mit den Wetterglaͤſern. 127
gedeihen laſſen, auch zugleich darauf bedacht,wie wir unſer Vieh erhalten moͤgen. Wenn eswarm wird, ſo verlaſſen wir oͤfters unſere Woh-nungen, allein die starke Mitkagshige macht,daß wir dieſelben bald wieder ſuchen, und wirſind bemuͤhet, um jener zu entgehen, uns indie kuͤhleſten Oerter in unſern Haͤuſern zu bege—ben, wo dicſelbe niemals ſe ſtrenge iſt, als un—ter freyem Himmel. Endlich ſo verlaſſen auchmancherley Arten von Voͤgeln, zu verſchiedenenJahreszeiten, ihren Aufenthalt, und begebenſich in einen Erdſtrich, welcher mit ihrer natuͤr-lichen Leibesbeſchaffenheit und Warme am mei—ſten uͤbereinſtimmet.
§. 16. Indeſſen aber ſchickt ſich ein jedwe-
der Grad der Waͤrme nicht vor alle und jedeThiere, ſondern es giebt deren, welche zu ebender Zeit, da einige die warmen Laͤnder ſuchen,ſich in die kaͤltern Erdſtriche begeben. Ebendieſe Bewandtniß hat es auch ſo gar mit denPflanzen: denn ob wir gleich mit dem DoktorSales(2) dafur halten, daß die denen Ge-waͤchſen allerzutraͤglichſte Waͤrme die vom 5 zſtenbis 69ſten Grade ſey; ſo muß man dech mitWahrheit geſtehen, daß eine jedwede beſonderert der Gewaͤchſe, auch ihren beſondern Grad derWitterung erfordert, in welchem ſie am beſtenbekommt. Denn es iſt zur Genuͤge bekannt,daß einige Pflanzen nicht anders als in kaltenErdſtri-
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