Band 
Zweyter Theil.
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senkrechte Lage der Fäden durch die Bewegungen des Fern-rohrs nicht gestört wird. Die vorzüglichsten Berichtigungenderselben vor ihrem Gebrauche zu Beobachtungen sind fol-gende.

Die Ebene des Netzes muß durch den gemeinschaftlichenBrennpunkt der beyden Gläser gehen. Um dieß zu untersu-chen, bringe man den Faden auf ein wohl begränztes unddeutlich sichtbares terrestrisches Object, und bewege das Augerechts und links, auf und ab, so weit es möglich ist. Bleibtwährend dieser Bewegung des Auges der Faden unverrücktauf dem Objecte, so steht das Netz im Brennpunkte. Gehtaber Auge und Faden auf dieselbe Seite, so ist das Netz zunahe an dem Objective; geht Auge und Faden auf verschie-dene Seiten, so ist das Netz zu weit von dem Objective.

Bey der gehörigen Einrichtung des Fernrohrs muß derGegenstand sowohl, welchen man dadurch betrachtet, alsauch dieses Fadennetz selbst, beyde zugleich am deutlichstenerscheinen. Man kann daher zuerst das Ocular so stellen,daß es einen wohlbegränzten Gegenstand deutlich steht, undwenn man in dieser Lage die Fäden nicht ganz rein undschwarz sieht, das Netz dem Auge so lange nähern, oder da-von entfernen, bis es bey jeder Seitenbewegung des Augesfest auf dem Gegenstände bleibt, wo dann die Fäden vonselbst am reinsten erscheinen.

Dieses Verfahren ist für Weit- und Kurzsichtige das-selbe ; denn wenn auf diese Art die Fäden genau in den Brenn-punkt des Objectives gebracht worden sind, so wird jederBeobachter, der Individualität seines Auges gemäß, nurdas Ocular von dem Objective entfernen, oder ihm nähern,um beydes, Gegenstand und Faden deutlich zu sehen. Ambesten eignen sich zu diesen Versuchen feine Doppelsterne, wieCastor, ^ Widder, y Jungfrau, Rigel, u. a.

Die senkrechten Fäden müssen genau vertical seyn. Man