Buch 
Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
Seite
186
JPEG-Download
 

186 Verſuche

cirt, da denn dieſe Vermiſchung von eben derBeſchaffenheit iſt, wie der gemeine Brandwein,gefriehret nicht anders, als in einem Grade derKaͤlte von— 7; eine andere Vermiſchung aber,welche ſchwaͤcher iſt, und aus einem TheileWeingeiſte und 3 Theilen Waſſer beſtehet, ge-friehret unter dem— 7ten Grade; vermiſchetman endlich 2 Theile Weingeiſt und einen TheilWaſſer miteinander, ſo gefriehrt beydes zuſam-men nicht eher als unter dem Grade— 11(a).

Dem Herrn von Reaumuͤr gefrohr ſo garder Weingeiſt zu Tornaͤo(b), ob es gleich un-moͤglich geweſen waͤre, daß dieſes in Frankreich haͤtte geſchehen konnen. Wir wiſſen zwar nichtgenau, wie ſtark der Grad der Kaͤlte bey dieſemVorfalle geweſen iſt; ſo viel aber koͤnnen wirdoch mit Gewißheit ſagen, daß er nicht ſtaͤrker,als der— 34ſte, und vielleicht noch merklichgeringer geweſen iſt. Man koͤnnte uͤbrigensdieſen Grad der Kaͤlte leicht beſtimmen, wennman nur die Einwohner dieſer Gegend, in wel-cher ich glaube, daß auch der aller rectificirteſteWeingeiſt nicht nur, ſondern ſo gar die duͤn-neſte Himmelsluft, gefriehret, ein wenig unter-richtete, wie ſie dergleichen beobachten ſolten.

Der Weineßig, welcher aus einer fortdau-ernden Gaͤhrung entſteht, und eine neue Ver-miſchung von Oel⸗ und Weingeiſttheilchen iſt,

woraus

(Mcaumur, Mem. de! Acad. des Scione. 174. P· 25 J.(„) IHaupert. Fig. de la Terre, p. 38.