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Meteoreisen.
wurde. Vielfach findet man selbst die Behauptung, es sei nieein Meteorstein gefunden worden, ohne daß man dessen Fall auchbeobachtet habe, während die meisten Meteor eisen Massen seitlanger Zeit bekannt waren, oder ihr Fall doch in die früheste»Zeiten zurückzuversetzen ist.
Einige wenige Beispiele sind jedoch bekannt, wo unter be-sonderen Umständen auch Meteorsteine den atmosphärische»Einflüssen widerstanden und gefunden wurden, ohne daß ihrFallen beobachtet worden war. So wird über einen Meteorsteinberichtet, der beim Zersägen einer alten Weide mitten im Baumgefunden wurde. Offenbar zersprang das Meteor in der Näheder Weide, ein Stück drang in den Stamm ein, und wurdedann umwachsen.
Ein anderer Meteorstein, welcher bei Mainz auf einemAcker gesunden worden sein soll, wurde von Gergens beschrie-ben und von Seelheim analhsirt. Die Masse war bis zurMitte meist verwittert und nur einzelne Theile waren noch dichtund wenig zersetzt und enthielten auf 52,23 PC. lösliche und39,26 pC. unlösliche Silikate, Partikelchen von Nickeleisen undkrystallinische metallische Flimmerchen.
V. Meteoreifen.
Die letztgenannten Meteorsteine bilden den allmäligen Ueber-gang zu den Meteoreifenmassen ; auf diese Zwischenglieder wurdeschon früher bei dem Pallas eisen aufmerksam gemacht.neuester Zeit hat sich durch Untersuchung vieler Meteoriten h^ausgestellt, daß dieser Uebergang ein ganz allmäliger ist. ^den völlig eisenfreien Meteorsteinen (Alais, Chassigny rc.) duzu den fast lOO o/g Eisen enthaltenden Meteoriten findet sich ^fast ununterbrochene Reihe; die Steine enthalten bald größ^bald geringere Mengen von Eisen, und die Eisen Massen ver