dien eine Art von C ycl op ter is gefunden, von welcher Gattung A. Brongniart in ehe«diesem Hefte 6 Arten aus England und Frankreich beschrieben hat, von welchen auch seitdem die Cyclopteris orbicularis auf der Herrschaft Badnitz in Böhmen und C.o b 1 i (j u a bei Wettin vorgekommen sind; es möchte daher wohl zu erwarten seyn, dasswem! einst Steinkohlengruben in Mexico und Brasilien in Bau gelangen werden, wirauch von dort die Bestätigung unserer geäusserten Yermuthung erhalten werden. In unserenfrüheren Heften haben wir bereits nachgewiesen, dass von Asiens Gränze bei Ekätärina-burg und in dem nördlichen Europa durch den ganzen Continent hindurch bis jenseitsdes Kanals, in England, Irland und Schottland , gleich wie jenseits der Meere im nörd-lichen America ah den Ufern des Mississipi und Ohio oft dieselben Species oder nahverwandte Pflanzenabdrücke im Steinkohlengebirge Vorkommen. Jamiss oh, welcherdie geognostischen Nachrichten aus den Polarreisen der Capitaine Parry und Busszusammengestellt hat *), berichtet, dass auf der Melville Insel vor Ablagerung der Kohledas Uibergangsgebirg und die Fläche mit einer ansehnlichen Vegetation besonders anFarrnkräutern bedeckt gewesen seyn müsse, und dass die Steinkohle der Melville Insel * 1 inWesten, in Jamissonland und Grönland bestimmt zu der Öftesten Steinkohle gehöre.
Die erste Frage kann daher sowohl in Bezug auf ein gleichförmiges Klima als 1 aufeine gleichnamige Vegetation als höchst wahrscheinlich beantwortet anerkannt werden.Wenn wir von einem gleichförmigen Klima sprechen, sö wollen wir hierdurch keineswegesbehaupten, dass allenthalben auf dem Erdball ein ganz gleicher Thermömeferstand sich be-hauptet habe, sondern bloss, dass sich allenthalben, woher uns bisher fossile Pflanzenbekannt geworden, isotherme Pflanzenstandpunkte vorhanden waren, auf welchen entwederganz dieselben oder wenigstens nah verwandte Pflanzen gedeihen konnten, und dass dieTemperatur dieser isothermen Standpunkte wenigstens jener ähnlich oder noch höher seynmusste, als sie gegenwärtig in den Tropenländern gefunden wird, weil die Vorgefun-denen Analogen der fossilen Pflanzen der ersten Vegetation, nur in den Tropenländern,wie z. B. die baumartigen Farrnlcräuter dermalen anzütreflen sind, mehrere Familienaber, z. B. Lepidodeudron, in keiner späteren Formation mehr Vorkommen.
Die zweite Frage, ob sich unter den dermalig verschiedenen Zonen Abdrückesolcher Pflanzen finden, deren Analoge nun in der entgegengesetzten Zone wachsen, z. B.Pflanzen, welche auf Abdrücken der Steinkohle der Tropenländer gefunden werden, inden europäischen Floren, und umgekehrt, woraus man auf eine Umkehrung der Zonenechliessen könnte, hat keine nähere Aufklärung erhalten.
Die dritte Frage: zeigen sich die Pflauzenabdrücke der frühem Zeitperioden, wel-che in allen Weltgegenden in übereinstimmenden Formationen gefunden werden, vonunserer gegenwärtigen Vegetation abweichend und örtlich den Familien und Gattungennach verschieden, oder nicht? Im ersten Falle einer übereinstimmenden oder correspon-dirend Örtlichen Verschiedenheit könnten auch für jene Vegetationsperioden verschiedeneZonen angenommen werden, man müsste aber dem ungeachtet eingestehen, dass diesefrüheren Vegetationen erloschen sind, und durch eine neue Vegetation vön ganz ab-weichenden Familienverhältnissen ersetzt werden.
Dass die erste Vegetations - Periode keiner Zonenverschiedenheit entspricht, habenwir bereits bei Beantwortung der ersten Frage mit vieler Wahrscheinlichkeit nachgewie-sen. Uiber die zweite UibergangsVegetation getrauen wir uns noch nicht mit Bestimmt-heit abzusprechen, weil nach den neuesten Entdeckungen der Uifeergang von der erstenVegetationsperiode in die zweite ein allmähliger, keinesweges allenthalben gleichzeitigergewesen zu seyn scheint. Die von El'ie de Beaumonf zu Petit coeur bei Moutiers in der Tarentaise und auf dem Col da Chardonet auf den Alpen in der Jurakalk - For-