51
über die Entwickelung und Lebensdauer der Infusionsthiere .
Zu den Reihenzahnigen gehören endlich die Gattungen Ptj-guravon den nackten ganzrandigen, und Megalotroclia von den nacktengelappten Einräderthieren, und die Gattung Melicerta von den ge-panzerten.
So angenehm es nun, nach Darlegung dieses Details, erscheinenkönnte, diese kleinen, gleichsam aus der Unterwelt und aus einem Schatten-reiche zu uns herauf gezogenen Organismen, ganz den Säugethieren gleich,nach ihren Kauorganen klassificiren zu können, so unterlasse ich doch nichtaus folgenden Gründen, gegen die Anwendung dieses Eintheilungsprincipseinige Einwendungen zu machen.
Erstlich nämlich würde man, um den Character der Gattung sicher zuerforschen, immer das beobachtete Thier tödten und zerstören müssen, dennohne Druck und Zerquetschen der weichen Theile werden die Zähne nichtso deutlich sichtbar, dafs man ihr Verhältnifs und ihre Zahl richtig beobach-ten könnte. Zweitens haben meine Beobachtungen ergeben, dafs Thiereaus der Abtheilung der Vielzahnigen, welche sonst so sehr übereinstimmendeKörperform und äufsere Organe haben, dafs man gern geneigt ist, sie als ver-schiedene «Arten einer und derselben Gattung zu betrachten, doch im Zahn-bau zuweilen bedeutend differiren. So findet sich z. B. in der sehr natür-lichen Gattung Notommata bei den Arten collaris } aurila } gibba } lacinulataeinzahnige Kieferbildung, bei Notommata hrachyota hingegen dreizahnige,und bei Notommata clavulata sechszahnige. Die Gattung Anuraea, derenArten durch die wichtigsten äufseren Merkmale verbunden sind, hat beieiner ihrer Arten A . Testudo vier Zähne, bei A. acuminata nur zwei. DieGattung Salpina, welche so ganz natürlich ist, dafs ihre sämmtlichen Artenvon allen früheren Beobachtern zu einer einzigen Species gerechnet wordensind, zeigt bei Salpina mucronala vier Zähne, bei brevispina drei Zähne.Endlich schliefst sich die Gattung Plerodina mit ihrem Zahnbau an Roti-fer, während sie doch durch den Schild sich zu Brachionus und durch denSchwanztheil zu Megalotroclia gesellt. Aus diesen Anzeigen, welche sichmit noch einigen anderen vermehren liefsen, geht deutlich hervor, dafs dieAbtheilung nach den Zähnen, obgleich sie die Lebensart der Thiere besserverbindet, doch nicht geeignet ist, Charactere für die Gattung zu liefern,wohl aber wird eine Rücksicht auf dieselben spätere Forscher zu mancherinteressanten Bemerkung führen.
G 2