mit den Wetterglaͤſern. 187
woraus denn ein ſaures fluͤßiges Weſen entſteht,kann eine ziemliche ſtarke Kalte aueſtehen, unddieſes um deſto mehr, je ſtaͤrker er iſt: wie wirdenn ſolches ſchon von dem Weine und andernhitzigen und geiſtartigen fluͤßigen Weſen erin-nert haben. Von dem gemeinen Weineßigekann man ſagen, daß er ohngefehr in dem 2 fſtenGrade gefriehrt; derjenige Weineßig aber, demdas Phlegma durch die Deſtillation denommen,und gemeiniglich Weineßiggeiſt genennet wird,widerſtehet einer viel groͤſſern Kalte; indeſſenaber gefriehrt er doch auch, entweder wenn esſehr kalt iſt, wie es uns der Herr Boyle(a)meldet, oder wenn man ihn mit einer Vermi-ſchung von Eiſe und Salpetergeiſte umaiebt.Der Herr Muſſchenbroͤk(b) hat des HerrnBoyle Verſuch mit dem Weingeiſteßige nach-gemacht(), aber den Grad der Kalte, wel-cher erfordert wird, wenn er gefriehren ſoll,nicht beobachtet; wenigſtens zeigt er uns den—ſelben nicht an. Anfaͤnglich aber bleibt einTheil deſſelben fluͤßig, welcher denn, wie leichtzu erachten, den allerſtaͤrkſten und am mei-ſten concentrirten Weineßig ausmacht, denman ſich nur vorſtellen kann; allein dieſer Theilgefriehret zuletzt auch, wenn man eine neue Ver-miſchung von Eis und Salpetergeiſte nimt, ihn
damit
(2) Exp. on Cold. abr. I. p. 693.(b) Trent. Exp. Acad.(im. add. p. 175.(e) Exp. on Cold. abr. I. p. 500.