelm ), eines Lebküchners
Sohn. Dieser Beruf seines Vaters brachte ihmden Geschmack am Formschneiden bey, was ihnbann späterhin auf seine eigentliche Kunst leitete.Schon im 1701. befand er sich in Diensten desBischofs von Chur . Vocationen nach Berlin undWeimar schlug er 1704. ab, und nahm dafür die-jenige eines Medailleurs der Stadt Nürnberg an.Dort wollte er, neben seiner Kunst, auch die Leb-kucherei treiben, was ihm aber der Münzwara-dein Lauster (wohl nicht ganz ohne Grund) nichtgestatten wollte. In 1728. erhielt er aber dasKaiser!. Privilegium, Schaupfenninge in seinemHause prägen zu dürfen, und gab nun die Lebku-cherei vollends auf. Schon 1720. wurde er Bi-schöflich-Würzburgischer, und 1732. Kurbayer'scherHof-und Kammer-Medailleur. Ebenso wohl,als Falz, besaß er die Kunst, erhoben in Stahlzu schneiden. Seine praktische Kunst überhauptmochte wirklich bedeutend seyn. Von seinemGeschmack ist dafür desto weniger Rühmens zumachen. Eine Hochgähnen erweckende Biographievon ihm s. in der Vorrede zu Lochner's Samml.merkrv. Medaillen Th. I V. und auf dem Titel-blatt eine seiner beßten Schaumünzen auf den Mark-grafen von Brandenburg , Friedrich Wilhelm.Des C- A. In, Hof Nürnbergisches Münz-kabiner I. Abthl. 2. Nürnberg . 1782. 4. G. 93b.rubriziert auf ihn eine einseitige große Medaillevon 1702., nnd zwei einseitige poussierte Medaillenohne Jahr und Umschrift.
vestri (Marc), ein Künstler des vorigenJahrhunderts, nach dessen Zeichnung Carl Gre-gor! einen Grafen Durantes Duranti zu Brescia ,in 4°. gestochen hat.
vestrieck (Heinrich), ein Glockengießer zuKopenhagen , der dort 16-47—49-ein Glockenspielfür eine Kirche goß. ?. U. LM»i«5 Inscrlpr.llsknicnse-j. Hakn. 1668. - 4 "- S- 142.
vesuglia oder vasuglia (Johann Do-minic), ein Bildhauer von Carrara , der im zweytenViertheil des XVI. Jahrhunderts an dem Dom-bau zu Orvieto bedienstet war. Eine Tochter vonihm hatte Franz Mosca, genannt Moschino,zum Ehegatten. Xtorr'a ck. Dr-ouro är Orureto.S. l 47 . 383 .
verrajo (Joh. Franz Bembo genannt),gebürtig von Cremona , soll vetraro heißen,wie er auch im Lex. selber (im Art. von Job.
v) Dieß thut schon vasart, und nennt den vetraro
Vetter. zon
Bapr. Lainbi) richtiger genannt ist; ein Brudervon Bonifacius Bembo, aus welchem und demUnsrigen das Lex. irrig zwey verschiedene Künstlermacht*), verraro arbeitete noch i 52 ä. Daßdieser (wie es sich nun mit jenem Mißverständnisseimmer verhalten mag) sich im untern Italien mußaufgehalten haben, erhellet, nach Lanzi (Lll.ters.) IV. 127 s. v. Bembo, aus dem Styleines Bildes desselben in St. Cosmus und Dä-mmn zu Cremona , welches vorgemeldtes Datumträgt. „Denn (sagt er)'' in Cremona und derUmgegend hab' ich nichts von ähnlichem Ge-schmacke gefunden. Kaum ist noch etwas von derältern Weise darin zu bemerken, selbst nicht soviel als in einigen Werken des Fra Barlholomeodella Porta, dem er im Colorite viel gleichet,in den Figuren und der Drappirung aber unterihm steht. Auch noch anderwerks in den Kirchenund Gallerten sieht man Arbeiten von ihm, ausdenen erhellet, daß erzu denjenigen gehörte, welchedie Manier in der Lombardie zu vergrößern sichmüheten".
*verr (Joh. de) s. Meer im Lex. undkünftig.
verrel ( ), ein Bildhauer, der 1733.
den hohen Altar der Magnikirche zu Braunschweig vollendete, welchen der Bildhauer Jenner 1730.angefangen hatte. Ribbentrop Beschreib,von Braunschrveig. l. 127.
verrer (Carl Gvttlieb) ein Glasschneider zuDresden 1812. Dresdner Adreßkalender1812.
— — (Christoph Ludwig) Jngenieurlieuke-nant in Anspachischen Diensten und zugleich dortOber-Marsch-Commissariats-Verweser 1796 ,vermuthlich ein Sohn des unten folgenden JohannJmmanuel.
— — (C.) radkrte zu des G. «t. Mar-tins: Heu - ausgeführter Europäischer In-genieur. Nürnberg 1687. qu. 8". das schlecht«Titelkupfer.
— — (Eucharius und Martin), zwei Zim-mer- und Baumeister zu Coburg 1618.
— — (Johann Georg), ein Ingenieur und
Geometer in Diensten des Markgrafen von An-spach, der, auf Befehl seines Herrn, dessen gan-zes Land aufnehmen mußte. Seine Karten wur-den sodann, nach einem größer» (in 12 Regalbo-gen) und kleinern (4 Med. Bogen) Maaßstabevon Mich. Kauffer gestochen. Die Verzierungenan beiden stach aber I. W. Windter, nach desI. C. Sperlings Zeichnung. Man hat obigeKarten auch auf einen einzigen Bogen von Joh.Georg Hager reducirt, und von A. Reinhardt1749 - Frankfurt gestochen, verrer gab (An-spach 1/35.) einen Clavis oder alphabetisches Re-gister zu gedachten Karten, und starb zu Anspach1745 . Sein Lehrer war ein gewisser Maler,Geometer der Stadt Schwäbisch - Hall , der dasGebiet dieser Stadt ebenfalls sehr gut aufgenom-men und gezeichnet hakte. Haubers Historieder Land-Darren, Ulm 1724. 8°. S. 81 <t.
G. Müller's Aürnbergische Kupferstiche.Nürnb. 1791. 4°. S. 11. Schad'« Oinaco-rheck, Nürnb. und Leipzig 1793.80. <Z. ioc>. 211.
— — (Johann Jmmanuel), Artillerie-und Jngenieurmajor in Anspachischen Diensten,auch Artillerie-Oberstlieutenant des fränkischenKreises, und öffentlicher Lehrer der praktischenMathematick zu Erlangen in 179b. vielleicht einSohn des vorstehenden Johann Georg. Ver-muthlich ist er derjenige.... verrer, nach dessenZeichnung I. S- Lettner eine Vignette zu des I. I.
im Leben des polydor -i Lnravaggio.
Oooooooooooo