mit den Wetterglaſern. 133
Ich halte aber dafuͤr, daß dieſes nur bloseine Meynung des Poͤbels geweſen, und unterdie gemeinen Irthuͤmer damaliger Zeit gehzore.Denn ob es gleich das Anſehen gewinnet, daßdie Poeten ſie angenommen haͤtten, ſo war esdoch nichts anders, als eine bloſſe Erdichrung,von welcher eben nicht zu glauben iſt, daßſie ſelbige fur wahr gehalten hatten: und ob-gleich vernuͤnftige Leute oͤfters eben ſo reden,wie der gemeine Mann, ſo denken ſie doch vonden Dingen vernuͤnftiger(9). In den altenGeſchichten und Erdbeſchreib ungen findet manauch ſchon ziemlich genaue Beſchreibungen vonverschiedenen nahe an den Sonnenwenden acle-genen Ländern. Aethiopien , das gluͤckſengeArabien, die Kuͤſten des indiſchen Meeres, dieInſul Taprobane, Ophir, Tarshisp, u. a.wurden von den gemeinen Manne ſchon fuͤr be—wohnbare Länder gehalten, ob ſie gleich unterdem hitzigen Erdſtriche liegen. Und man fin-det ſo wenig in den alten als neuen Reiſebeſchrei-bungen, daß dieſe Oerter gefährlich zu bewoh-nen oder dem menſchlichen Leben ſchaͤdlich waͤren.Denn es iſt bekannt, daß die Hitze in dieſen Erd—ſtrichen nicht ſo ſtren ge iſt, als man es wohlglauben ſollte. Sondern di: Becbachtungen,welche die Miſſionarien der Jeſuiten in In—
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(a) S. Cicer. Somn. Scip. f. Iacroh. in domn. Seip. II.5.6. 7. Diog. IAert. VII. 156.