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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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über die Entwickelung und Lebensdauer der Infusionsthiere.

Zahnapparat und Schlundkopf in der Mitte des Körpers zu führen scheinen,eine Täuschung statt. Alle haben ihn dicht an der Mundöffnung, allein dieMundöffnung ist bei einigen ziemlich entfernt vom vorderen Ende an derBauchfläche. Bei Rotijer z. B. ist die Mundöffnung nicht vorn am Rüssel,sondern zwischen den Räderorganen, an deren hinterem Rande unten, unddamit correspondirt die Lage der inneren Kiefer recht gut. Bei anderen bil-det das grofse Räderorgan die Täuschung. Bei Stephanoceros bildet das fünf-armige Räderorgan mit seiner Basis einen grofsen Kessel, worin sich allessammelt, was durch den Wirbel an Nahrungsstoff herbeigezogen wird. Die-ser Kessel ist offenbar ein grofser Mund und an dessen Grunde liegt unmit-telbar der Schlundkopf, welcher, wenn man das Thier von der Seite siehtund die Bedeutung der einzelnen Theile nicht kennt, in der Mitte des inne-ren Körpers zu liegen scheint. Durch Feststellung des richtigen Namens fürdiese einzelnen Theile, bin ich auch auf eine analoge Bildung aufmerksamgeworden, welche ich bisher unter den übrigen Formen der Phytozoen um-sonst gesucht hatte, denn solche Kauorgane würden die Räderthiere eher andie Insecten und Annulaten anreihen, als an die Phytozoen. Jedoch fand ichbei Untersuchung von Ascariden den sogenannten ersten Magen derselben mitso deutlichen Kiefer-Falten versehen, dafs ich nicht unterlassen kann, auf dieAnalogie dieses Magens mit dem Schlundkopfe der Räderthiere aufmerksamzu machen. Ohne diese, nur hingeworfene, aus vergleichender Beobachtungentnommene Idee aufdringen zu wollen, scheint mir doch nützlich, sie weiterZU piüfen, denn es ist für den menschlichen Geist ein Bedürfnifs, Schroff-heiten in den Naturerscheinungen auszugleichen, die Versuche dazu führtenschon oft zu erfreulichen Resultaten, und das alte Sprüchwort ,, natura nonjacit saltum wiederhallt in dem Munde gar vieler besonnener Forscher. Sohat es mich denn angesprochen, den Mund der Ascariden nicht blofs aufdie vordere, oft dreilippige Öffnung zu beschränken, sondern diesen Wür-mern einen langen röhrenförmigen Saugmund zuzuschreiben, welcher denganzen Theil mit umfafst, den man bisher für den Schlund gehalten hat,und den angeschwollenen oft kugelförmigen Theil hinter dem Schlunde, oderam Ende des Schlundes der Ascariden nicht als Ende des Schlundes, oderals Magen zu bezeichnen, sondern für den Anfang des Schlundes und Schlund-kopf zu nehmen, wie er bei den Räderthieren erscheint, die nicht saugen,mithin keines verlängerten Mundes bedürfen. Die kurze Einschnürung hinter