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ermittelt werden; wie schwer aber oft die blosse Bestimmung der Familien sei, hatBrongniart nachgewiesen, indem er in seinem Verzeiclmiss aus der Flora der erstenZeitperiode 22 Arten als incertae sedis ausgeschieden hat.
Die geognostische Wissenschaft, auf welche wir uns stützen müssen, ist un-geachtet der-grossen Fortschritte, welche sie in neuerer Zeit in Europa gemacht hat, inmanchen Fällen, besonders wo gewisse Formationen fehlen, welche als bestimmendeLeiter betrachtet werden, noch bei weitem nicht so rein abgeschlossen, dass gar nichtsunsicheres und schwankendes mehr übrig bliebe, nicht über ein und dasselbe GebirgeWidersprüche oder wenigstens Zweifel vorhanden wären.
Der Zeitpunkt, wo sich die mit ihren Zeugungen im dunkeln Schoos der Erdebegrabenen Jahrtausende in fest bestimmte Marken werden abschliessen lassen, scheintuns noch nicht so nahe zu stehen, wenn wir gleich in ausgedehnten Zeiträumen Ab-theilungen zu erkennen vermögen, und darin mit Brongniart ganz einverstanden sind,dass wenn auch die vorweltlichen Floren einen bedeutenden Zuwachs erhalten sollten,(der gewiss nicht ausbleiben wird), der Hauptcharacter derselben, welcher aus den re-lativen Zahlenverhältnissen der Pflanzen verschiedener Familien hervorgeht, dadurchkeine wesentliche Veränderung erleiden werde.
Bevor wir uns auf das Einzelne der Geschichte der fossilen Pflanzen einlassen,halten wir es jedoch für wesentlich, zu untersuchen, was von dem Allen, was sowohlAdolph Brongniart als wir selbst über die. Flora der Vorwelt und ihre Zeit-perioden bisher ausgesprochen haben, sich als wahr oder wenigstens höchst wahrscheinlicherwiesen, was auf blossen Vermuthungen beruht, welche künftigen genaueren Unter-suchungen Vorbehalten bleiben, was endlich bereits schon widerlegt ist oder als un-haltbar zurückgewiesen werden muss.
In dem ersten Heft dieses Versuchs einer geognostisch - botanischen Darstellung derFlora der Vorwelt p, 15 haben wir drei Fragen* aufgestellt, welche sowohl in geogno-stischer als botanischer Hinsicht gleich wichtig scheinen.
1. Sind die Pflanzenabdrücke im älteren Steinkohlengebirge in beiden Hemisphaerenwenigstens dem Familiencharacter nach durchaus dieselben oder nicht? Im ersten Fallemüsste eine Zeitperiode vorausgesetzt werden,, wo unter gleichen Verhältnissen derTemperatur und der Atmosphaere ebenfalls eine gleichnamige Vegetation über den ganzenErdboden verbreitet gewesen wäre, welche mit den geognostischen Bildungen jener Zeit-periode in einer Wechselbeziehung gestanden hätte.
Diese Frage kann zwar noch nicht als ganz genügend entschieden betrachtet wer-den , weil wir ungeachtet aller angewandten Mühe und Sorgfalt uns weder aus Mexico noch aus Brasilien bestimmte Nachrichten und Auskünfte zu verschaffen im Stande waren.Die von den Münchner Naturforschern Martius und Spix aus der Gegend von Bahiamitgebrachten Bruchstücke sind nicht deutlich genug, um den Beweis herzustellen, dochwidersprechen sie der Wahrscheinlichkeit nicht.
Die Abdrücke von Farrnkräutern aus Neuholland sind, wie uns Robert Brownin Heidelberg versicherte, nur der Art nach von den europäischen Abdrücken ver-schieden. Brongniart erwähnt zweier Pflanzenabdrüeke aus Indien , von denen dereine mit einem Farrn aus Neuholland übereinstimmt, der zweite wahrscheinlich zu denPalmen gehört. Seitdem wir dieses geschrieben, ist Adolph B r o n g n i a r t s fünftes Heftder Geschichte fossiler Pflanzen erschienen, in welcher unter dem Gattungsnamen Glos-sopteris 4 Arten beschrieben werden, von denen Glossopteris Brownianavar. a in der Kohle von Hawkesbury nördlich von Port - Jackson und ß in demBergwerke zu Rana-gunge in Ostindien, G. angustifolia ebenfalls zu Rana-gnnge,H. Philipsii nächst Scarboroug in Yorkshire , G. Wilsoniana bei Hör in Sclioonenvorkömmt. Nach den neuesten Nachrichten von D. Falconer hat nun auch der Ober-aufseher des botanischen Gartens zu Sharampure in dem Budwan Kohlenlager in Ostin-