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[Erster Band.]
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dem unter und aufliegenden Sandstein selbst, linientiefe Eindrücke, so dafs ein solcher Ab-druck gleichsam fächerartig gerippt, oder gefurcht erscheint. Herr von Schlotheim hatseiner Handzeichnung die handschriftliche Bemerkung beigefügt: ,,Die Blätter sind derLänge nach fein gerippt und in der Mitte dachförmig gebogen. Die unsrige zeiget kaummerkbare Streifen wie Grasblätter, die breiteren Blätter scheinen gang flach, wir halten siedaher der Ait nach verschieden, und nennen die Fächerpalme aus Höring, Flabellaria Ra-phifolia.

F. 2. Ist die Abbildung der vom Hrn. Akademiker Schrank, als Jungermannia asple-nifolia bestimmten Pflanze, mit der sie allerdings in der ersten Ansicht Ähnlichkeit zeiget,Wenn man jedoch diese Abbildung mit jener der Jungermannia asplenifolia in Hookers Mo-nopraphie der Jungerniannien T. XIII. vergleicht, so ergiebt sich sogleich der Unterschied,dafs bei Jungermannia asplenifolia, die parallel stehenden Blätter abgerundet, und etwas ab-wärts geneigt, sind, jene des Abdrucks aber zugespitzt und aufwärts gerichtet, nach Artder Streiffarrn, (Asplenium), zu welcher Gattung wir auch diesen Abdruck rechnenmöchten.

T. XXII. aus den Steinkohlengruben bei Schäzlar, ist der Abdruck eines grofsensehr schönen Farrns, der wohl auch zu einer eigenen Gattung gehört haben möchte, da dieseaber schwer auszumitteln seyn dürfte, und die Streifen oder Nerven der Blätter mit der Gat-tung Osmunda am nächsten übereinstimmen, so wollen wir alle Farrn mit ähnlichen Blattner-ven einstweilen an die Traubenfarn! anweisen, bis etwa neue Entdeckungen eine andere Be-stimmung gebieten. Als die gröfste unter den bekannten Arten, nennen wir gegenwärtigeOsmunda gigantea; einzelne Blätter von dieser, oder einer ihr sehr nahen Art finden sich sehrhäufig, fast in allen Schwarzkohlenwerken. Flerr von Schlotheim hat deren mehrere inseiner Flora der Vorwelt, T. II, F. 5 . angezeigt. Unter seinen Filicites osmundaefor-mes, Petref. Kunde p. 412., Flora der Vorwelt T. III. F. 5 . 6. sind wahrscheinlich meh-rere Arten enthalten, worunter die eine mit beinahe runden Blättchen, von der uns der Ver-fasser ein Exemplar mittheilte, recht schicklich Osmunda numularia genannt werden könnte.Filicites acuminatus, Petref. Kunde p. 412. T.XVI. F. 4 -, rechnen wir zu eben dieser Gattung,und nennen diesen Farrn Osmunda smilacifolia. Unter den Handzeichnungen des Verfassersist noch eine sehr schöne Art enthalten, die kurze Anzeige eines einzigen Blattes, ohne Ab-bildung, würde aber nicht hinreichen, um sie kenntlich zu machen.

T. XXIII. F. 1. aus den Steinkohlenwerken in Swina . Die Entzifferung der Farrn-kräuter, wie wir schon früher bemerkt haben, wird bei den fossilen Pflanzen schwerlich be-friedigend ausfallen; da ihrer jedoch so viele gefunden werden, so glauben wir wenigstens vonjeder sich den heutigen Farrnkräutern annähernden Form ein paar Exemplare vorlegen zumüssen, um unsere Meinung zu Unterstützen, dafs auf den niedern Stufen der Vegetationdie Formen sich sehr ähnlich geblieben sind. Dafs die hier vorgestellte Pflanze zu derGattung Wurmfarrn, (Aspidium), gehört haben könne, mögen wir nicht widersprechen, dochvermögen wir nicht, sie zu einer bekannten Art zurückzuführen. Wir nennen sie Aspidiumangustissimum. F. 2. a. b., Abdruck und Gegenabdruck aus den oberschlesischen Steinkoh-len Gruben, bezeichnen eine Form, die wahrscheinlich zu den Becherfarrn vehört habenmag, so rein dieser Abdruck auch erscheint, so ist es doch nicht möglich ihn zu bestim-men; in Schlesien scheinen sie öfter vorzukommen, wie wir aus Volkmanns Sil. Subt.T. HI. ersehen können.

T. XXIV. enthält zwei Abbildungen aus der Braunkohlenförmation in Böhmen . F. 1.ist der gewöhnlichste in Böhmen ; er wird in der Gegend von Komotau , Brüx , Oberleiters-dorf öfters, aber nie in grofser Menge gefunden, kommt auch unter den pseudo- vulcanischenProdukten jenerGegend vor. Die Blätterform eines Asplenium oder Geterach ist nicht zu ver-kennen, doch ist die Nervenverästung von den uns bekannten Arten abweichend, so wie dieabgerundete Blattendung verschieden. Wir nennen solches* Asplenium diforme*

F. 2. I st die Endspitze einer kleinen Pteris Art aus derselben Gebend. Das einzelne Blatt mit seinem Blattstiel, das nächst dem Streifenfarrn aus F. 1. vorkömmt, ist woh-sonder Zweifel das Blatt eines Dicotyledonen-Baumes, das sich den gegenwärtigen Blattfor-men sehr nähert.

T. XXV. F. 1. a. b. Dieser Abdruck aus einem Steinbrueh in der Quadersandstein-

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