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Darms
weil die Einwohner zu schwere Abgaben bezahlen mußten, theils weil die königl.Residenz, noch unter Tyrus , von dort nach Susa verlegt worden war. D. be-lagerte sie beinahe 2 Jahre ohne Erfolg und war im Begriff abzuziehen, alsZopyrus, einer seiner Feldherren, ihn durch heldenmüthige Selbstaufopferungin den Besitz der Stadt setzte. ZopyruS verstümmelte seinen Körper selbst aufdas grausamste, ging zu den Babyloniern über und gab vor, daß er diese Miß-handlung von D. erfahren habe, und daß er die schrecklichste Rache dafür an demTyrannen zu nehmen wünsche. Die Babylonier gaben ihm eine Befehlshaber-stelle, und da er durch mehre glückliche Ausfalle ihr Vertrauen gewann, so ver-trauten sie ihm endlich die ganze Stadt an, die er jetzt ohne Verzug dem D. über-lieferte. Nach der Unterwerfung Babylons zog D. mit 708,000 M. gegen dieScythen an der Donau (513 v. Chr.), die ihn durch verstellte Flucht so tief inihr unwirthbareS Land hineinlockten, daß er mit großem Verlust sich und seineKrieger rettete. Einen Theil seines Heeres ließ er unter der Anführung des Me-gabyzus in Thrazien zurück, um das Land nebst Macedonien zu erobern; er selbstging mit dem andern Theile nach Asien, um in Sardis sein Heer zu ergänzen.Darauf wandte er seine Waffen gegen Indien , das er zum Theil sich unterwarf(508 v. Chr.). 501 verursachten Unruhen auf Naxos , in welche sich die Persergemischt hatten, einen Aufstand der ionischen Städte, welchen Athen beförderte, D.aber durch dieWiedereroberung und Bestrafung vonMilet(496) dämpfen ließ. Umsich an den Atheniensern zu rächen, sandte er den Mardonius mit einem Heere durchThrazien und Macedonien gegen Griechenland , und eine Flotte sollte die Küstenangreifen. Allein ein Sturm zerstörte und zerstreute die Flotte, als sie das Vor-gebirge Athos umsegelte, das Heer aber wurde von den Thraziern überfallen undgroßtenkheils niedergehauen. Jetzt versammelte D. ein Heer von 500,000 M.unk rüstete eine Flotte von 600 Schiffen aus. Naxos wurde erobert, und Eretria auf Euböa geplündert. Von da ging das Heer unter Datis und Arkaphernes nachAttika über und wurde von Hippias in die Ebenen von Marathon geführt. Ver-gebens hakten die Athenienser bei ihren Nachbarn Hülfe gesucht; ihr eigner Muthnur konnte sie retten. 10,000 M. stark, rückten sie unter MiltiadeS dem persischenHeere entgegen und trugen, begeistert von dem Gedanken, für Freiheit und Vater-land zu fechten, einen vollständigen sieg davon (490 v.Chr.). Jetzt beschloßD.,sich selbst an die Spitze eines neuen Heeres zu stellen; doch innere Unruhen hiel-ten ihn auf, und er starb 485 v. Chr. Dieser Fürst hatte die größten Ver-dienste um die innere Einrichtung seines Reichs. Er ließ seinen Admiral Skylax (aus Karyanda in Kleinasien ) (508) den Indusstrom untersuchen, überhaupt be-förderte er Künste und Gewerbe durch zweckmäßige Gesetze und Anstalten. SeinNachfolger war Terxes (s. d.). ll. DariuS lll. oder CodomannuS ,ein Sohn des ArsaneS und der Sysigambis, der Urenkel DariuS ll. oder Ochus(regierte 424 bis 404), war der zwölfte und letzte König PersienS . Er kam zurRegierung (336 v. Chr.), als das Reich durch Schweigern und Satrapenherr-schaft unter seinen Vorgängern schon entkräftet, dem Andrang eines kühnenEroberers nicht mehr widerstehen konnte. Dieser war Alexander von Macedo-nien. Das von D. ihm entgegengesandte Heer wurde am Granikus in Kleinasien geschlagen. Darauf rückte D. selbst mit 400,000 M. in die Ebenen Mesopota-miens vor. Hier drangen die griechischen Mierhvölker in ihn, den Feind zu erwarten,um in der Ebene seine Macht mit Vortheil ausbreiten zu können; allein D. eiltenach dem bergigen Cilicie», dem Alexander entgegen. Die Pracht dieses Zugesbeschreibt Currius. Hier bei IffuS ward D. zum zweiten Male (333) geschlagen.Er selbst entkam unter dem Schutze der Nacht in die Gebirge. Seine Mut-ter, seine Gemahlin und 3 seiner Kinder sielen dem Sieger in die Hände, dersie auf das edelmüthigste behandelte. Mit der Beute, die Alexander hier und