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2 (1832) Zur Erkenntniss der Organisation in der Richtung des kleinsten Raumes / von C. G. Ehrenberg
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in der Richtung des kleinsten Raumes. 167

Zu dieser Art gehört Turpins Achnanthes (juadrallerna und octalterna. AberMeyens Fig.30. gehört deutlich in eine besondere, ganz andere Gattung ( 1 ).

XIX. Schizonema Ag. Röhrenschiffchen. Familie der Stabthierchen. Bacillaria.

Character Generis: Polygastricura, Anenterum, Pseudopodium?, loricatum.Lorica quadrangularis, prismatica, navicularis. Corpuscula socialia sine or-dine tuhos filiformes replentia.

89. Schizonema ballicum N. sp. Baltisches Röhrenschiffchen.

S. tubulis hyalinis, capillaribus, sparsis, naviculis flavis, striatis, quater fere longio-ribus quam latis, tubulorum latitudinem Iongitudine aequantibus.

Im August 1833 bei Wismar zwischen Ceramien in der Ostsee entdeckt.

Im Jahre 1823 entdeckten Agardh in Lund und Gailion in Dieppe gleichzeitig(Agardh Conspectus crit. Diatom. p. 12.), dafs es Coufervenähnliche Körper gebe, dieFrustulien oder Naviculas in sich wie Fruchtkörner eingeschlossen enthielten. Agardhnannte sie Schizonema, Gail Ion nannte sie Girodeila. Jeder von beiden baute daraufeine eigne Idee von der Bildung der Algen im Allgemeinen, welche viel besprochenworden sind. Agardh hielt diese Körper für einen Beweis, dafs gewisse und endlichalle Formen von Algen aus anderen Algen zusammengesetzt seien und hielt die einfache-ren für Elementarformen, die zusammengesetzteren für Potenzirungen derselben. Diesevon ihm weit und geistreich verfolgte Idee sollten die lcones Algarum europaearum1828, von denen nur 3 Lieferungen erschienen, anschaulich machen. Schon jetzt läfstsich aber erkennen, dafs sie nicht glücklich war.

GaiHon hielt die Girodellen für willkührlich vereinte Thiere, Naviculas, die sichfadenförmig in Schleim hüllten, eine zeitlang ruhig blieben, so eine Alge vorstellten undden Schleim dann wieder verliefsen. Er war nicht abgeneigt, diese längst vor ihm aus-gesprochene Idee, nach welcher ein Mensch ein Haufe von Infusorien ist, ebenfalls zuverallgemeinern. Dafs seine Beobachtungen unrichtig waren, bewiesen später Turpinsin Dieppe selbst angestellte Untersuchungen. Mem. du Mus. 'T. XV.

Ohne mich jetzt in das Speculative dieses Gegenstandes einzulassen, berühre ich nurdas Systematische und Physiologische.

Ich glaube nicht, dafs die Gattung Girodeila einen wichtigen Charakter besitzt,welcher sie von Agardhs Schizonema unterscheidet. Wollte man die Gattung Schi-lf) Kützing hat in der Linnaea 1833 16 Arten dieser Gattung charakterisirt, allein ich glaube,dafs viele zusammenfallen. Sc. magnus und longus quadricaudatus, a cornulus; Sc. Leibleini,minor, trijugatus, bijugatus, moniliformis und dimorphus - quadricaudatus, ß ecornis; Sc. sto-matomorphus mag wohl mit Turpins Stomatella porosa zu Micrasterias gehören; Sc. bilunulatuskann eigne Art sein; Sa. pectinatus Mey e n scheint in verschiedene Gattungen zu gehören; Sc. qua~dralternüs und octalternus = obtusus Meyen Fig. 31. oder Sc. quadralternus , wenn TurpinsName älter ist, jedoch ist letzterer hart gebildet; Sc. acutus Meyen ist eigne Art; Sc. obliquus undduplex ist eher mit Meyens Sc. obtusus Fig.30. als eigne Gattung abzusondern.