über die Entwickelung und Lebensdauer der Injusionslhiere . 11
Am 20 stcn fanden sich im Glase 1 gröfseres und 2 kleinere Individuendieser Thierform. Das gröfsere ist in der Queertheilung begriffen und es istoffenbar, dafs in der Nacht eine doppelte Queertheilung statt gefunden.Alle Thierchen sind von den verschluckten grünen Monaden im Innerngrünlich.
Am 2 I st “ ist keine Veränderung sichtbar.
Am 22 sten . Es finden sich 12 Stück lebende Thiere.
An den folgenden Tagen war die Anzahl der Individuen plötzlich soansehnlich und immer stärker vermehrt, dafs alle Zählung aufhören mufste,mithin keine Sicherheit mehr war ob die Stammthiere noch weiter fortgelebthatten, und die Beobachtung wurde defshalb geschlossen.
Am 30 stcn November fanden sich nur noch 4 lebende Individuen indemselben Glase, alle übrigen waren erstorben, und auch diese starben beisichtbarer chemischer Veränderung des Wassers. Daher läfst sich aus demunter diesen Verhältnissen erfolgten Tode kein Schlufs auf die wahre Lebens-dauer machen.
Ein Rückblick auf die beiden Beobachtungsreihen bei polygastrischenInfusorien ergiebt, dafs in der ersteren dieselben durch queere Selbsttheilungdreimal gespaltenen Individuen 10 Tage lang mit völliger Sicherheit beob-achtet wurden. Die Lebensdauer der Stylonychia ist 9 Tage lang beobachtetworden. Junge Thiere, welche aus Eiern entstanden wären, sind dabei nichtvorgekommen, auch sind die übrigen bei denselben in anderen VerhältnissenVon mir beobachteten Fortpflanzungsarten durch Gemmen und Längstheilungnicht gleichzeitig beobachtet worden und ihr vielleicht doch hin und wiedergemeinschaftliches Auftreten bedingt wahrscheinlich eine weit fruchtbarereVermehrung. Wenn aber bei Faramaecium Aurelia in 24 Stunden (vom19 ,en zum 20 slen November) aus einem Individuum 8 durch Queertheilungentstehen können und bei Stylonychia Mytilus (wie vom 21 slen zum 22 ste ” No-vember) in derselben Zeit aus 3 Individuen 12 werden können, so ist jeneeinzige Vermehrungsart der polygastrischen Infusorien an sich möglicherweiseschon weit productiver als die ganze Vermehrung der Räderthierchen, welchesich allein auf Eierbildung beschränkt, und dennoch schon die aller übrigenThiere an Productivität übertrifft.
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