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Ehrenberg
Aufser den harten Zahntheilen der Kiefer giebt es noch andere demKauapparat verwandte Theile im Schlundkopfe der Räderthiere, nämlichharte Schlundfalten und vielleicht Schlundknorpel. Dicht unter den Zähnenim Eingänge des Schlundes, aber noch im Schlundkopfe seihst, be fin densich bei vielen Arten verschiedener Gattungen queergefurchte, etwas festereaber nicht harte Platten. Bei Euchlanis dilatata, Bracliionus Bakeri, JYot-ommala aurita, Salpina ventralis sind diese Queerfurchen und Falten imAnfänge der Schlundhöhle sehr deutlich, meist sechs bis zehn an Zahl, je-doch nicht ganz sicher zu zählen, weil sie nach oben und unten undeutlichersind als in der Mitte. Andere Formen scheinen ein treppenartiges, etwasfesteres Gerüst im Anfänge des Schlundes zu führen, wie Salpina mucronata,Anuraea acuminata, JYoleus cjuadricornis. Einige andere sonderbare hierhergehörige Bildungen des vorderen Schlundes findet man noch bei mehrereneinzahnigen Räderthieren Eosphora Najas, Diglena lacustris, Notommäta col-laris, wie sie auf der vorliegenden Tafel IY. abgebildet sind. Die Härte dieserOrgane im Vergleich zur Körpermasse ergiebt sich durch den Druck, indemdie weichen Massen durch denselben in Brei und Schleim zerdrückt werden,während die genannten ihre Form beinah, doch nicht ganz so dest als dieZähne erhalten, welche letztere beim Durchschnitt eines Schlundkopfes mitsehr feinem Messer das Gefühl von Härte deutlich unmittelbar ergeben.
Ich habe noch eine zeitlang Zweifel genährt, ob das Organ, welchesdie Zähne trägt wirklich Schlundkopf, oder ob es Magen zu nennen sei, daes bei einigen dieser Formen, namentlich hei Rotijer und seinen Verwandtenfast in der Mitte des Leibes liegt. Lange und immer genauere Beobachtunghat bei mir die Meinung festgestellt, dafs es nur als Schlundkopf zu betrach-ten sei. Einmal nämlich ist schon vor mir von vielen Beobachtern ange-geben, dafs die Zähne, welche freilich diese nicht als solche erkannten, vonden Thieren hervorgestreckt werden, so dafs sie hei einigen wie eine Zangevorn herausstehen, was doch vom Magen nicht wohl zu glauben wäre; dieselbeBeobachtung mufs ich aber hei der Mehrzahl der Formen zur Regel erhe-ben, denn nur Einräderthiere und Doppelräderthiere, welche den kleinerenTheil der Klasse bilden, strecken ihre Kiefer nicht hervor, alle andere bei-fsen mit hervorgeschobenen Kiefern deutlich zu und ab, was bei den lang-gezahnten Einzahnigen nur am leichtesten zu sehen, und ihrer Heftigkeitwegen am auffallendsten ist. Ferner findet bei den Formen, welche den