mit den Wetterglaͤſern. 141
hat ſchon ſeit geraumer Zeit bemerket, daß derhoͤchſte Grad der thieriſchen Waͤrme kaum ſoſtark ſey, als der, welchen die Sonnenſtrahlenin den hitzigen Erdſtrichen im Sommer verur—ſachen; und ich habe ſo gar gefunden, daß dieSonnenwaͤrme bey uns ͤͤfters groͤſſer geweſeniſt. Ein jedweder hat dieſes eben ſo wohl alsich, und viele andere, unter welchen ſich auchder Herr Newton(a) befindet, haben bereitsangemerket, daß die Metalle ſo gar von derSonne einen merklichen Grad der Hitze erlang-ten. Hiemit habe ich in unſerer Gegend untereiner Breite von 56 20/ den Verſuch mit einemStabe Eiſen angeſtellet, welcher von der Son-ne dergeſtalt erhitzt wurde, daß ich ihn nichtuͤber einige Secunden in der Hand halten konn-te: mithin hatte er einen Grad der Waͤrme,welcher viel ſtaͤrker war, als die Waͤrme mei-nes Bluts. Auch habe ich mehr als einmalbeobachtet, daß die Erde einen Grad der Hitzevon der Sonnen angenommen hat, welcher ſtaͤrkergeweſen iſt, als der rꝛoſte. Im gleichen beobach-tete der Doktor Hales(b) im Jahre 1727 nocheinen ſtaͤrkern Grad der Waͤrme, welchen die Er-de von der Sonne empfangen hat, und der aufden 14oſten ſtieg. Und der Herr Muſſchen-broͤr(e) bemerkte noch eine andere Warme
von
(a) Prineip p 400.(e) Veget. Stat. p 59.OEl. de FPhyſ. 5. 974