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über die Entwickelung und Lebensdauer der Infusionslhiere. l7
sehr ansehnliche Form beobachtet, welche auf vorliegender Tafel unter demNamen Amblyophis viridis dargestellt ist. Von der anderen Gattung kenneich bereits drei Arten. Die erste Art fand ich in Arabien in Tor am Sinai ,und habe sie schon in meinen früheren Mittheilungen als Distigrna Planariaaufgeführt, die zweite und dritte Form leben bei Berlin und wurden vonmir erst neuerlich entdeckt. Ich habe sie als Distigrna Proteus und virideauf vorliegender Tafel abgebildet. In derselben Gattung bildet vielleichtEnchelys punctifera von Müller eine vierte Art. Nach erneuter Beobach-tung und Feststellung der genannten Formen habe ich späterhin auch in derFamilie der Kolpodeen oder der der vielmagigen Darminfusorien, welchekeine der beiden Darmöffnungen am Ende des Körpers führen, eine bekannteForm mit deutlichem Auge entdeckt. Ich habe dieselbe unter dem eigenenGattungsnamen Ophryoglena flavicans (gelbliches Wimperauge) abgebildet.Ferner habe ich auch in der Familie der Epitrichen, oder der der vielmagi-gen, darmlosen Infusorien, welche einen behaarten Körper haben, eine mitAugen versehene Form aufgefunden. Diese Infusorienform ist ebenfalls nochunbeschrieben, wnrde aber von mir und wahrscheinlich von allen früherenBeobachtern mit Pandorina Morum (Volvox Morum Müller) verwechselt;weniger genaue Beobachter hielten sie auch wohl für Volvox Globator. Ichfand sie im Bassin des Thiergartens in diesem Frühjahre zwischen Conferven.Ganz übereinstimmend mit derselben Form ist, wie ich aus meiner im Ural gemachten Zeichnung ersehe, das Thierchen, welches ich als PandorinaMorum: aus Kyschtym zweifelhaft in meinem Verzeichnifs der russischenInfusorien aufgeführt habe, und ich bin der Meinung, dafs ich damals dasgar nicht vermuthete Auge nur übersehen hatte. Der Körper besteht auseiner gallertigen, wasserhellen Kugel, in welcher eine gewisse Anzahl vonkugelförmigen, grüngefärbten Thieren eingeschlossen ist, deren jedes einschönrothes, rundes, aber kleines Auge zeigt und eine einfache, lange, wir-belnde oder stützende Wimper durch die wasserhelle Hülle heraussehenläfst. Das Wirbeln sieht man sehr deutlich, sobald man eine feine, trü-bende Substanz zum Wasser thut. Diesem Thierchen, welches eins derschönsten Infusorien ist, habe ich den Gattungsnamen Eudorina gegeben,in Rücksicht auf die nahverwandte augenlose Gattung Pandorina. Die ein-zige mir bekannte Species habe ich Eudorina Argus (schöngrüne Augenkugel)genannt.
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