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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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mit den Wetterglaͤſern. 183

Herr Newton(a) giebt uns einen ebenſo richtigen als kuͤhnen Begriff des Waſſers, inden Worten: Es iſt ein fluͤßiges Salz ohne“Geſchmack, welches die Waͤrme in einen Dunſt“die Kaͤlte aber in Eis verwandelt; dieſes gleicht“einem harten, leichtfluͤßigen und brocklichten“Steine, welchen die Waͤrme leicht in Waſſer“verwandelt.“ Der Herr Boͤrhave(b) nen-net, zu folge dieſes Begriffes, das Waſſer eineArt von Glas, welches in einer Waͤrme, die et-was ſtaͤrker iſt als der zaſte Grad, und die dasMittel zwiſchen Waſſer und Eis iſt, leicht flieſt.

Unſere gewoͤhnlichen fluͤßigen Weſen, wel-che nichts anders ſind, als ein mit Oel -, Salz-und Erdtheilchen vermiſchtes Waſſer, werdenentweder alle oder meiſtentheils durch eben denGrad der Kaͤlte, oder welcher doch nicht vielſtaͤrker oder ſchwaͤcher iſt, in Eis verwandelt,als unſer gemeines Waſſer.

Die fluͤßigen Weſen in den thieriſchen Koͤr-pern uͤberhaupt aber verliehren ihre Fluͤßigkeitallerſeits ſo ziemlich leicht. Herr Boͤrhave(c)ſcheint dafuͤr zu halten, daß das Blut eben ſozeſchwind in Eis verwandelt wuͤrde, als dasVaſſer, nehmlich beydes in dem 3ꝛſten Grade

er Kaͤlte; die Erfahrung aber lehret, daß je-ns etwas mehr Kaͤlte ausſtehen koͤnne, als die-M 4 ſes.

) Opt. p. 3

o) Chem. 1.7. 399. 614.O Ebendaſ. II. p. 377.