Band 
Dritter Band. D bis E.
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119
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Denkmünzen Denner (Balthasar—Johann <? hristian) 118

Sturm's /Architektonischen Reiseanmerkungen". Eine ziemlich gute Sammlunggab der?lbb>- teLubersac in s. 5»r I(üi nMnnr»en.<i z>ul>l>i-s >Ie ton; >ei>

L^es et cl« toll!. len pcuj'Ie^" (Paris 1116, Fol.)> Mehre tiefer MonunienreFrankreichs hat Millm in s. „Xntignilen n-uin,,->!<->." abbilden lassen. Nach denverschiedenen Mythenkreisen stellte Raoul-Rochette s. „>I„,iu„>.c^uitö üginöe ^leogiie, ctru5g. et roin.,i»e" (die er auf s. Reise in Italien undSicilien 1826 gesammelt hatte) zusammen (Paris 1828, 2 Bde., Fol., mit 260Kpf.). Frankreich leitete seine Künstler zu dieser Beschäftigung durch die Grün-dung einer kcnigl. 4c.»lo>»ie lies in<ici is>tioi>5. Der Künstler hat übrigens dieWahl unter den mannigfaltigsten Formen; nur wähle er dem Zwecke gemäf,. DasEinfache ziemt der Pnvattugend; Größe, Würde, Pracht Dem, was die Groß-thaten einer ganzen Nation oder ihrerFührer und Helden verewigen soll. Im Ver-hältniß mir der gewählten Form, die vom einfachen Denkstein bis zum Triumph-bogen, von der Säule bis zum Ponicus und zum Tempel selbst vielen Spielraumhat, siehe dann die Verzierung. Hier fehlen die Künstler meist durch Übermaß; siebedenken nicht, daß zu viel den Eindruck schwächt, den sie doch verstärken wollten.

Denkmünzen, Schaumürne», Medaillen. Die Gewohnheit, Mün-zen zur Erinnerung an gewisse Begebenheiten und Ereignisse zu gebrauchen, ist alt.Colbert stiftete die Xo.ick. <><-.>> i,>seii>iti-»>.-i, um Münzrvpen und Inschriften zuden Medaillen Ludwigs XIV. zu erfinden. Als Erinnerungszeichen an die Be-freiungskriege unserer Zeit sind mehre bei den verbündeten Heeren gestiftet worden.Zuerst verordnete Alexander, daß alle russ. Krieger, welche an dem Feldzuge von1812 Theil genommen, eine silberne (oder zinnerne) Medaille an hellblauem Bandetragen sollten; derKönig von Preußen bestimmte unterm 2l.Dec, 1813 ebenfallseine Denkmünze für Diejenigen, welche während dieses Kriegs wirklich gegen denFeind gefochten und tadellos gedient hätten; sie ist aus dem Metall eroberter Ge-schütze gegossen, hat auf der Vorderseite unter deSKönigs Namenzuge dieInschrift:„Preußens tapfern Kriegern", und die Umschrift: „Gott war mit uns, ihm sei dieEhre"; die Rückseite enthält ein Kreuz, in welchem, von Lorbern und Eichenblät-tern umgeben, die Jahreszahl 1813, 1814, 1813 —14 oder 1815, nach Maß-gabe der Theilnahme an einem dieser Feldzüge, sieht. Sie wird an einem orangeBande mit schwarz und weißer Einfassung getragen. Ostreich bestimmte für seineKrieger ein ebenfalls aus dem Metall eroberter Geschütze gegossenes Denkzeichcn inKreuzform; diesem Beispiele folgten Baiern, die Herzoge von Sachsen, a. deut-sche Fürsten und die Hansestädte. Neuerlich ist in Preußen eine Denkmünze ausGußeisen, in ovaler Form, für die dem Heere gefolgten Nichtstreiter bestimmt wor-den, welche, vom Staatskanzler an, Jeder erhielt, der die Armee vermöge seinesBerufs, aber nicht als Soldat, ins Feld begleitete, Eine besondere Art der Denk-münzen sind Ehrenmedaillen. (S. Medaillen und Münzkunde .) S. He-raus'« „Bildnisse der regierenden Fürsten und berühmten Männer vom 14. bis18. Jahrh., in einer Folgenreihe von Schaumünzen^ (1. A. 1128, 2. A. 1828,Wien ).

Denkwürdigkeiten, s. Memoiren.

Denner. 1) Balthasar, Portraitmaler, geb. 1685 zu Hamburg ,gest. zu Rostock 1149, war ein in seiner Art unübertroffener Meister in s. Kunst,besonders wegen der außerordentlich fleißigen Ausführung, ja fast mikroskopischenAusführlichkeit s. Gemälde, Er lernte in Altona zeichnen und dann in Danzig inOl malen. Später war er auch aufReisen, Alle Fürsten des Nordens riefen ihn anihre Höfe, um sich von ihm malen zu lassen, Kaiser Karl V I. kaufte den Kopf eineralten Frau von diesem Künstler für 4100 Gulden, und hing ihn in ein Zimnrer,zu dem er allein den Schlüssel hatte. Er befindet sich jetzt in der kaiserl. Galerie inWien. D. malte noch ein Seitenstück für denselben Fürsten : den Kopf eines alten