mit den Wetterglaͤſern. 125
gar in unſern Erdſtrichen, welche doch ſehr ge-maßiget ſind, daß in ſtrengen Wintern, in wel-chen doch noch ſchon ſo viel Schnee gefallen iſt,daß er die niedrigen Pflanzen bedecken kann, dieStraͤuche und Bäume beſtaͤndig beſchaͤdigetwerden. In unſern Zeiten geſchahe dieſes vor-nehmlich in den Wintern des 170 9ten, 2 vſten(.) und andern Jahren mehr, in welchen nehm-lich die Wetterglaͤſer ſo tief herunter ſtiegen, alswir es bereits angezeiget haben.
§. 13. In unſern gemäßigten Erdſtrichenhalten wir dergleichen ſtarke Kalte fuͤr etwasſehr ungewoͤhnliches; gewohnlicher maaſſen ge-ſchiehet es ſelten, daß das Queckſilber weiterals bis auf 16 Grade herunter fallt: und als-denn iſt die Kalte ſchon ungewoͤhnlich ſtark.Nach der Einrichtung unſerer Wetterglaͤſer alſo,auf welchen der Eispunkt auf dem 3 ſten Gradeiſt, koͤnnen wir fuͤglich die Grenzen der gewoͤhn-lichen Kälte bey dem 4oſten und 24ſten Gradeannehmen.
F. 13. Die temperirte Witterung iſt inunſern Ländern ohngefehr auf dem 48ſten Gra-de, von welcher Witterung man ſagt, daß ſieſo wenig kalt als warm ſey, und eben dieſe iſtbeynahe das Mittel aller Jahrszeiten, oder diegemäßigte Witterung, ſowohl im Fruͤhlinge
als
(a) Phil. Tranſ. aur. IV. 2. pag. 120. ete. Mem. deAcad. des Sc: enc. 17 10 pag. 186. Hales Veget.pag 74. et. ſe qu.