mit den Wetterglaͤſern. 1755
Verſuche gefunden, daß hierzu ein Grad derHitze erfordert wird, desgleichen bisher noch nie—mand in einem lebendigen Thiere beobachtet hat:denn dieſe Xoͤrper verliehren ihre Fluͤßigkeitnicht eber, als bis das Wetterglas ohngefehrden 1%ſten Grad erreicht hat, welche Zahl diemittlere arithmethiſche Proportional-Jabl zwi-ſchen den beyden Graden„9 oder 100, und 212iſt, deren erſterer den Grad der gewoͤhnlichenHitze des menſchlichen Blutes, der andere aberdes kochenden Waſſers anzeigt.
§. 53. Es giebt, wie wir bereits geſagthaben, kein Thier, welches einen ſolchen Gradder Hitze leiden koͤnnte: denn auſſer der Zerrüͤt—tung, welche ſie in den fluͤßigen Theilen anrich-ten wuͤrde, ſo bin ich verſichert, daß die Ner—ven ſie nicht aueſtehen konnten, wenn ſie auchnur um ein weniges ſtaͤrker waͤren, als die na—tuͤrliche Warme des Blutes. Denn der HerrNewton() und Amontons (b) haben er—wieſen, daß, wenn z. E. das Waſſer nur umeinen hoͤhern Grad erhitzt ſey, als um den 108.man die Hand alsdenn nicht laͤnger darinn haltenkoͤnne. Weil aber die Kugeln an ihren Wetter—gläſern ſehr groß waren, ſo vermuthe ich, daßſie vielleicht dem fluͤßigen Weſen die Zeit nichtgelaſſen haben, welche erfordert wird, den gan-zen Grad der Waͤrme anzunehmen: denn ichhabe(a) Phil Tranſ. abr. IV. 2. b. 2.
(b) Jem. de f Acad. des Science. an. 1703. p.236. 244.