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Das Buch Josua.
Cap. vir.
16. Da machte sich Josiia am Morgenfrühauf/ und brachtJsrae!herzunach seinen Stämmen: da ward ge-troffen der Stamm Juda.
17. Und er brachte herzu das Ge-schlecht Juda/und traffdas Geschlechtder Serahiker. Und da er das Ge-schlecht der Serahiter herzubrachtenach den Männern / daward Sabdigetroffen.
18. Und da er sein Haus herzu-brachte nach den Männern/ so wardgetroffen Man der Sohn tzharmides Sohns Sabdi / des Sohns Se-ra!)/von dem Stamm Juda.
19. und Josua sprach zu Man:Mein Sohn/ gib doch dem HErrn demGOtt Israeldie Ehre»/ undchueihmBekenntnisi/und zeige mirdoch an/wasdu gethan hast ; läugne es nicht vor mir!
GpNlchW.r8/iZ. (a) J 0 h.?/r 4 .
20. Da antwortete Achan dem Jo-sua und sprach: Wahrlich ich habe michversündiget an dem HErrn dem GOtkIsrael/ und so und so gethan!
21. Nämlich ich sahe unter demRacheinen köstlichenBabylonjschenMantel/und zweyhundertSecke! Silbers / undeine goldene Zunge/deren Gewicht warfunffzig Seckel; und es gelüstete mich ^derselben / und ich nahm sie^): undsiehe sie sind in die Erde verscharrtmitten in meiner Hütten/ und dasSil-der darunter. (»)Jac.'/i4.i5. ^
^ . 22. Da
V. l ö. Der Stamm Iüva) Dervorochmstc/derFür/stemond Regenten-Stamm / hat viel Güoden auf sich / undbringet viel stnhcyl übcrs Volck. GOtt aber wird alles offen»bahren vod heimsuchen zu rechter Zeit/ uud zeigeudaßbcyihmkein Ansehen der Person gilt.
v. > 7 . Das Geschlecht Juva) theilte flch in; Linien/Kamillen »der Vcrwandtschafften / von Selah/ pere; / undSerah. 4.Mos. 26/20.
v. it. Achan) oberÄchar/wteerk.Lhron.r/ 7 . gc.Nennet wird / bedeutet eineuverroirrer / einen Beängstige»-/einen der ein Gedräng verursachet: und Habey beyde Namenetwas Übels in sich/ nnd Mar fast einerley.
Es war ein verwegenes Stück von diesem Mann / baß eresssaufdic-bmirLtallkommettlttß/uobnoch iminergednch.te durchzuwischen: worin sich eioe schwere Verlängnnna der,göttlichen Allwisseoheit and Gerechtigkeit darleget. j
GOtt wollte sonst avs lauter Barmhertzigkeitdurch dieseweise Entdeckung des Thäters durchs L00S demselben nochRaumgeben/ die Allwissenheit GOkteszu erkennen / und sichunter seine allmächtige Hand zu beugen mit einer demüthigenUnd freywilligcllBekenntnißseiner Sünde. Aber
So groSist dieHartaackigkeit des Sünders/ daß er oochMtncrmcyaetderzeitlichenSchaudeUnd Strafe zueotgthen/UlldnichtdencketandiegewlsseewigeStrafe/ dererooch durcheiaesolche demüthige Unterwerffuog in der GuademScit rnt-gehen kdote / warm er hier mit reuigem Hertzcu ausstünde wasseine That verdienet hat. Sprüchw.r8/»z.
v. »y. gibt Josua mit seiner freundlichen Anrede /und mitleidigen Ausspruch desTvdes-Urtheils/ baß er dadurchaufeiue gerechte Weise wieder würde betrübet werden/ einherrlich Exempel allen Richtern / wie sie doch auch in solchemMitleiden mit armen Sündern sollten umgehen / daß derenHcrtzcnhierdurch desto eher zur Busse mbgkeo können bewogenwerdest / da allcs harte Verfahren dieselbe nur immer mehr inder Bosheit verhärtet und von der Bekenntniß abschrdcket.
- Mein Sohn/ gibvoch GBredie Ehre!) Jstdas stichteioe freundliche Tortur/wodey Richter vieles zu leroev hätten!
Thue Bekenntniß) Darum war es GÖtt vornehmlich-U thun / da er sonst die Sache wol auf andere Welse und ohneso viele umstände hätte könoen offenbar machen. Besser aberist es / wanu wir es von freyen Stücken thuo/und nicht unserThun zy bemäntelst uub zu verbergest suchen / als daß wir erstM»t Gewalt aas Licht müssen gezogen werden. Ps.zr/z s.
v. 10. Wann die Eigealirbe cutdecketist / «ad fie stehnicht mrhrvcrdergca kao/ so muß src flch selbsteu anklagen/ wozufie von dem Führergczwuogeo wlrd: da fie bann hoffet/ daß fiesich dadurch werde erretten können. Sie gestehet also daß sie
gesunvlgek/indem ste flch etwstszugeeignet habe.
v. 21. Doch entschuldiget fie sich dabey/ und jagt; daßsie unter andcrmein köstlicher Babylonischer Mantel verb-leitet. Was ist woluoschuldigcr/ als wauu map sich mit dyMMantel der Liebe bedecken will? Die Liebe ist rme von denestStützen der Eigenliebe. Dann dieweil die Seele stehet/baß fiesich nichts anders zuschreiben kaa; so sagt oder benckt fie: Die/weil ich GOtt vön remem Hertzeo geliedet habe / so find miralle diese Gnaden und Siege widerfahren. Und dann eignetste fichdiesen Mantel der Liebe zu: welcher aber/ insoweit fieder Seele» eigenthümlich zugrhdrete / durch das Feuer mußverzehret werden ; damit nichts anders in ihr übrig bleibe alsdir Liebe GOttcs in ihme und zu ihme/ welche selbsten nicht ein»Mal der Eigenliebe zu ihrer Bedeckung zu einem Mantel o,cuendarff; dauneSietztnichtmehrdieZritdazu. .
Es ist eine Zeit gewesen / ia welcher die Eigenliebe fürOOtterschiene/ mit dem Mantel der Liebe bedecket. Dannda war die Stunde noch oichtgckommeu/ in welcher diegavtzeEigroliebe/ mitsamtihrcm Mantel/ (mit aller seiner schöne«Farbe der Liede/ womit er gezteret war/) insoweit fie fich sol^chen zueignete / mußte verbrennet and veruichtiget werden;damit dir einige Liebe GOttes in ihme und durch ihne köotebestehen. Mit diesem Mantel (wodurch Man sich die Lieber«/eignet / da man solche nämlich alsdie Ursache seines Reich/chnmsaeistehct/) eignet man stch auch unvermerckt den Reich/khum selbsten zui w 0 oicht gautz / doch zum theilals da sey«»die Gnaden / die Tugenden und die Gaben GOttes. Mal»sagt heimlich zu sich selbst : Dieses ist mir alleswegen meinerLiedegcgedenworden / undist also altes mein. Solches»«durch die nveyhundert Seckel Silbers Und die gölvene Tun/gc vorgestellet/ welchcsdie Strenge / in welcher mau allezeitgrwasdklt hat/ vorbildet/ und du Reinigkeit derer Wercke.
Ich sahe - es gelüstete mich — uns ich nahm)steiget dir Sunde stasselweis.
Der Babylonische Mantel Mag dem König oder einemder Grosen zu Jericho zugchöret haben: wovon lulexbus MUdet/ daßermit Gold sey durchwirckctgewe,en. ^
Dieses kommt noa aoch mit dem Schmuckdergeistliche''Babylon sehr wol üdcreio/ Und ist von der göttlichen Weiß/
heit nicht umsonst geschehen / daßdessenso deueltch iodirser H>/
storie solltegcdacht werden/ um aus dadurch einen Sch lässet z«OeffNUng des darin enthaltenen Geheimmsseö au die Hand z»
geben.
Das äussere Babylon pranget gern in Reichthum ««*scheinbarem Schmuck/ wodurch fie auch viel schwache Seele«au stch ziehet und bezaubcrt / daß sie selvige lieben müsse«'gleichwie dieser Mantel / und das Gold und Silber so dabt-war/die Seele Achavsdcrmassenay fich zog/ daß er oicht««'oach solcheo verbanncteu Dingen Werte/ sondern fie auchh'^wegnahm. Abtrauch
Das innere Babylon decket und schmücket sich oichtwe«»'
ger iv seinem hurischett Geiske mrt allerley scheiobarm-doch falschen Einbildungen von Lhrisn Biut und Gerechrigkett^
umhänget stch mit geistliche» Gaben/ Freuden and Tröstungen/ und schmückrt sich mit der vergüldete« SchMincke einetvrrm»)chte»falscheyL»ebe/die sie für göttlich ausgibt.
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