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Neue und gründliche Anweisung, wie nach einer universalen Methode grosse Sonnen-Uhren ... so wohl aus einem arithmetischen Fundament auf verschiedene Arth accurat zu beschreiben, als auch gantz geometrisch, nach der sphaerischen Geometrie richtig zu verzeichnen ... / Johann Gabriel Doppelmayr ...
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i __ grosse Sonnenuhren accurat^u beschreiben. _

Eben dieses zeiget sich auch gar bald bey der zwischen dem Polo und dem Ze-nith deciiniren&en Uhr / daß/ da dern Flache in der vorigen Figur bey hik stehet/und nicht weitvon den PunctenZ undcl, wo die Sonne die achte Stund andeutet/ent-fernet ist/ mannach 8. Uhr Vo mittag den Anfang/ und um 8. Uhr Nachmittag dasEnde von der längsten Beschcinung erlanget.

Bey der Uhr / dern Flache in der i z. Figur bey icm als eine zwischen dem Polound dem Horizont deciinirende sich befindet/ werden die Stunden nach der bißheri-gen Anweisung von 4. Uhr zu früh bis Nachmittag um 5. Uhr dargestellet.

Bey der Uhr/ dern Flachen durch die interle^tion des ^quaton's mitdem^ab.xnjNürnbergischen Meridiano gehet / und in der 14. Figur bey adib stehet / wird er. Fi s- 4 *fordert/ wofern die Declination noch kleiner bann i>ie AmplitudobegTropiciCan-cri wie in unserm Exempel/ ist / daß man alle Stunden / so viel der längste Tag alldagiebet/ auf selbiger anordne / dahero dann hier alle Stunden von 4; Uhr an zu frühbis Nachmittag um 8. Uhr zu beschreiben sink

Die Uhr/ die zwischen erstbestrgter in terleLiion und dem Nürnbergischen zewtiials eine deredinivtnbe ihrenStand hat/wciset in der 14-Figur bey der ProjeLiion ihrerFlachen in hik, daßaufsolche dieScunden von4. Uhr an zuftüh/ bis gegen Mittag/da dann die Sonne bey i auf die Gegen Uhr scheinet/ zu stellen seyen.

Endlich hat man auf der Uhr / die zwischen bemeldcer interieöh on und dem Ho-rizont wiederum als eine reciinirende und zugleich deciinirendesich befindet/ und in.der 14. Figur bey l c m pro jidrt stehet/ den Anfang der Bescheinung erst von 6 Uhran zu früh/ weilen die Declination grösser dann die ^mplitudo des?>opici(/ancriist / nach den obigen Fundamenten zunehmen / welches bis um 8. Uhr Nachmittag fortwähret / bis zu welcher Zeit selbige am längsten beleuchtet werden mag.

Die Stunden vor die Gegen Ühren werden wiederum auf gleiche Weife wie die-jenige vor die deciinirende Gegen Uhren dargestellet / dahero wir auch nichts weiter-hiervon melden/ sondern vielmehr auf eine andere Aufgab uns wenden wollen.

Die XX. Aufgab.

Dle Proje&ion der Sphaeraö nach dern dreyfachen Stcklung/ und demnach alle Stunden-Lirckel / samt denen dazu gehörigenKirckeln nach einer jeden vorgegebenen Polu6- Höhe auf ei-ner horizontalst FlächM stereographice ZUptreselltireN.

1 . jMD'S wird in der DoÄrinä Spbierica gelehrt / wie die gantze Welt-8pbarraWonach dreyen verschiedenen Stellungen zu betrachten seye/ und in dem XVIII,

Num. des 1. Capitels in dem ersten Theil gezeiget/ wie die Stellungen derStunden Linien aus solchen auch von dreyerley Gattungen entstehen / bey dieser Be-trachtung ergiebet sich nun / daß die Projection der Sphaine ebenfalls auf dreyerleyArth dargestellet werden müsse/ also daß eine andere Vorstellung die Sphaera recta,eine andere die ohiiyua, eine andere die paralieia erfordert.

Diese drey wollen wir nun auch einigen bishero angewiesenen Aufgaben gemaSvorstellig machen / als die zur Construdtion der Uhren nach dem Methodo diesesTheils absonderlich zu wissen vonnöthen sind / und zwar erstlich die obü quain, wiesolche z.E. zu Nürnberg über dessen Horizont sich befindet / bey welcher man folgendeOperationes anzustellen hat: Man ziehet erstlich nach dem m.Num. fcer u. Aufgabt. XIV.mit der gantzen Lange einer in ivcx). oder 10000. Theile eingetheilten 8caia-einen Cir- Fj s »ekel als den Fundamental Circkel/ wie auch die zwey Diametros SN und w o, diein dessen Centro bey z einander winckelrecht durchschneiden / von welchen jener denMittag. Circkel/ dieser aber den Verticaiem primarium andeutet / beschreibet den^quatorem, und determiniret nach dem III.Num, der lV. Aufgab dessen Polum/so wird die Flache der ?rojedUon auf Nürnberg gerichtet seye. Vor die Stunden»

Circkel als andere grosse Circkel und zwar zuförderft vor denjenigen der sechsten Stund/der jederzeit durch die Puncten des wahren Auf und Untergangs bey 0 und w, unddurchden Polum gehet / setzet man ferner vermöge des vierten Lehrsatzes den Tangen-