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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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184 Verſuche

ſes. Lammesblut(a) beginnet nicht cher zugerinnen, als unter dem 29ſten Grade der Kaͤl-te, und wird in dem 2 ſten zu Eis verwandelt.Es giebt auch noch andere Thiere, deren fluͤßigeWeſen ungleich ſchwehrer gerinnen. Denn,man hat bey einigen Inſekten angemerkt, daßſie nicht eher geſtorben ſind, und ihr Koͤrper ge-frohren iſt, als in dem 20ſten Grade der Kaͤlte(b); andere aber haben ſo gar einen Grad derKalte in eben den Umſtaͤnden ausgeſtanden, wel-cher noch unter dem Jten Grad war.

Milch gefriehrt ſo ziemlich bald, und ichglaube, ohngefehr unter dem zoſten Grade.Der gemeine Urin, in dem 2dſten Grade;wenn er aber viel Salz ⸗ und Oeltheilgen beyſich hat, ſo widerſtehet er der Kalte etwaslaͤnger. NDie geiſtartigen fluͤßigen Weſen gefriehrenſchwezrer, als das Waſſer, und je mehr ſieGeiſt haben, deſto mehr Kaͤlte koͤnnen ſie ertra-gen. Zuweilen gefriehren die mit ihnen ver-miſchten Waſſertheilchen/ da indeſſen die Geiſttheilchen fluͤßig bleiben. Die ſchlechten Bie:und Weinarten gefriehren ziemlich bald. Degroſſe Kaͤlte in Rußland, Groͤnland „Hudſa,und in andern kalten Landern mehr, macht, 00

(a) Reaumur, Mem. de! Acad. des Scienc. ann. i 34.

p. 260.(b) Ebendaſ. p. 259.(e) Ebendaſ. p. 257. 253.