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Ueber Eis und Schnee : die höchsten Gipfel der Schweiz und die Geschichte ihrer Besteigung / G. Studer
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auf 3,417, im P. Vadred auf 3,234, im Schwarehornauf 3,151 und im Weisshorn auf 3,089 m .

Der West- und Südabfall dieses Centralkammes istkurz und steil abgebrochen und zeigt, wie der Südabfallder Berneralpen keine bedeutenderen Thaleinschuitte, wohlaber eine Reihenfolge von Runsen und Thalschluchten,durch welche die Gletscherwasser und Waldbäche in dasden Fuss umziehende Hauptthal sich ergiessen. Die Ab-stürze gegen Chiavenna und das untere Bergell fallen indas südliche Clima. Die Alpen sind kahl und steinig, dieunteren Berghalden aber mit Nussbäumen und prächtigenKastanienwäldern und der Fuss mit Weinbergen, Pflan-zungen und baumreichen Wiesen geschmückt. Im oberenBergell und im Engadin zieren Lärchen- und Tannen-wälder die begrasten Vorhöhen. Ueber diesen breiten sichbaumlose Alpentriften und Trümmerstrecken aus. DieKammhöhen sind fast durchweg kahl, die höchsten mitSchnee und Firn bedeckt, oder in brüchigen, trümmer-reichen Felsen aufgebaut. Nordwärts dehnen sich längergestreckte Verzweigungen bis in das Thal der Albula indie Hochebene von Davos und in das Thalbecken vonKlosters aus. Diese Verzweigungen sind in der Nähe desCentralstammes noch von Gipfeln gekrönt, welche eineansehnliche Erhebung haben. So erhebt sich der P. Platta,zwischen Avers und dem Oberhalbstein auf 3,386, derP. Forttisch auf 3,161, der P. dAela zwischen Tinzenund Bergün auf 3,320, das Tinzenhorn auf 3,132, derP. S. Michel auf 3,161, das Kühalpthalhorn beim Sca-lettapass auf 3,086, das Eisenhorn zwischen Flüela undVereina auf 2,992 und die Pischa auf 2,983 m . Es sindmeistens wilde, trotzige Gestalten, die in ihren scharfenFormen und in ihren nackten Felsenleibern ein ab-