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Die Fahrt der "Wega" über Alpen und Jura : am 3. Oktober 1898 / Alb. Heim, Jul. Maurer, Ed. Spelterini
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Die Fahrgeschwindigkeit auf dieser Teilstrecke berechnet sich zwi-schen 8 V 2 und 9 m pro Sekunde. Kurz vor 2 Uhr zogen wir

in einer Höhe von 2850 m unmittelbar über Augsburg . Wir be-wegten uns nur sehr langsam vorwärts und schienen zuweilennach dem Fortsclireiten des Seil-Eudes zu schliessen, fast ganz stillezu stehen.

Das nach Nordwest gerichtete Gefälle wurde bis gegen den

Schluss der Fahrt beibehalten, während wir noch weiter hoch gingen.Um 2 Uhr 50 Minuten erst wurde in einer Höhe von 3500 m dieZusam überschritten. Auch bis hieher hatten wir nur eine Geschwin-digkeit von 8 1 /2 m pro Sekunde erreicht. Mit der Annäherung andie Donau wurde die Luftströmung um weniges stärker und setztenwir um 3 Uhr 16 Minuten etwas oberhalb Lauingen in einer Höhe

von 4020 m über den Fluss. Diese Strecke von der Zusam bis

über die Donau wurde in 10 '/2 m pro Sekunde zurückgelegt. Yonhier ging die Fahrt fortgesetzt in nordwestlicher Richtung weiter,indem der Ballon noch bis zu 4700 m anstieg. Kurz vor 4 Uhrbegann er dann zu sinken und Hessen wir ihn ruhig weiter fallen,da wir uns nunmehr an die Landung machen mussten. Wir pas-sierten die württembergische Grenze, zogen rechts an Gingen vorbeiund hielten direkt gegen Heidenheim . Doch kamen wir nicht überdie Stadt selbst, sondern gingen knapp im Südwesten vorbei. Mittler-weile waren wir wieder in die unterste Luftströmung geraten, welchemit erheblicher Stärke hier unmittelbar von Ost nach West führte.Von ihr wurde auch der Ballon ergriffen, wir bogen daher vonHeidenheim plötzlich scharf nach Westen ab, und trieben zum Schlüssemit sehr grosser Geschwindigkeit in dieser Richtung.

Die Landung erfolgte nach einer kurzen Schleppfahrt 13 kmwestlich von Heidenheim auf einem Plateau oberhalb des OrtesSöhnstetten.

Wie bereits erwähnt, erfolgte der Aufstieg unter frischemNordostwind bei vollständig bedecktem Himmel und einer Temperaturzwischen 13° und 14°. In der Höhe herrschte dagegen nur eineschwache südöstliche Luftströmung. Die Fahrtgeschwindigkeit desBallons bewegte sich auf dem grösseren Teil der Strecke zwischen8 1 /2 und 9 m pro Sekunde. Später stieg sie auf 10 l ji m pro Se-