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setzt ist, sieht man beim Nähertreten einen Tempel, welcher den Hintergrund diesesprachtvollen Gemäldes ausmacht. Alles, was man hier sehe, versichern die fron;.Gelehrten, von den Isiskolossen an, welche das Getäfel der Vorhalle tragen, diszu der kleinsten Hieroglyphe, scheine einen, Wunder-und Feenlande.nknommen.Weder Griechenland und Rom noch das übrige Europa habe etwas dem Ähnlicheshervorgebracht. Für die Allgemeinheit dieses Eindrucks spricht der Umstand, daßselbst die gemeinen Soldaten des Heeres aus eignem Antriebe von dem Wege ab-bogen, um diese Heiligthünier genauer zu besehen, und daß alle einstimmig versicher-ten, ihr Anblick entschädige für die Beschwerden dieses Feldzugs. Die MonumenteThebens, welche sie später kennen lernten, verlöschten diesen ersten Eindruck nicht;der große IsiStempcl schien ihnen auch dann noch das vollendetste Denkmal ägypti-scher Kunst. — Noch steht von dem alten Tenlyra, das bis in die Zeit des Strabound des TheodosiuS sich erhalten haben mag, ein Typhöum, ähnlich dem zuEdsuh, aber größer. Es liegt westlich dem nach Mitternacht gerichteten Thore, vonTrümmern und Gerölle so umgeben, daß einzelne Seiten kaum mehr zu erkennensind. Jenes Erstaune» erregte aber zunächst der große Tempel, dessen Ganzes un-gefähr die Gestalt eines hat. Nur von der Ostseite ist seine Ansicht durch Trüm-mer versteckt. Wegen der in alle» Größen daran vorkommenden Gestalt der Isisist man geneigt, ihn für ein Isäum zu halten. Ohne Hülse von Kupfer» würdejede Beschreibung seiner Hallen, Säle und Zellen, die alle mit Hieroglvpben wieübersäet sind, unverständlich bleiben. An der Decke des Porlicus dieses Isiumsfanden sich, auf die Soffiten aufgenagelt, Figuren und Embleme, welche ausdieAstronomie Bezug haben; an den beiden äußersten Soffiten bemerkte man diezwölf Zeichen des ThierkreiscS. Diese Darstellung traf man an der Decke einesZimmers wieder an, das sich im ober» Stock an der linken Seite des Vestibulumsbefand. Wie alle andre, war dies Zimmer mit Hieroglyphen bedeckt, und dasPlanisphär, deni Eintretenden links, nahm nur die Hälfte der Decke ein. Gen.Descur bemerkte es und machte seine Gefährten darauf aufmerksam. Dies ist das inunsern Tagen so viel besprochene Planisphär. — Hinter diesem großen Gebäudefindet sich nach Suden hin ein andrer Tempel, welcher der Isis und HoruS gemein-schaftlich geweiht sein mochte. Sein Äußeres erinnert weniger als das Isäum andie Reihe von Geschlechtern, welche da gewesen sein mußten, ehe eine Nation auf-blühen konnte, welche solche Werke zu ersinnen Muth, Kenntnisse und Erhabenheitgenug halte; und an die ablaufende Reihe von Jahrhunderten, während der manalles dies vergaß und zu dem Grade von Rohheit zurücksank, in welchem die arabi-schen Anwohner dieser Trümmer sich jetzt befinden. — Vor Allem zogen aber dieAngaben über die Planispbäre die Blicke der europ. Gelehrten nach diesem Punktehin, dessen astronomische Wichtigkeit bei d. Art. Vorrücken der Nachtglei-ch en einleuchten wird. Aus beiden nämlich bemerkte man, daß der Löwe als erstesZeichen, als Führer der andern dargestellt war. Man konnte sich über die Absicht,diese Ordnung anzudeuten, darum nicht täuschen, weil auf dem größer» Plani-sphär (an der Decke des PorticuS) die Zeichen auf zwei Streifen vertheilt erschei-nen, von denen einer aus dem Innern des Tempels herauSgcrichtet ist, der andrenach dem Innern des Tempels hineinweist. Auf dem kleinern (in dem obern Zim-mer, gegenwärtig in Paris ) stehen sie auf einer Spirale. Jungfrau, Wage, Scor-pion, Schutze, Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs,folgen in der bei uns noch üblichen Ordnung. Der Löwe schien sonach als ein An-fangszeichen nach dem DurchscbnitkSpunkte der Ekliptik und des WelräguatorS hierabsichtlich hingestellt zu sein. Von der Lage dieser Durchschnittspunkte hängt aberder Ort des Solstitiums ab. der immer in der Mitte von beiden liegen muß. Wienian bemerkt, so ist er auf der Planisphäre von Denderah ün Krebse verzeichnet.Ist dies das Wintersolstirium, wie man aus den umgebenden Hieroglyphe» sich