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Ehrenbekg
Übersicht der gewonnenen Hauptresultate.
1. Bei den Infusorien waltet, so weit wir die gesammte organische Naturbis jetzt erkennen, die gröfste zeugende Kraft.
2. Die Lebensdauer einzelner Individuen der Infusionsthiere übersteigtbei Räderthieren 18 Tage, und erstreckt sich bei den vielmagigen Infusorienauf eine ganz ähnliche Zeit, wahrscheinlich ist sie aber noch bedeutend länger.
3. In wenigen Tagen können durch gewöhnliche Eibildung und TheilungMillionen von Infusorien erzeugt werden. Directe Beobachtung giebt beiRäderthieren die Möglichkeit der Entwicklung der ersten Million Individuenaus einem einzigen Thiere in 10 aufeinanderfolgenden Tagen, am ll tc “ Tageder von 4, am 12 ten der von 16 Millionen u. s. w. Bei den vielmagigen In-fusorien giebt directe Beobachtung die Möglichkeit der ersten Million schonam 7 len Tage, und Wahrscheinlichkeit zuweilen noch mehr begünstigenderUmstände erlaubt bei den letzteren die Möglichkeit der Entwicklung derersten Million in noch viel geringerer Zeit zu vermuthen.
4. Gute reichliche Nahrung ist eine Hauptbedingung zu rascher Vermeh-rung bei den Infusorien; karge Nahrung beschränkt ihre Vermehrung.
5. Zur Erklärung der Entstehung zahlloser Mengen von Infusorien inhöchst kurzer Zeit bedarf es keiner Generatio primiliva mehr, und wenn inmeinem letzt vorhergegangenen Vortrage über die Infusorien die Generatioprimitiva bis auf die Bildung der Eier zurückgewiesen wurde, so nöthigendiese neuesten Beobachtungen ihr auch diesen Stützpunkt zu entziehen, in-dem sie nun als eine unnöthige, dui'ch keine sichere Beobachtung erwieseneHypothese erscheint.
II.
Von den Augen der Infusionsthiere und deren Entdeckung beiArten d,er Gattung Monas von Müller.
Als ich im vorigen Jahre die Ehre hatte der Akademie in einem Vor-trage die Structur der Infusionsthiere zu erläutern, habe ich schon vielfachvon Augen bei den Räderthierchen zu sprechen Gelegenheit genommen undsogar dieselben zu einem Haupteintheilungsgrunde für die Systematik benutzt.
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