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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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Ehrenberg: Beitrag zur Erkenntnifs grofser Organisation

Wären die farblosen Punkte keine Augen, sondern nur Blasen, was sich durch ihreVerbindung mit dem Gehirn entscheiden lassen mufs, so würden die Formen der Gat-tung Theorus zu den Augenlosen gehören und zu den Gattungen Pleurotrocha oderHydatina als Species zu stellen sein.

31. Tr. tARTHii a longiseta N. sp. Langbärtiger Dreibart == Langbeiniger Was-serfloh von Eichhorn T.I, n.7.? Laichspurrel von Oken?

T. corpore ohlongo, campanulato, tereti, oculis distentis, cirris mentalibus et stylocaudali sesquiplici duplicive corporis longitudine. Tafel VIII, Fig. 1.

Am 16. Juli 1832 in stagnirendem Regenwasser in Berlin zuerst beobachtet und biszum 11. August in der Fortpflanzung erhalten. Im Octoberil833 und zu Anfang Juny1834 wieder in grofser Menge, zu Hunderten, gefunden.

Den kurzbärtigen Dreibart (Triarthra myslacina ) fand ich zuerst im April 1830,dann wieder am 10. August 1832 und konnte zu letzterer Zeit ilm_ mit dieser andernSpecies gleichzeitig beobachten. Es sind in Berlin .2 verschiedene Arten. Jene, die kurz-bärtige (nicht langbärtige, wie ich sie 1831 nannte), hat etwas mehr genäherte,kleinere Augen und kürzere Barten und Griffel bei gleicher Gröfse.

Der Körper ist kurz cylindrisch, vorn abgestutzt, hinten abgerundet. Das Räderor-gan bildet das vordere Ende und besteht aus 5 bis 6 gewimperten gleichen Muskelpar-thieen, zwischen denen einige, besonders ein gröfserer, Hirnknoten liegen. Auf 2 die-ser Knoten sind ebensoviel ziemlich grofse und runde rothe.iAugen befindlich. Im In-nern des Körpers sah ich deutlich 4 gestreifte Längsmuskeln, die aber in verschiedenenLagen eine verschiedene Länge und Insertionsstelle zeigten, wovon ich den Grund nichterreichen konnte. Vielleicht gehen sie, dicht an der Haut angelegt, noch bis zum Hin-tertheile fort, ' obschon sie sich in der Körpermitte anzuheften scheinen. Ruhend ist dasThierchen schwer zu beobachten und im Schwimmen verändert es beständig seine Lage.Ich unterschied 2 Rückenmuskeln, 2 Bauchmuskeln und jederseits einen Seitenmuskel.Dicht hinter dem Räderorgan, auf der Bauchseite, sind 2 verhältnifsmäfsig dicke Bartenan 2 kräftige Muskeln geheftet und zwischen diesen liegt der Mund gerade so, wie erbei Daphnia zwischen den beiden grofsen Armen liegt. Auf diese beiden Muskeln folgtnach hinten der kuglige Schlundkopf mit 2 vielzahnigen Kiefern, nach der Form derreihenzahnigen (Lochogomphia). Ein enger Schlund von der Länge des Schlundkopfes,ein eingeschnürter Darm mit Magen und Dickdarm ( Gaslerodela ), bei dessen Anfänge2 eiförmige Darmdrüsen deutlich liegen. Der Mund ist etwas seitlich am vorderen Endean der Bauchseite. Der After ist gerade in der Längsaxe des Körpers am hintern Ende.Unterhalb des Afters, am Bauche, ist der einfache Schwanzgriffel eingelenkt und miteinem undeutlich begrenzten Muskel versehen. Neben dem After, auf der Rückenseite,liegt eine contractile, rundliche, bald gröfsere glatte, bald kleinere faltige Blase und ebendaendet der knotige Eierstock, welcher oft 1 bis 2 ganz entwickelte Eier enthält, die aberalsbald ausgeschieden werden und mit einem kurzen Faden am hintern Körperende be-