Ehrenberg
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Meine weiteren Nachforschungen nach den Augenspuren bei polyga-strischen Infusorien sind auf eine sehr überraschende Weise noch fruchtbarergeworden. Anstatt nämlich als erwartetes Resultat zu ergeben, dafs die Fa-milien der Darm und Bewegungsorgane mehrfacher Art führenden gröfserenFormen auch eine gröfsere Verbreitung dieser bisher vielleicht nur überse-henen Organe bemerken lassen würden, sobald eine directe ernstere Nach-forschung geschehe, habe ich doch bei den gröfseren Formen bisher sie,aufser bei der einzigen schon genannten Ophryoglena flaviccins, nicht wahr-nehmen können; glücklicher war ich vielmehr bei den kleinsten Formen.Die Familie der Monaden besitzt deutlich diese Organe bei zwei ihrer For-men und um sogleich den Parallelismus der beiden Ordnungen der Infusorien,wie ich sie festgestellt habe, auch in dieser Beziehung in der Wirklichkeit zubestätigen, fand ich auch eine Form der schaalentragenden Monaden ( Cry -plomonades) mit deutlichem Auge. Durch diesen neuen Character bildensich aus den Monaden zwei neue Gattungen. Die Gattung Microglena (Augen-monade) enthält Thierchen von Linie im Durchmesser mit deutlichemAugenpunkte. Ich kenne bis heut zwei Arten dieser Gattung, die ich M.monadina (die schwimmende) und volvocina (die wälzende) nenne. Dieerstere Form ist die kleinste und sie hat genau die Gröfsen- und Form-Verhältnisse, ja sogar auch die schöngrüne Farbe der Monas pulvisculus , mitder sie wohl von allen Beobachtern, wie von mir selbst, verwechselt wordenist. Sie lebt eben so gesellig als jene, und bildet eine Form der priestley-schen grünen Materie. Die gröfsten Individuen erreichen -jL Linie. Dieandere Art ist oft -L3 einer Linie grofs, hat nicht die schwimmende Bewe-gungsart der Monaden, sondern die wälzende des Volvosc und ihre gröfstenIndividuen erreichen -L einer Linie im Durchmesser. Sie ist ebenfalls grün,aber nicht länglich wie jene, sondern mehr kugelrund, und in ihrem Um-kreise erscheint sie mit einem röthlichen, oft schönrothen Ringe, welcherseinen Grund nicht in einer Färbung, sondern wahrscheinlich in der Licht-brechung hat, die vielleicht durch sehr zarte und dichte Behaarung des Thier-chens bedingt ist. Diese sonderbare, sehr angenehme Erscheinung verdientauch in optischer Hinsicht weitere Aufmerksamkeit.
Die schon berührte den schaaltragenden Monaden ( Cryptomonadina )angehörige Form, an der ich Augen erkannt habe, ist unter den kleinerenbei weitem die schönste. Ihr schöngrüner Leib, ihre crystallhelle Schaale