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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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Ehrenbeug: Beitrag zur Erkennlnifs großer Organisation

Von inneren Theilen unterschied ich, von vorn nach hinten gehend, 5 Muskelpar-thieen des Räderorgans, dicht hinter dem Sporn im Nacken ein grofses rothes Augevon queer elliptischer Form. Dieses ist am vorderen Rande eines grofsen, dreilappigen,drüsigen Organs angeheftet, welches den Schlundkopf so umgiebt, dafs 2 Lappen seineRückenseite, einer seine Bauchseite bedecken und welches ich für das Gehirn halte.Der Schlundkopf, aus 4 paarweis entgegenwirkenden Muskelparthieen kuglig gebildet,schliefst 2 beim Druck sichtbare, dreizahnige Kiefer ein ( Pofygomphia ) und ist durchdie grofsen Hirntheile bedeckt. Unmittelbar darauf folgt ein langer enger Schlund,der fast von der Länge des Schlundkopfes ist und eine plötzliche starke Anschwellungin derselben Richtung bezeichnet dann den Darm, an dessen Anfänge zwei kuglige ohren-förmige Organe, die Darmdrüsen, sich entgegengesetzt sind. Diese Darmdrüsen sinddurch 2 fadenförmige Bänder unter dem Schlundkopfe an den Hals befestigt. Der Darmverläuft, allmälig nach hinten abnehmend, ohne Strictur ( Coelogaslrica ) bis in die Ge-gend zwischen das Rückenhorn und die Basis des Zangenfufses, wo er sich mit dersichtlich auswerfenden Analöffnung endet. Aufser dem Darme enthält die Mitte desKörpers gewöhnlich noch einen grofsen, dunkeln, ovalen Körper und einige wenigerregelmäfsige dunkle Massen, die damit Zusammenhängen. Diefs ist der Eierstock mitmeist einem entwickelten Ei. Die wahre Form dieses Organs ist eine breite, queere,über den Darm gelagerte Masse, welche durch Eientwicklung höckrig wird. Auf derrechten Seite (vom Rücken gesehen) geht von dieser Masse ein trüber Streif, Kanal,nach der Aftergegend hin und senkt sich vor der contractilen Blase so in den Darm,daf« ihre Mündung der Aftermündung näher liegt als die jener Blase. Dieser Kanal istder Oviduct. Da, wo sich der Eierleiter in den Darm, die Cloake, senkt, dicht, amAfter, befindet sich das schon genannte contractile Organ. Es ist kugelförmig, baldglatt und ausgedehnt, bald krampfhaft zusammengezogen und faltig. In dasselbe senkensich seitlich 2 lange, fadenförmige, geschlängelte, vom Schlundkopfe an zu den beidenSeiten herablaufende, vom etwas dickere Organe, die ich für Saamenorgane ,-ansah undan deren linkes ich 7, an deren rechtes ich 6 musiknotenförmige, zitternde, innereKiemen angeheftet fand. Jeder Kiemenkopf schien 3 bewegliche Falten oder Blättchenzu haben, welche eine wellenförmige Bewegungserscheinung bedingen. Wahrscheinlichsitzen diese Kiemen, wie bei Notommata clavulala, auf einem besonderen Gefäfsap-parate, welcher nur an die Saamenorgane angeheftet ist.

Aufserdem sah ich im vorderen Körper 8 Muskeln, 2 Rückenmuskeln, 2 Bauchmus-keln und je 2 Seitenmuskeln, deutlich gestreift, in der Gegend des Schlundkopfes schmalanfangend, im letzten Drittheil des Körpers breit endend. Von da, wo diese 8 Mus-keln sich an den Bauch anheften, gehen nur 2 seitliche als Fortsetzung der 2 oberenvorderen bis zur Schwanzbasis und scheinen nur das Einziehen des ganzen Schwanzeszu vermitteln. Aus dieser Muskelvertheilung könnte man vielleicht richtig schliefsen,dafs der hintere Körpertheil, obwohl er nicht besonders unbiegsam ist, doch als gepanzertanzusehen sei, wofür auch der hintere festere Stachel spricht. Diefs würde die beidenverwandten Formen von Notommata absondern. Ferner sind im Zangenfufse noch 2