Band 
Dritter Band. D bis E.
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Dalberg (Geschlecht) Dalberg (K. Th. A. M.) 9

komischen Oper mit derIrelip^e totale". Unter seinen 56 Opern erhielten denmeisten Beifall, auch auf deutschen Theatern:Die beiden kleinen Savovarden";,4>lnI>>I> ct (Aura, oder die beiden Gefangenen";4/<ä,>>-,. oder die Milden" ;IlaonI (>e 6re<s»i";älai^on -> veinlre" (der Hausverkauf);Zwei Worte imWalde";OnUzta,,";>iua" u. A. In der Composirion der letztem Operwurde er jedoch von Paesiello, in der Composttion desSargino" und derCa-milla" von Paer übertroffen. Durch die Vernachlässigung eines Katarrhs zog sichDalayrac den 2'. Nov. 1809 den Tod zu. Er hinterließ das Stück: >>oälo

ot >e lonsieien". Die Schauspieler der komischen Oper stellten seine Büste vonCartellier in ihrem Foyer auf. Seine Compositionen waren zum Theil für die 3Lieblingsschauspieler der komischen Oper, des sogenannten Tlmütrv I->v<Ie.iu,berechnet, für Elleviou , Martin und Mad. St.-Aubin. Von diesen mußte manseine Operetten sehen und hören. Sein Leben vonPiperecourt erschien Paris 1810.

Dalberg (Geschlecht der Freihrn. von , auch Dalburg.Ist keinDalberg da?" so mußte ehedem bei jeder deutschen Kaiserkrönung der kaiserl. Heroldrufen, und der anwesende Dalberg beugte sein Knie vor der neugekrönten Majestätund empfing von ihr den Ritterschlag als erster Reichsrilter. So groß waren dieVerdienste der Urahnen der jetzigen Dalbcrge, der alten Kämmerer von WormS,und ihr Ansehen! Mit dem Erlöschen der deutschen Kaiserwürde (1806) schienauch dieses Vorrecht nur noch im Andenken an die Ehrwürdigkcit vergangener Zei-ten fortzuleben; aber Napoleon erinnerte an dieses Herkommen, indem er festsetzte:daß der Ritterschlag der Dalberge künftig ein Attribut der franz. Kaiserwürde sein,und vor Frankreichs Throne gefragt werden solle:Ist kein Dalberg da?"Die Dalberge stammen von denen von Leycn ab. Godebald l ll. von Leyen erbauteum 1170 die Burg Dalberg. SeinStamm erlosch 1315 mit Anton v. Dalberg.Die Güter fielen an Johann, Kämmerer von Worms, der Namen, Schild undHelm von Dalberg dem seinigen beifügte. Die Familie erhielt die reichsfreiherrl.Würde im 17. Jahrh. Das Geschlecht ist gegenwärtig getheilt in die Dalberg-Hernsheimer (von demPfarrdorfeHernSheim bei Worms , mit einem Schloß,wo sich das Dalberg'sche Archiv befindet, und einem Garten) und die Dalberg-Dalberg'sche Linie. Dom Schlosse Dalberg sieht man die Ruinen bei demDorfe Dalberg bei Stromberg in Rheinpreußen. Als Beschützer der deutschen Li-teratur und Kunst sind berühmt: Johann v. Dalberg Dalburg), Kämmererund 1482 Bischof von Worms, geb. 1445, gest. 1503 (s. G. W. Zapf,ÜberI. v. D.'s Leben und Verdienste", Augsb. 1789, umgearb. Aufl. 1796, nebstNachtrag, Zürich 1798), der auch auf Veranlassung des Konrad Celte« die.8v-oiol .18 liter.aria klieuuu.i s. 5o<laütnx Olticn. welche zu Heidelberg ihren Haupt-sitz hatte, stiftete, und ihr Vorsteher war; Wolfgang v. Dalberg, Kämmerervon Worms, 1582 Erzbisch. und Kurf. von Mainz , starb 1601 ls. dessen Lebenvonv.Heim); Adolf, Frech. v.Dalberg, gefürst.Abt zu Fulda , welcher 1734eine kathol. Universität zu Fulda gründete; der vormal. Großh. Karl (s. d. folg.A.) und dessen Brüder: 1) Wolfgang Heribert , Reichsfreih. v. Dalberg,bekannt durch dramat. Arbeiten, kurpfalzbaier. Ober-Appellations-GerichtSprä-sident, zuletzt badischerStaatSminister, war geb. 1750, und starb zu Manheim d. 27.Sept. 1806; 2) der 1813 gest. I oh. F r.iedr. Hugo, Frech. v.Dalberg, Dom-capitular zu Trier, WormS und Speier; beide waren Freunde und Beschützer derWissenschaften und Künste; Letzterer ausgezeichnet als Tonsetzer und Schriftstellerüber die Musik, auch Alterthumsforscher. Von Wolfgang HeribertS Kindernnennen wir: Emmerich Joseph (s. d.).

Dalberg (Karl Theodor Anton Maria, Reichsfreih. von), Kämmerervon Worms, ehemaliger Kurfürst zu Mainz und Erzkanzler, dann Fürst Primasdes Rheinbundes und Großherzog von Frankfurt , endlich Erzbischof zu Regens-