mit den Wetterglaͤſern. 177
§. 74. Die Nahmen, welche man uͤbri-gens den Dingen anfaͤnglich gegeben hat, ſindgemeiniglich nur von einigen Aehnlichkeiten mitandern hergenommen; ohne, daß man ebenverlangte, durch ſie die eigentliche Natur derDinge auszudrucken. In dieſem Verſtandeſind die Benennungen zu verſtehen, welche dieArzeneykundigen, wie z. E. hitzige, entzuͤn-dende Fieber u. d. gl. gebrauchen, und welchevon der Natur des Feuers ihre urſpruͤnglicheBenennungen haben. Sie wollen damit, derAbſicht dieſer urſpruͤnglichen Benennung gemaͤß,nur figuͤrlicher Weiſe die ausnehmende Hitze desKoͤrpers andeuten, oder auch des Blutes, wel-che viel ſtaͤrker iſt, als ſie bey geſunden Tagennatuͤrlicher Weiſe zu ſeyn pfleget. Indeſſengiebt es Leute, welche, weil ſie die Grenzen derſigüͤrlichen Ausdruͤcke uͤberſchreiten, und uͤberdieſes durch allerley ungegruͤndete Theorien irregemacht worden, dieſe Dinge, als wüͤrklich zuſeyn, glauben, und in einem ſehr engen Ver-ſtande von einem Brennen des Herzens und derubrigen innerlichen Theile, Kochen und Auf-wallen des Bluts, ſeiner wuͤrklichen Diſpoſitionentzuͤndet zu werden,(2) ſchwatzen, und diebrennenden Wuͤrkungen der Hitze ſo heftig be-ſchreiben, als ſie in einem lebenden Thiere garnicht moͤglich ſind: wie man denn ſolches durchunleugbare Verſuche augenſcheinlich darthunM᷑ kann.
() Willis, Pharm. rat. II. p. 2a.