mit den Wetterglaͤſern. 129
dieſe Pflanzen nicht anders fortkemmen koͤnnten,als in dieſem Grade der Waͤrme, die wir ihnenhier zugeſchrieben haben; ſondern es ſind dieGrade der Waͤrme, die ſie zu ihrem Wachsthu—me, wie andere Pflanzen, noͤthig haben, eben ſowohl in ihre Grenzen von gewiſſer Weite einge-ſchloſſen, wie die Grade der Warme, die gewiſſeThiere zu ihrem Leben noͤthig haben; mithin ha-ben wir nur denjenigen Grad angegeben, unterwelchem ſie am beſten wachſen. Ich vermutheaber doch, daß es unter dieſen Graden welchegiebt, die ewas zu niedrig ſind, ale daß ſiemit denen den Pflanzen natuͤrlicher Weiſe eige—nen Graden des Wachsthums in ihren Erdſtrichenuͤberein ſtimmen ſollten. So viel hat indeſſenſeine Richtigkeit, daß, wenn ſie in die freye Luftgeſetzt werden, ſie viel mehr Kaͤlte ertragen koͤn-nen, als wenn ſie in unſern Gewaͤchshaͤuſſern
eingeſchloſſen ſind
§. 17. In unſern Erdſtrichen wird dieWaͤrme ubrigens nicht eher empfindlich, alswenn ſie den 64 ſten Grad erlanget hat; und ſieiſt fuͤr uns ausnehmend ſtark, wenn ſie den gGrad erreicht. Der Herr Boͤrhave(3) glaub-te, daß ſie nicht bis auf den goſten oder 92 ſtenad ſteigen durfte: weil ſie alsdenn fuͤr dieMenſchen und Thiere tödlich ſeyn wurde. Nichtsdeſto weniger iſt ſie ſo gar in den gemaͤßigtenErdſtrichen boͤßer gestiegen. Denn ich habeJ Beob-
) Chem 1. 166. 192, 207. 213. 274.278. 33.