28
angehört haben mögen* haben wir vorgezögen, den fossilen Pahnenärten eigene Namen bei-zulegen. Wir nennen diese Flabellaria borassifolia.
T. XIX. F. l. 2. 3. sind Abdrücke rohrartiger Gewächse, denen ähnlich die Herrvon Schlotheim mit dem Namen Casuariniten bezeichnet.
In den älteren Schriftstellern werden sie mit Schachtelhalm (Equisetum), Glaskraut(Hippuris) * oder Myriophyllum verglichen. Sie finden sich häufig unter den Abdrücken derSchwarzkohlenformation, mögen mehrere Gattungen gezählt haben, und deuten auf Moor-gründe. F.i., aus den Steinkohlenwerken von Minitz, würde sich mit einem Myriophyllum ver-gleichen lassen, wenn die steifen Blätter nicht eine freistehende Pflanze andeuteten, ehermöchten wir sie noch für eine Salzpflanze halten, vielleicht die Endspitze von der folgenden.F. 2., aus Schatzlar, ist eine eigene Art, an die sich die Casuariniten von Hrn von Schlot heim anreihen; es waren baumartige Gewächse, die eine Gattung von mehreren Arten gebil-det zu haben scheinen; von den Equiseten sind sie, sowohl durch die Blätter, als durch denMangel der Schuppen, bevor die Blätter ausbrechen, verschieden, wenigstens ist uns noch keinExemplar vorgekommen, hei dem wir etwas ähnliches bemerkt hätten, auch ist die Abgliede-rung, die bei unseren fossilen Pflanzen eine Verengung an der Stelle der Insörtiönspunkteder Blätter zeiget, sehr abweichend von der Gliederung des Schachtelhalms. Dafs man siemit den rauhrindigen Casuarinen nicht vergleichen könne, haben wir schon früher bemerkt,wir nennen sie daher, demVerfasser der Petrefaktenkunde zu Ehren, Schlotheim ia. F. 3.,aus den Kohlenwerken in Swina , nähert sich mehr den eigentlichen Schilfgräsern; hier stehennicht die Blätter, sondern die Blattstiele würfelförmig um den röhrartig gegliederten Stamm,und kleine Blättchen, wie bei mehreren Juncus-Arten, laufen wirtelförmig gereihet um denBlattstiel, daher eine ganz von der vorigen verschiedene Gattung. F. 4. u. 5. mögen zweiverschiedene Arten, einer Gattung seyn. Sie unterscheiden sich von beiden vorhergehendenvorzüglich dadurch, dafs die Blätter des Wirtels an einem eigenen ringartigen Körper befesti-get sind, mit dem sie sich von dem Stengel im Ganzen ablösen, ohne dafs der Wirtel ge-trennt würde. F. 4. ist aus den königl. Kohlenwerken im Plauenschen Grunde bei Dres den , F. 5., aus den Radnitzer Kohlenwerken. Wir bezeichnen diese Gattung mit dem Na-men Annularia.
Von den älterii Abbildungen gehören wahrscheinlich zu der Gattung F. 1. Walchs,T. III. p. ix3. t. q. F. 1. 2. und t. x., die mit Myriophyllum und Ceratophyllum verglichenwerden. Milius, in der Saxon. Subter. p. 3o. t* 19. wollte, sogar die Fhevetia Aliovai ausBrasilien darunter erkennen. Zu unsern F. 4* u. 5. zählen wir Walchs Gaben, T. III. p. 117.t. w. F. 2. und t. w. 2. F. 1., doch letztere, eine verschiedene Art, Ferner Gehören zuF. 2. Volkmanns Equisetum, Sil. subter. Suppl. T. IV. F. 7. und zweifelhaft zu verschie-denen Arten desselben, T. XIII.-F. 8. T. XIV. F. 7. T. XV. F. 3.
T. XX. Ist ein Abdruck aus der Sammlung des vaterländischem Museums in Prag ,von dem Hrn, Oberstburggrafen, Grafen Kolowrat, dahin geschenkt, zuverlässig aus Böh men , und, nach dem an der Rückseite vorkommenden Rindenabdruck, und dem grauen Kohlen-schiefer zu urtheilen, aus dem Berauner Kreis. Diese Pflanze, die höchstens ein Strauch ge-wesen zu seyn scheint, ist uns noch in keinem Kohlenwerk, noch unter den älteren Ab-bildungen vorgekommen. Wir vermögen auch nicht, sie an eine bekannte Gattung anzurei-hen, sie möge daher den Namen Noeggerat hi a foliosa führen, zu Ehren des Hrn. Dr.Noeggerath, der sich besonders mit den aufrechtstellenden fossilen Bäumen beschäftigetund eifrigst bemüht ist, diesen Theil der Petrefaktenkunde aufzuklären.
T. XXI. Begeichnet das Blatt einer Fächer - Palme aus dem Steinkohlenwerke in He-ring. Das Exemplar befindet sich in der Sammlung des Hrn. Akademikers Fluel; die Zeich-nung wurde uns von dem Hrn. Akademiker Schrank aus München mitgetheilt. Nachdemdiese bereits gestochen war, erhielten wir von Hrn. von Schlotheim die Handzeichnungeines gröfseren Blattes eben daher, das nemliche, dafs dieser Verfasser in seiner Petrefakten-kunde, als Palmacites flabellatus beschrieb. Die Blätterstiele sind viel länger, fast linienför-mig gegen den Blattstiel verengt, im ganzen schmäler, als bei unserer Fächerpalme von Swi na . Die Endspitzen der Blätter sind nicht vorhanden. Nach genauer Vergleichung mitunserer Palme, T. XVIII. glauben wir eine verschiedene Art zu erkennen. Fluel sagt aus-drücklich in der Beschreibung dieses Ausdrucks: „Die Blätter desselben bilden sehr oft in