Band 
Dritter Band. D bis E.
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DemicwiH (wchlacht bei)

Mannes, der ein zweites Hauptwerk von ihm ist. Auch in München sind schonePortraits von ihm. 2) Johann Christian, erfand durch Verbesserung derSchalmei die Clarinctke. Er war zu Leipzig 1K55 geb., kam in seinem 8. I.mit s. Altern nach Nürnberg , wo er blieb und sich mit Verfertigung von Blase-instrumenten, besonders Flöten, beschäftigte. Er starb 1707.

Dennewitz (Schlacht bei, den 6. Sept. 1813). Was dem MarschallOudinot bciGroßbceren (s. d.) nicht gelungen war, sollte Ney vollziehen, undBerlin erobern. Der Kronprinz von schweben schien nämlich am 4. Sept. vonRabenstein aus mir dem russisch-schwedischen Heere nach Roßlau , und dort über dieElbe gehen zu wollen. Ney zog daher das franz. Heer in den Derschanzunge» beiTeuchel und Tragun, vorwärts Wittenberg , zusammen. Entweder wollte er denKronprinzen angreifen oder — was er aber zu verbergen suchte — selbst überBerlin herfallen. In dieser Absicht rückte am 4. Nachmittags ein Theil seinesHeeres gegen Zahna vor. Hier stand der preuß. Generalmajor v. Dobschüh undschlug mit Kosacken und Landwehr den wiederholten Angriff des Feindes zurück.Allein am folgenden Tage mit 5 Mal stärkerer Macht angegriffen, mußte er nachhartnäckiger Gegenwehr Zahna räumen, und auch das Corps des Gen. Tauenzienward aus seyda verdrängt. Beide nahmen die Straße nach Iüterbogk, und dasfeindliche Heer folgte; doch suchte Ney den Kronprinzen zu täuschen, und mehreBerichte meldeten diesem, daß der Feind sich nach Torgau ziehe. Der Kronprinzlies sich aber nicht irreführen, sondern brach den 6. früh um 3 llhr auf und ließdas Heer, nach einem Marsche von 2 Meilen, die Anhöhen von Lobessen besetzen,wo ihm General v. Bülow, der das 3. preuß. ArmeeeorpS befehligte, melden ließ,er werde überflügelt, indem das ganze feindliche Heer auf Iüterbogk marschire.Sofort befahl ihm der Kronprinz, dem Feinde in die Flanke und in den Rücken zufallen, und die schweb. Armee marschirte auf das 3 Meilen weiter liegende Jäter-bogk, Ihr folgten die Russen, deren Vorhut jedoch, unter Tschernikscheff undWoronzoff, vor Wittenberg stehen blieb. Unterdessen hatte die Schlacht ihren An-fang genommen. Das 4. preuß. Armeecorps, unter Tauenzien, griff an. Ver-gebens suchte der Feind dasselbe aus seiner gutgewählten Stellung zu vertreiben.Hierauf, als jenes Corps seine Munition schon verschossen, kam Bülow heran.Seine Reiterei schlug das feindliche Fußvolk zurück; aber bei GölSdorf wankte derSieg, bis Borstell die Franzosen aus dem Dorfe warf. Wo standen im ungleichenKampfe 40,000 Preußen gegen 80,000 Franzosen, Baiern, Würtembergcr,Sachsen und Polen , die, von Ney gefükwt, unter Oudinot, Bertrand, Regnierund Arrighi mit 200 Kanonen aus ihre Stellung losstürmten. Jetzt rückte auchdas russisch -schwedische Heer im Sturmschritte heran. 70 russische und schwedischeBataillone bildeten, von 10,000 M. Reiterei und 150 Kanonen unterstützt, mehreAngriffssäulen. Ihnen voraus eilten im Rennlaufe 4000 Reiter unter Pahlcn,nebst mehren Bakterien, von Adlerkreu; und Cardell geführt, um einige Punkte zuschützen, gegen die der Feind seinen Hauptangriff richtete. Während sie den Feindaufhielten, rückten die Heersäulen unket Stedingk und Winzingerode vor. Dies ent-schied die Schlacht. Der Feind wich zurück. Die Reiterei hieb ein und brachte seineZüge in Unordnung, worauf er in wilder Flucht über Dahme und Torgau sich ret-tete. AlleWege waren mit Todten und Verwundeten und mit Waffen aller Alt be-deckt. Auf derWahlstatt fielen gegen 5000 Gefangene, 5 Fahnen, 30 Kanonenund über 200 Pulverwagen in die Hände der Sieger. Als am 9. Sept. die Ver-folgung vor Torgau aufhörte, betrug der Gcsammtverlust der Franzosen über20,000 M., wovon die Hälfte Gefangene waren, 80 Kanonen und 400 Kriegs-wagen. Die Preußen zählten über 5000 Todte und Verwundete, worunter 34 todteund 180 verwundete Officiere. Nach diesem Siege ließ der Kronprinz Wittenberg durch Thümen, Torgau durch Wobeser, und Magdeburg durch Puttlitz beobachten.