i6» Viert. Kap. Von den Schraubengangen
gewundene Gänge annahm, die, ohne durchschnittenzu seyn, sich durch die Einschnitte durchwinden.(Meyer Taf. 11. Fig. 4-) Eine sehr willkürlicheAnnähme!
Rudolphi,^) der diese Versuche häufig an-gestellt, giebt einige gute Handgriffe und Vorsichtsre-geln dabey an, unter denen besonders bemerkt zu wer-den verdient, daß ihm die Einsaugungen besser gelan-gen, wenn er die Wurzeln abschnitt.
Auch Treviranus Versuche dürfen wir nichtübergehen. Er bediente sich mannigfaltiger Tinktu-ren, auch solcher, die mit Säuren und Alkalien ver-setzt waren, und fand, daß die farbige Flüssigkeit inden großen punktirten Röhren, in den daran gelege-nen Zellfasern, im äußern Umkreise des Holzkörpcrsaufstieg. Daß sie in den ächten Schraubengängen sichbefinden, davon erwähnt er nichts. '')
Thom. Andr. Knight bediente sich eines dun-keln Traubensafts, um das Eindringen desselben durchdie Holzfasern in die Blätter zu beobachten. Ge-nau unterscheidet er die Central-Gefäße von den Spi-ralfasern; nicht durch diese, sondern durch jene dran-gen die farbigen Flüssigkeiten ein. Mit einer Abko-chung von Kampeschenholz injiciere er die von ihm sogenannten Central-Gefäße durch die künftige Fruchtder Apfel - und Dicnblüthen bis in die Basis derStaub-
50) A. a. O. S. 169.
5>) Vvm iiiweiid. Bau, S. y6. f.
§2) ?Kllo5. lrLn»acr. I8»l. p. Z 4 ->. übers. in Trevira-nus Beytr. zur Mauzen-Physiol. S. 96. f.