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Die Feuermeteore : insbesondere die Meteoriten historisch und naturwissenschaftlich betrachtet / von Otto Buchner
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Einleitung.

Ein tiefer Drang ist in des Menschen Brust gelegt, denGeheimnissen der Natur nachzuforschen, sie durch Ergründungder Gesetze, nach welchen dieselben vorgehen, des Geheimnißvollenzu entkleiden und die Nothwendigkeit ihres Daseins im ganzenHaushalte der Natur nachzuweisen. Nichts ist diesem forschendenTriebe zu klein und unbedeutend, nichts zu groß und entfernt.Mit Hülfe des Mikroskops dringt der enträtselnde Blick einin die kleinsten Gebilde des Thier- und Pflanzenreichs, und dasTeleskop enthüllt Welten, von denen wir vorher keine Ahnunghatten. Die Natur aber, weit entfernt uns dadurch kleiner zuerscheinen, weil sie uns faßlicher wird, gewinnt an Großartigkeitnnd Erhabenheit.

Besonders die neuere Zeit war reich an Erfolgen in Erfor-schung der Natur; die frühere hatte viel Material gesammelt,vielfach aber dasselbe unrichtig in Zusammenhang gebracht, dieErscheinungen falsch gedeutet, und wo für dieselben eine Erklärungnicht zu finden war, begnügte man sich mit der Substitutioneiner Kraft, eines Namens, oder, und das war noch bequemer,die nach dem Stande der Wissenschaft unerklärlichen Erscheinungenwurden ganz weggeleugnet, die Beobachtungen als unrichtig, alsunwillkürliche oder absichtliche Täuschungen verworfen odergar als Märchen erklärt, welche nur Abergläubige, Nichtdenkerals wahr ansehen könnten. »Bei allen zweifelhaften Fragen istglauben die Sache des Unwissenden, entscheiden die des Halbge-

Büchner, Feuermeteore. 1