Buch 
Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
Entstehung
Seite
541
JPEG-Download
 

Gediegen-Quecksiibei. 54 1

mit Silber und in Verbindung mit Cblor undSelen. Die Mineralien dieser Familie zeichnensicli dadurch aus , dass sie in einer , an einemEnde zugeschmolzenen Glasröhre, mit Eisenfeile,Zinn oder Blei gemengt, erhitzt, einen grauenBeschlag an den oberen kälteren Tlieil der Röhreanlegen , der beim Berühren zu kleinen Metall-tropfen zusammen geht. II. = 0.0... 3.5. Sp. Gew.

o/j... 14.1.

280 . Gattuxg. Gediegen-Quecksilber.

Svn. Flüssiger Mcrcur.

Flüssig; ohneregelniässigeGcstallen, in Tropfen.

11 . =^ 0 . 0 .

Sp. Gew. = 13.5... 15. G.

Met lallglanz, starker.

Undurchsichtig.

Farbe zinnweiss.

Nässt nicht.

Wird bei 39.44° C fest.

Eingesprengt, und in Tropfen , in Höhlungenund Klüften anderer Quechsilbererze , oder inGesteinen , welche die Quecksilbererze begleitenoder in welchen sie einbrechen.

Metallisches Quecksilber. Hg.

Verflüchtiget sich vor dem Löthrolire voll-ständig. Leicht löslich in Salpetersäure. Aus dieserAuflösung fällt Kupfer das Quecksilber wiederheraus.

Findet sich sparsam zu Idria in Ifrain , zu Almaden inSpanien , zu Mörsfeld, Wolfsstein und Landsherg beiMuschel im Zweibrückischen , zu Horzowitz in Böhmen,in Peru und China. Auch will man es in Tjrol und inKärnthen gefunden haben.

Es wird mit anderen Quecksilbererzen zur Darstellungdes metallischen Quecksilbers benutzt.